Appell an Touristen

"Reisen nach La Palma weiterhin möglich"

Nur 15 Prozent der Insel betroffen: Große Teile La Palmas wie hier der Ort Tijarafe im Inselnorden sind sicher, betont die Regierung der Kanaren-Insel.
La Pama/P. Fernández
Nur 15 Prozent der Insel betroffen: Große Teile La Palmas wie hier der Ort Tijarafe im Inselnorden sind sicher, betont die Regierung der Kanaren-Insel.

Die Regierung der Kanaren-Insel La Palma, auf der ein Vulkan weiter Lava spuckt, appelliert an die Touristen, ihre Reisen nicht zu stornieren. Die Urlauber seien in den nicht betroffenen Gebieten weiterhin sicher.

Für die Kanaren-Insel hätte ein weiterer Rückgang der Urlaubsbuchungen immense Folgen. 75 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der grünsten Insel der Kanaren sind auf den Tourismus zurückzuführen. Die Regierung der Insel betont, dass die Sicherheit der Gäste sowie der Bevölkerung an erster Stelle stehe und Reisen in die nicht vom Vulkanausbruch betroffenen Teile der Insel weiterhin möglich seien. 

Am 19. September 2021 ereignete sich auf La Palma der erste Vulkanausbruch seit 50 Jahren. Bis jetzt ist der Vulkan noch nicht zur Ruhe gekommen.


Hotelauslastung liegt bei nur 15 Prozent

Nach harten Monaten der Corona-Pandemie fordert der Vulkanausbruch die Insel enorm heraus. Die durch den Vulkanausbruch verursachten Buchungseinbrüche für Urlaubsreisen werden laut der Regierung mittelfristig zu einer enormen Wirtschaftsbelastung führen. Die Auslastung der Hotels und Pensionen betrage aktuell nur rund 15 Prozent.


Daher forderte der Stadtrat für Tourismus und Sport der Inselregierung von La Palma, Raúl Camacho, in den sozialen Netzwerken kürzlich dazu auf, die Insel weiterhin zu besuchen, um Arbeitsplätze vor allem in der Hotellerie und Gastronomie zu sichern und somit der betroffenen Bevölkerung La Palmas zu helfen.

Sicherheit von Gästen und Einheimischen geht vor

Er verwies weiterhin darauf, dass die Sicherheit der Einheimischen und Touristen an erster Stelle stehe, jedoch lediglich 15 Prozent der Inselfläche, das Aridane-Tal, vom Vulkanausbruch betroffen sei. Der restliche Teil könne aufgrund der schnellen Reaktion der Behörden sowie der hohen Sicherheitsstandards unbedenklich bereist werden, die Aktivitäten gingen normal weiter.

Der letzte Ausbruch auf La Palma ereignete sich im Jahr 1971, als der 439 Meter hohe Vulkan Teneguía an der südlichsten Flanke der Bergkette Cumbre Vieja ausbrach. Mehrere Wochen hielt das Naturspektakel an.

Nach exakt 50 Jahren kam es am 19. September zu einer erneuten Eruption, wobei sich die Lava mittels mehrerer Ströme ihren Weg ins Meer bahnte. Dutzende Bananenfarmen wurden dabei zerstört, über 700 Familien verloren bislang ihr Zuhause.

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