Afghanistan

Taliban attackieren Touristen

In Herat findet sich unter anderem eine der berühmtesten Moscheen Afghanistans.
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In Herat findet sich unter anderem eine der berühmtesten Moscheen Afghanistans.

Dieser Besuch Afghanistans hätte fatal enden können. Eine Gruppe ausländischer Touristen, darunter nach afghanischen Armee-Angaben einige Deutsche, ist in der westlichen Provinz Herat von Taliban beschossen worden.

Fünf der insgesamt elf Touristen seien beim Angriff im Bezirk Chescht-e Scharif leicht verletzt worden, sagte der Sprecher des Gouverneurspalasts, Dschilani Farhad. Medien hatten zuvor berichtet, es könnte bis zu zehn Tote gegeben haben.

Die Touristen hatten nach Angaben der Behörden eine Armee-Eskorte bei sich. Der Sprecher des 207. Korps der Armee, Nadschibullah Nadschibi, sprach von „fünf Frauen und sechs Männern, einige Amerikaner, einige Deutsche und andere“. Die deutsche Botschaft in Kabul war für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen.

Die Gruppe war den Angaben zufolge auf dem Weg nach Herat-Stadt. Zuvor hätten sie die Provinz Ghor besucht. Unklar blieb, wieso die Touristen Ghor besucht hatten. Dort steht am Ufer des Flusses Harirud ein berühmtes Minarett aus dem 12. Jahrhundert, das Minarett von Dscham. Allerdings gilt die sehr arme Provinz Ghor als notorisch unsicher und wird selbst von im Land lebenden und arbeitenden Ausländern nur sehr selten besucht.

Die Provinz und die Stadt Herat sind reich an Sehenswürdigkeiten. Der sowieso eher spärliche Tourismus in Afghanistan war aber schon vor Jahren mit der steigenden Gewalt im Land eingebrochen. (dpa)

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