Südostasien

Nur moderate Zuwächse

Südostasien weist ähnliche Trends aus wie viele andere Weltregionen: Die Top-Ziele stagnieren, die Herausforderer machen Boden gut. So hat Thailand, das zweitwichtigste deutsche Fernreiseziel, sein selbst gestecktes Ziel von 40 Mio. internationalen Gästen 2019 knapp verfehlt.
fvw Destination Ranking 2020 Südostasien deutsch
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Und das Land verliert auf dem deutschen Quellmarkt erstmals seit 2014: Nur noch knapp 855.000 Deutsche reisten in das Land des Lächelns, ein Rückgang von knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den internationalen Einreisen sieht es besser aus, allerdings nicht so gut wie erhofft: Thailand wuchs mit vier Prozent nur noch etwa halb so stark wie in den vergangenen drei Jahren – gewisse Sättigungsgrenzen scheinen erreicht.

Vietnam setzt auf chinesische Gäste

Während Indonesien, Malaysia und Singapur insgesamt ein gesundes Wachstum zeigen, hat Vietnam 2019 einen beachtlichen Sprung gemacht auf über 18 Mio. internationale Gäste – 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das kommunistische Land setzt mit dem Bau riesiger Hotelanlagen, zahlreicher Vergnügungsparks und Kasinos sehr stark auf den chinesischen Quellmarkt. Bei deutschen Gästen legte Vietnam aber auch um immerhin sechs Prozent zu. 

Der große Gewinner 2019 heißt jedoch Philippinen. Ähnlich wie Vietnam legte das Inselreich bei den internationalen Gästen ebenfalls um rund 16 Prozent zu, gewann in der Gunst der Deutschen allerdings viel stärker als der Kontrahent: Erstmals reisten mehr als 100.000 Deutsche ein – ein Zuwachs von 13,2 Prozent im -Vergleich zum Vorjahr.

Myanmar boomt – aber nicht überall

Die größten internationalen Zuwächse von stolzen 27 Prozent verzeichnete aber das kleine Land Myanmar. Mutmaßlich ist das auch zurückzuführen auf immer einfachere Einreisebedingungen für immer mehr Quellmärkte: Die Regierung garantiert Besuchern vieler asiatischer Länder wie Japan und Süd-korea eine visumfreie Einreise, Touristen aus über 100 Ländern erhalten mittlerweile innerhalb von drei Tagen ein E-Visum.

Was die deutschen Besucherzahlen betrifft, ist die Lage allerdings etwas diffiziler: Vermutlich durch den Rohingya-Konflikt, der in deutschen Medien starke Beachtung fand, war die Zahl der deutschen Gäste von fast 40.000 im Jahr 2017 auf knapp 29.000 ein Jahr später eingebrochen. 2019 stieg sie immerhin wieder leicht um 2,1 Prozent.
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