Nordeuropa

Große Liebe zum hohen Norden

Der läuft und läuft und läuft: Europas Norden hangelt sich von einem touristischen Rekordjahr zum nächsten. Auch von 2018 auf 2019 haben Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland wieder kräftig an Besuchern zugelegt.
fvw Destination Ranking 2020 Nordeuropa deutsch
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Ganz besonders boomt der Tourismus aus Deutschland: Er ist im vergangenen Jahr im Vergleich zur Zahl der internationalen Urlauber überproportional gewachsen.

Und dies zum Teil sehr deutlich: So verzeichnete Schweden ein Plus von 10,7 Prozent an deutschen Gästen (übrigens das mit Abstand höchste Wachstum seit langer Zeit), international stagnieren die Zahlen jedoch. Ähnlich verhält es sich mit Finnland, wo ein deutsches Wachstum von 10,5 Prozent einem weltweiten Zuwachs von gerade einmal zwei Prozent gegenübersteht.

Die absolute Nummer eins bei der konkreten Besucherzahl bleibt Dänemark. Fast 17 Mio. Übernachtungen deutscher Besucher zählte das kleine Land im vorigen Jahr – die Touristen aller übrigen Staaten kommen zusammen auf gerade mal knapp elf Millionen. Die Gründe für den Nordland-Boom liegen auf der Hand: Die Deutschen sehnen sich nach Natur und Stille. Urwüchsige Landschaften, Wälder, Seen und Fjorde locken.

Island erleidet erneut Einbußen

Als einziger nordischer Staat verbüßt erneut Island einen Rückgang der Urlauberzahlen. Doch blieben 2018 noch mehr als zehn Prozent der Deutschen zurück, waren es im vorigen Jahr „nur“ fünf Prozent. Mit minus 14 Prozent fällt das Minus bei den internationalen Urlaubern allerdings deutlich höher aus. Die Isländer hatten in den vergangenen Jahren ihre Preise drastisch erhöht, was vor allem Menschen abschreckt, die „einmal im Leben“ auf die Insel wollen.

Irlands Erfolgsserie bricht ab

Sehr unterschiedlich sieht das Bild bei den Britischen Inseln aus. Während Großbritannien im vierten Jahr hintereinander bei den deutschen Urlaubern verloren hat (seit 2014 minus 18 Prozent), büßte zwar auch Irland ein – allerdings ausgehend von einem absoluten Rekordniveau im Jahr 2018. Insgesamt erfreut sich die Grüne Insel eines Besucherplus aus Deutschland von annähernd 40 Prozent seit 2014. Damit wächst der deutsche Quellmarkt überdurchschnittlich stark.
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