Zahlungsdienste-Richtlinie

PSD2-Übergangsfrist bis Ende 2020 verlängert

Noch bis Ende 2020 kann ohne die 2FA im Internet per Karte gezahlt werden.
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Noch bis Ende 2020 kann ohne die 2FA im Internet per Karte gezahlt werden.

Da viele Anbieter Probleme mit der Umsetzung der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 haben, setzt die Finanzaufsicht kurzfristig die Pflicht zur starken Kunden-Authentifizierung zunächst aus. 2021 kommt man aber nicht mehr um sie herum.

Somit dürfen Händler die elektronische Kreditkarten-Zahlung noch bis Ende des kommenden Jahres ohne die 2FA – also die zweifache Kunden-Authentifizierung – akzeptieren, welche die EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 vorsieht. Eigentlich hätte sie seit dem 14. September sanktioniert werden können. Davon hat die Finanzaufsicht Bafin aber abgesehen.

Es wäre okay, "wenn Zahlungsdienstleister mit Sitz in Deutschland Kartenzahlungen im Internet bis zum 31. Dezember 2020 auch ohne eine nach der PSD2 erforderliche starke Kunden-Authentifizierung ausführen", heißt es in einer Mitteilung der Bafin. Danach müssen Kunden, welche ihre Plastikkarte zum Kauf einsetzen, außer mit ihrer Kartennummer durch ein weiteres Kriterium beweisen, dass sie rechtmäßiger Besitzer der Karte sind. Dies kann beispielsweise mit einer aufs Handy zugeschickten PIN geschehen, durch den Besitz des Handys oder durch einen Fingerabdruck.

Experten mahnen, dass Händler – also auch Hotels und Reisebüros – die 2FA-Pflicht nun so schnell wie möglich implementieren.

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1.
John W.
Erstellt 21. Oktober 2019 10:44 | Permanent-Link

Typisch Deitschenland. Hauptsache Unternehmensintetessen propagieren ! Die BaFin ist eh die lächerlichste Behörde die es gibt !!

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