Wegen neuer Digitalangebote

Infox-Bestellplattform wird kostenpflichtig

Nach einem kostenlosen Test-Abo wird die neue Infox-Plattform kostenpflichtig.
Screenshot/Georg Kern
Nach einem kostenlosen Test-Abo wird die neue Infox-Plattform kostenpflichtig.

Infox hat die neue Branchenplattform www.infox.de in Dienst gestellt. Die neue Version enthält zusätzliche digitale Inhalte, etwa für die Kundenkommunikation. Dafür wird die Plattform nach Ablauf eines Test-Abos kostenpflichtig.

In der Basisversion werde die neue Plattform nach Ablauf des Test-Abos, das 14 Tage dauert, 9,90 Euro monatlich kosten, teilt das Bonner Unternehmen in einem Vertriebsrundschreiben mit. "Damit erhalten Sie weiterhin den Gesamtüberblick über den deutschen Reisemarkt, die komfortable Bestellung auf einer modernen Internetplattform und die Nutzung der neuen digitalen Inhalte für Ihre effektive Kundenkommunikation", begründet Infox den Schritt.

Die Laufzeit des Test-Abos beginnt dann, wenn es abgeschlossen wird. Das Test-Abo endet automatisch, eine Kündigung ist nicht erforderlich. In diesen Fällen gehe das Test-Abo nicht  in ein kostenpflichtiges Abo über, schreibt Infox.

Die neue Bestellplattform ist bereits vergangene Woche live gegangen. Neu hinzugekommen sind laut Infox "noch bessere Möglichkeiten der Vermarktung, Markenpräsenz sowie Steuerung und Verwendung von Werbekosten-Zuschüssen. Gleichzeitig wurden wichtige Modernisierungen durchgeführt, die den Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit entsprechen".

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

6.
Jürgen Seipel
Erstellt 9. Juni 2020 11:41 | Permanent-Link

Ich habe bisher noch gar nichts gehört was mit den Reiseunterlagen ist, die über die IFOX zugestellt werden. Bekommen wir dann keine Reiseunterlagen mehr oder wie läuft das?

5.
Dietmar Belz
Erstellt 6. Juni 2020 11:40 | Permanent-Link

Soso, als Reisebüro würde ich also bessere Möglichkeiten haben, meine(!) Marke zu präsentieren, wenn ich mindestens rund 120 € pro Jahr an Infox überweise. Dazu gibt es dann noch ominöse, nicht näher bezeichnete 'digitale Inhalte zur Kundenkommunikation', die bisher allerdings in der Regel non-digital im Reisebüro oder am Telefon stattfindet.

Wessen Marketing-Zuschüsse ich als Reisebüro dann selbst steuern könnte, wurde in den diversen Eigenwerbungs-Mails von Infox leider auch nicht erläutert. Dass Datenschutz und Datensicherheit bereits vorher gegeben sein sollten, sollte selbstverständlich gewesen sein - offenbar war es das aber wohl nicht.

Infox wird benötigt, um Kataloge und andere Werbematerialien der zu vertretenden Veranstalter beziehen zu können. Da werden sich die Veranstalter nun wohl etwas Neues einfallen lassen müssen, denn ohne Kataloge und Werbematerial kann ein Veranstalter wohl kaum im Reisebüro beworben werden. Fehlt die Möglichkeit der (Nach-)Bestellung, fliegt der Veranstalter halt solange gezwungenermaßen aus dem Sortiment, bis er wieder Nachschub liefern lässt - auf welchem alternativen Weg auch immer.

4.
Renate Wenisch-Mayr
Erstellt 6. Juni 2020 11:39 | Permanent-Link

@Herr Meuter: Es ist unerheblich welchen Preis die Veranstalter bezahlen, solange der Vertriebsweg es ihnen wert ist. Es ist aber völlig marktfremd als Besteller dafür zu zahlen.

3.
Cristian Meuter
Erstellt 6. Juni 2020 11:13 | Permanent-Link

@ Herr Kaifel: da kann ich Sie "beruhigen", auch die Anbieter, deren Broschüren man bestellen möchte, müssen zukünftig mehr für den Versand zahlen. Die Kostenerhöhung geht also in beide Richtungen und es werden keinerlei Kosten umgewälzt. Wir müssen in Zukunft auch tiefer in die Tasche greifen, um unsere Broschüren zur Verfügung zu stellen...INFOX hat schlicht die Preise in alle Richtungen erhöht.

2.
Renate Wenisch-Mayr
Erstellt 6. Juni 2020 11:03 | Permanent-Link

Veranstalter zahlen schließlich für den Vertrieb über Infox. Warum sollte also der der bestellt nochmals dafür bezahlen? Oder ist jemand bereit für einen Shop-Zugang zu zahlen um z.B. ein Buch zu bestellen?

1.
Ekkehardt Kaifel
Erstellt 6. Juni 2020 10:25 | Permanent-Link

Werden jetzt Katalogkosten der VA auf die Mittler abgewälzt? Das ist der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, es sei denn die Veranstalter erhöhen ihre Werbekostenzuschüsse entsprechend, denn laut HGB hat der Handelsherr dem Handelsvertreter alle zum Verkauf seiner Produkte notwendigen Dinge wie z.B. Kataloge, Werbeplakate, Deko etc zur Verfügung zu stellen. Von Kosten steht hier nichts.

stats