Urteil gegen Reisevermittler

Strenge Regeln für Reiseveranstalter

Ein Reisevermittler darf vom Kunden keine Anzahlung für eine Reise verlangen, wenn er als Veranstalter auftritt und gleichzeitig keinen Sicherungsschein ausstellt. Der Verstoß dagegen wurde nun geahndet.

Denn dieses Vorgehen verstößt gegen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches, stellte das Amtsgericht Baden-Baden fest (Aktenzeichen 3 O 116/15). Der Unterschied zwischen Veranstalter und Vermittler ist für den Verbraucher oft nicht leicht zu erkennen, weswegen die Gericht auf den Anschein abstellen, der beim Kunde geweckt wird.

In dem verhandelten Fall trat der Vermittler nach Überzeugung des Gerichts als Veranstalter auf. Denn er bündelte einzelne Leistungen zu einem Reisepaket. Außerdem nannte er einen Gesamtpreis, aber nicht den eigentlichen Veranstalter. Der Hinweis auf die Rolle als Vermittler fand sich nur in den AGB.

Ein Reiseveranstalter muss jedoch einen Sicherungsschein ausstellen, wenn er Vorauszahlungen kassiert. Das tat der Vermittler nicht. Diese Praxis wurde vom Gericht für nicht rechtens erklärt. (dpa)

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