Unglücksflug MH-370

Pilot simulierte merkwürdige Route

Was führte im Cockpit der Boeing B-777 von Malaysia Airlines zum Verschwinden des Liniendienstes MH-370, so dass er Peking nie erreichte?
Laurent ERRERA/Commons Wikimedia CC BY-SA 2.0
Was führte im Cockpit der Boeing B-777 von Malaysia Airlines zum Verschwinden des Liniendienstes MH-370, so dass er Peking nie erreichte?

Die Suche nach der vermissten Boeing B-777 der Malaysia Airlines erfährt eine Wendung. Lange wurde verheimlicht, dass der Pilot an seinem heimischen Rechner eine Route mitten in den Indischen Ozean simuliert hatte.

Der MH-370-Pilot hat auf seinem privaten Flugsimulator vor dem Verschwinden seiner Malaysia-Airlines-Boeing eine Flugroute auf den Indischen Ozean hinaus ausprobiert. Sie ist fast identisch mit der Strecke, die die Maschine nach den Ermittlungen flog, bevor sie wahrscheinlich westlich von Australien im Meer versank. Dies bestätigte der malaysische Verkehrsminister Liow Toing Lai nun, nachdem Medien schon über die Routen im Flugsimulator berichtet hatten. Das beweise aber nichts, sagte er.

„Es gibt keine Beweise, die belegen, dass (Flugkapitän) Zaharie Ahmad Shah das Flugzeug absichtlich auf den Indischen Ozean gelenkt hat“, sagte Liow. Die Angaben über den Flugsimulator stammen aus einem Bericht, den die malaysischen Ermittler bislang unter Verschluss gehalten haben. Warum, sagte Liow nicht.

MH-370 war am 8. März 2014 zwischen Kuala Lumpur und Peking vom Kurs abgewichen und ohne Kontakt mit Bodenstationen sieben Stunden Richtung Süden geflogen. Der Flug endete nach den Ermittlungen im Indischen Ozean westlich von Australien, als der Treibstoff ausging. An Bord waren 239 Menschen, die meisten aus China.

Die Maschine sei aber nicht abgestürzt, sondern von einem Piloten im Gleitflug auf das Wasser gelenkt worden, sagt der kanadische Luftfahrtexperte Larry Vance. Er schließt dies aus der Beschaffenheit der Trümmerstücke, die inzwischen vor Ostafrika angespült wurden. (dpa)

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