Geschäftsreise

Über Risiken nur schlecht informiert

Gibt es politische Unruhen? Wo herrscht eine hohe Kriminalität? Viele Arbeitnehmer fühlen sich bei Geschäftsreisen ins Ausland schlecht über Sicherheitsrisiken informiert.

Nur gut ein Drittel (34 Prozent) der Fach- und Führungskräfte, die für ihren Arbeitgeber ins Ausland reisen müssen, bekommen aktuelle Informationen zu Krisenregionen wie dem Nahen Osten oder der Ukraine. Das zeigt die Studie „Chefsache Business Travel 2015“ des Deutschen Reise Verbands (DRV). Und nur 45 Prozent werden mit allgemeinen Hinweisen zur Sicherheit an ihrem Reiseziel versorgt, etwa zu Regionen mit hoher Kriminalität.

Dabei wünschen sich 86 Prozent der Geschäftsreisenden solche Informationen. Aus der Luft gegriffen ist das nicht. Schließlich zeigt die Studie auch, dass ein Drittel der Befragten schon mindestens einmal die Erfahrung gemacht hat, dass die eigenen Reisepläne durch politische Unruhen durchkreuzt wurden. Zwei seien immer mehr Unternehmen international aktiv, dennoch sei das Bewusstsein für Sicherheitsfragen oft noch unterentwickelt, so der DRV.

Dabei sollte vor einer Geschäftsreisen zum Beispiel geklärt sein, ob die Mitarbeiter ein Sicherheitstraining von Experten brauchen oder ob es empfehlenswert ist, nur mit ortskundiger Begleitung zu reisen. Für die Studie „Chefsache Business Travel 2015“ wurden im Oktober 2014 im Auftrag des DRV 110 Geschäftsführer befragt, die regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, und 110 Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern, die auf Geschäftsreisen gehen. Die Daten wurden vom 2. bis 16. Oktober 2014 erhoben. (dpa)

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