Frage-Antwort-Aktion zur Corona-Krise

Das war der Chat mit Professor Vogel

Professor Hans-Josef Vogel von der Kanzlei Beiten Burkhardt in Düsseldorf hat am Montag eine einstündige Chat-Aktion geführt.
Privat
Professor Hans-Josef Vogel von der Kanzlei Beiten Burkhardt in Düsseldorf hat am Montag eine einstündige Chat-Aktion geführt.

Bei einer Online-Aktion von fvw beantwortete der Reiserechtsexperte Hans-Josef Vogel Leserfragen zur Corona-Krise. Zuletzt gab es aufgrund der hohen Nachfrage zwar technische Probleme. Dennoch finden sich dutzende Antworten des Juristen im Kommentarbereich dieses Artikels.

Welche Provisionen stehen mir zu? Welche Möglichkeiten habe ich, meine Ladenmiete zu mindern, nachdem mein Reisebüro schließen muss? Das waren Fragen, die die fvw-Leser stellten.

Die Antworten des Reiserechtsexperten Vogel, Rechtsanwalt in der Düsseldorfer Kanzlei Beiten Burkhardt, sind unten in der Kommentarfunktion zu lesen. fvw wird sie in den nächsten Tagen allerdings nochmals aufarbeiten, um sie leserfreundlicher darzustellen – im Heft und online. Die technischen Probleme während der Frage-Antwort-Aktion bitten wir zu entschuldigen. Das hohe Interesse führte dazu, dass am Ende Leser mit ihren Fragen nicht mehr durchkamen – und übrigens auch Professor Vogel nicht mit seinen Antworten. Er wird sich aber noch weitere Fragen ansehen und sie nach Möglichkeit alle beantworten. 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

142.
Michaela Jaudszims
Erstellt 25. März 2020 10:42 | Permanent-Link

Leider bin ich soeben auf den falschen Knopf gekommen und habe gelöscht, dass ich keine weiteren Nachrichten mehr wünschen. Bin nach wie vor interessiert. Können Sie mich bitte wieder aktivieren? Würde mich sehr freuen. Danke. Michaela Jaudszims

141.
Peter Krackowizer
Erstellt 25. März 2020 10:28 | Permanent-Link

@Gisela Emrich - wenn Sie Ihren Kunden diese Anzahlungen als "Anzahlung" in Rechnung gestellt haben, die Vermieter keine Stornogebühren verlangen, werden Sie wohl diese "Anzahlungen" zurückzahlen müssen. Denn sie sind so rechtlich Teil der vereinbarten Ferienwohnungsmiete.

Sollten Sie andere Formulierungen auf Ihren Vermittlungsaufträgen stehen haben, müsste man deren Wortlaut im Detail anschauen.

Zahlung und Rückzahlungen sind übrigens unabhängig von Bestimmungen von Pauschalreisen oder Individualreisen, sondern grundsätzliche Bestandteile eines Rechtsgeschäfts. Somit können diese oder Teile davon nicht ohne vorher vereinbarte Gründen einbehalten werden.

140.
Gisela Emrich
Erstellt 24. März 2020 18:09 | Permanent-Link

Gisela Emrich
Wir sind ein kleines Onlinereisebüro und vermitteln am Gardasee Hotels und Ferienwohnungen, die wir direkt buchen. Die Kunden machen bei uns eine Anzahlung in Höhe unserer Provision und bezahlen den Restbetrag bei Ankunft im Hotel /Fewo.
Wir haben mit allen Anbietern geregelt, dass die Kunden jetzt und in den nächsten Krisen-Monaten kurzfristig kostenlos stornieren können. Allerdings ist unser Aufwand so hoch, dass wir die Anzahlung nicht zurückzahlen, sondern für die nächste Reise als Kulanz gutschreiben. Bisher haben das die meisten Kd. akzeptiert, da wir geschrieben haben, dass sie keine Pauschalreise gebucht haben, sondern eine Individualreise, die nur eine Kulanzregelung vorsieht. Jetzt haben aber doch zwei Kd. geschrieben, dass sie anderer Meinung wären und eine Rückerstattung der Anzahlung fordern.
Da wir befürchte, das noch mehr Kunden die Rückzahlung fordern könnten, bitte ich Sie um Nachricht, ob es richtig ist, dass für uns die Kulanzregelung gilt.
Vorab besten Dank.

139.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 21:58 | Permanent-Link

Franz Müller, Reisebüro Müller (Waldsee) schreibt per Mail, dass ein Veranstalter...

"...aktuell auf die Zahlung des gesamten
Reisepreises bei Nurhotelbuchungen in die Türkei bis
16.04.2020 besteht, obwohl die Leistung nicht erbracht werden kann.

Es werden Wertgutscheine angeboten die bis 31.10.2020
eingelöst werden müssen.

Wenn der Kunde mit seiner Kreditkarte bezahlt hat, kann er dann über die Kreditkarte (Käuferschutz) das Geld von der Mastercard zurückholen ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen ? Sprich Vertragsbruch wegen Nicht-Zahlung ?"

138.
Peter Krackowizer
Erstellt 23. März 2020 16:57 | Permanent-Link

@Savas Caliskan "Die Veranstalter stornieren für bestimmte Abreisetermine kostenlos die Reisen unserer Kunden und zahlen uns bei diesen Buchungen für erbrachte Arbeit keine Provision und falls die Provision bereits ausbezahlt wurde wird es uns wieder Rückbelastet, müssen wir das so hinnehmen?"

Wie Prof. Vogel bereits an anderer Stelle ausführte, ist Provision erst mit Beginn des Hauptvertrags, also dem Reisebeginn, Reiseantritt, zu zahlen. Sagt also ein Reiseveranstalter eine Reise vor Reiseantritt ab, entsteht kein Provisionsanspruch. Leider, denn den Teil der Vermittlung an sich hätte ja das Reisebüro bereits erbracht.

137.
Peter Krackowizer
Erstellt 23. März 2020 16:48 | Permanent-Link

@Martina Hirschberg "Ab wann genau ist die Fluggesellschaft verpflichtet, Ihren Flug zu canceln und die Flugpreis zurückzuerstatten?"

Da Fluggesellschaften wirtschaftlich selbständige Unternehmen sind, können sie selbst entscheiden, wann sie Flüge absagen. Nur wenn zwingend gesetzlichen Gründe vorliegen, die Fliegen in oder von einen Land unmöglich machen, sind sie gezwungen, Flüge abzusagen.

Das heißt mit anderen Worten, dass eine Fluglinie - theoretisch - auch Flüge mit nur einem, nur wenigen Passagieren durchführen könnte (was aber natürlich wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre).

Die Erstattung des Flugpreises ist, wie Prof. Vogel schon in mehreren Antworten schrieb, eine andere Sache.

136.
Elisabeth Stasch
Erstellt 23. März 2020 16:00 | Permanent-Link

Emirates hat noch vor wenigen Tagen die kostenlose Stornierung einer Gruppen-Flugbuchung für Abreise am 30.3. zugestimmt. Die Rückzahlung über den Consolidator ist noch nicht erfolgt. Wenn diese nicht (mehr) erfolgt, müssen wir als Reisebüro das Geld an den Kunden zurückzahlen?

135.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 15:03 | Permanent-Link

Tom Wendt
Erstellt Heute 14:55 | Permanent-Link
Sehr geehrter Herr Prof. Vogel,

müssen Kosten seitens des Veranstalters übernommen werden, wenn gestrandete Kunden an einer Destination nicht zurückgeholt werden können und der Aufenthalt länger als ursprünglich geplant ist oder muss diese Mehrkosten der Kunde tragen?

Besten Dank

Mehrkosten Rücktransport trägt der Veranstalter. Kosten der Übernachtung für drei Nächte auch, bei besonders Schutzbedürftigen auch länger...

134.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 14:57 | Permanent-Link

HJV hier: senden Sie gerne auch weitere Fragen, nachdem Sie bitte die Antworten gelesen haben, dann schaue ich, was ich noch beantworten kann! Herzliche Grüße

133.
Tom Wendt
Erstellt 23. März 2020 14:55 | Permanent-Link

Sehr geehrter Herr Prof. Vogel,

müssen Kosten seitens des Veranstalters übernommen werden, wenn gestrandete Kunden an einer Destination nicht zurückgeholt werden können und der Aufenthalt länger als ursprünglich geplant ist oder muss diese Mehrkosten der Kunde tragen?

Besten Dank

132.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 14:43 | Permanent-Link

Liebe Leser,

wir haben hier ein technisches Problem auf Grund der Vielzahl an Leserfragen. Glücklicherweise ist unser System ja so angelegt, dass nicht nur zwischen 14 und 15 Uhr Fragen in der Kommentarleiste gestellt werden können, sondern jederzeit. Herr Vogel schaut sich die Fragen aber an und tut, was er kann, um möglichst viele weitere zu beantworten. Die Antworten werden unter diesem Artikel ja dann auch dauerhaft nachzulesen sein. Bis dahin empfehle ich einen Blick in die mehr als 40 Antworten, die ja schon vorliegen.

Herzliche Grüße und mit Bitte um Verständnis!
Georg Kern

131.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 14:41 | Permanent-Link

Silke
Erstellt Heute 14:34 | Permanent-Link
Hallo Herr Professor Vogel,
vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Einreiseverbot im Land gilt aktuell bis 17. April. Kunden sollten planmäßig am 21. April hinfliegen. Wäre in diesem Fall eine hinreichende Wahrscheinlichkeit gegeben? Könnten Kunden kostenlos stornieren?

Wenn die Wahrscheinlichkeit des Eintritts über 25% ist, dann darf man kostenfrei stornieren. Ob das jetzt 25% sind...ich weiß es nicht. Wenn man zuwartet, wird man das besser beurteilen können.

130.
Silke
Erstellt 23. März 2020 14:34 | Permanent-Link

Hallo Herr Professor Vogel,
vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Einreiseverbot im Land gilt aktuell bis 17. April. Kunden sollten planmäßig am 21. April hinfliegen. Wäre in diesem Fall eine hinreichende Wahrscheinlichkeit gegeben? Könnten Kunden kostenlos stornieren?

129.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 14:27 | Permanent-Link

Bessler
Erstellt Heute 14:13 | Permanent-Link
Hallo Herr Vogel,
vielen Dan kfür Ihre Zeit!
Was können wir als Veranstalter unternehmen, wenn Tickets, bei denen Flüge auf UN gesetzt werden und ersatzlos gestrichen sind, nicht erstattet werden, z.B. Emirates, Qatar Airways, etc. etc.
Vielen Dank

Theoretisch klagen. Praktisch hilft das aber nicht. Nur gemeinsam werden wir etwas machen können.

128.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 14:26 | Permanent-Link

Martina Hirschberg
Erstellt Heute 14:07 | Permanent-Link
Lieber Herr Professor Vogel,
zunächst vielen Dank für Ihre kostenlose Unterstützung.
Uns stellt sich derzeit die Frage nach den Fristen, wann ein Kunde konkret vom Vertrag zurücktreten darf: Beispiel unsere Kunden haben am 15. Mai eine Namibia-Reise gebucht und sind jetzt offiziell vom Vertag zurückgetreten und möchten Ihr Geld zurückhaben. Namibia hat am 17. März ein Einreiseverbot von 30 Tagen erlassen mit der OPTION es bis zu 6 Monaten zu verlängern. Die Verlängerung ist aber m.E. noch nicht wirksam, so dass die Abreise der Kunden noch nicht in die momentan gültige Einreise-Sperre fällt. Frage: müssen wir den Rücktritt der Kunden zum jetzigen Zeitpunkt akzeptieren und die Anzahlung binnen 14 Tage zurückerstatten?
Zweite Frage: Ab wann genau ist die Fluggesellschaft verpflichtet, Ihren Flug zu canceln und die Flugpreis zurückzuerstatten?

Das ist kein Storno wegen außergewöhnlicher, umvermeidbarer Umstände. Daher nicht kostenfrei. Ob dann später ein Rückzahlungsanspruch kommt, ist nicht richterlich entschieden.

127.
Silke
Erstellt 23. März 2020 14:24 | Permanent-Link

Die Verifizierung funktioniert nicht, auch nicht mit Zeichenkette. Könnten Sie uns bitte schnellstmöglich freischalten!!! Ich nehme an, dass ist der Grund warum wir keine Antworten sehen?

126.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 14:24 | Permanent-Link

Silke
Erstellt Heute 14:07 | Permanent-Link
In Namibia ist vorübergehend der nationale Notstand ausgerufen. Enddatum ist noch nicht genannt. Gilt dies als Grund für eine kostenlose Stornierung im Sommer?

Derzeit nicht. Es muss eine hinreichende Wahrscheinlichkeit geben, dass auch im Sommer noch Notstand herrscht.

125.
Filipa Nunes Couto
Erstellt 23. März 2020 14:20 | Permanent-Link

Was passiert mit Flugscheinen, bei denen die Fluggesellschaft den Hinflug auf UN setzt? (streicht? z.B. LH Group?

Wenn es Hin-und Rückflug ist, muss beides storniert werden.

Müssen wir den Rückflug selbst stornieren oder auch abwarten, dass die Fluggesellschaft den Rückflug storniert? Sollen wir die Ticketerstattung einreichen?

124.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 14:15 | Permanent-Link

Hallo Herr Professor Vogel,
es sind schon wieder viele neue Fragen seit gestern Abend gekommen. Gerne ein wenig nach oben scrollen :-)
Beste Grüße Georg Kern

123.
Bessler
Erstellt 23. März 2020 14:13 | Permanent-Link

Hallo Herr Vogel,
vielen Dan kfür Ihre Zeit!
Was können wir als Veranstalter unternehmen, wenn Tickets, bei denen Flüge auf UN gesetzt werden und ersatzlos gestrichen sind, nicht erstattet werden, z.B. Emirates, Qatar Airways, etc. etc.
Vielen Dank

122.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 14:09 | Permanent-Link

Hallo an alle Leser. Ich sitze im Home Office am Rechner und warte auf weitere Fragen! Ihr Hans-Josef Vogel

121.
Martina Hirschberg
Erstellt 23. März 2020 14:07 | Permanent-Link

Lieber Herr Professor Vogel,
zunächst vielen Dank für Ihre kostenlose Unterstützung.
Uns stellt sich derzeit die Frage nach den Fristen, wann ein Kunde konkret vom Vertrag zurücktreten darf: Beispiel unsere Kunden haben am 15. Mai eine Namibia-Reise gebucht und sind jetzt offiziell vom Vertag zurückgetreten und möchten Ihr Geld zurückhaben. Namibia hat am 17. März ein Einreiseverbot von 30 Tagen erlassen mit der OPTION es bis zu 6 Monaten zu verlängern. Die Verlängerung ist aber m.E. noch nicht wirksam, so dass die Abreise der Kunden noch nicht in die momentan gültige Einreise-Sperre fällt. Frage: müssen wir den Rücktritt der Kunden zum jetzigen Zeitpunkt akzeptieren und die Anzahlung binnen 14 Tage zurückerstatten?
Zweite Frage: Ab wann genau ist die Fluggesellschaft verpflichtet, Ihren Flug zu canceln und die Flugpreis zurückzuerstatten?

120.
Silke
Erstellt 23. März 2020 14:07 | Permanent-Link

In Namibia ist vorübergehend der nationale Notstand ausgerufen. Enddatum ist noch nicht genannt. Gilt dies als Grund für eine kostenlose Stornierung im Sommer?

119.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 14:07 | Permanent-Link

Filipa Nunes Couto
Erstellt Heute 14:02 | Permanent-Link
Was passiert mit Flugscheinen, bei denen die Fluggesellschaft den Hinflug auf UN setzt? (streicht? z.B. LH Group?

Wenn es Hin-und Rückflug ist, muss beides storniert werden.

118.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 14:06 | Permanent-Link

Hallo Frau Druschnewitz,

na klar!
Beste Grüße
Georg Kern

117.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 14:06 | Permanent-Link

Hallo Frau Druschnewitz,

na klar!
Beste Grüße
Georg Kern

116.
Nicole Druschnewitz
Erstellt 23. März 2020 14:02 | Permanent-Link

Guten Tag, können noch weitere Fragen gestellt werden? - Danke

115.
Filipa Nunes Couto
Erstellt 23. März 2020 14:02 | Permanent-Link

Was passiert mit Flugscheinen, bei denen die Fluggesellschaft den Hinflug auf UN setzt? (streicht? z.B. LH Group?

114.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 13:59 | Permanent-Link

Lieber Herr Professor Vogel, liebe Leser,

es ist gleich 14 Uhr und ich möchte unsere Frage-Antwort-Aktion hiermit offiziell eröffnen. Sie, Herr Professor Vogel, haben ja schon kräftig vorgearbeitet, wie wir alle hier sehen können. Ich möchte Ihnen vorab schon jetzt danken für Ihre unschätzbare Unterstützung. Wir alle profitieren davon in diesen schwierigen Zeiten!

Feuer frei nun, falls es noch weitere Fragen gibt. Eine Stunde lang steht uns Herr Professor Vogel nochmals mit seiner Expertise zur Verfügung. Wir freuen uns auf weitere Fragen und Antworten. Und wünschen allen viel Stärke und Erfolg in diesen schwierigen Zeiten.

Noch ein kleiner technischer Hinweis: Um weitere Fragen und Antworten zu sehen nach dem erstmaligen Aufruf dieses Artikels, ist es notwendig, den Artikel hin und wieder zu aktualisieren. Also einfach im Browser auf refreshen klicken.

Beste Grüße Georg Kern, stellvertretender Chefredakteur fvw

113.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 13:54 | Permanent-Link

Ein allgemeiner Kommentar: ich bin (leider) kein Arbeitsrechtler...und darum kann ich diese Fragen nicht wirklich beantworten....

112.
F. Sturm
Erstellt 23. März 2020 13:40 | Permanent-Link

Danke für dieses tolle Angebot!
Hier eine Frage aus dem Bereich HR: Viele Mitarbeiter der Hotellerie befinden sich in Kurzarbeit und stellen Fragen im Bezug auf potentielle Nebentätigkeiten. Ist eine Änderung bezüglich der Anrechnung des Einkommens einer während des Bezugs von Kurzarbeitergeld aufgenommenen Nebentätigkeit auf das Entgeld des Mitarbeiters in Sicht?
Danke vorab und herzliche Grüße.

111.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 13:34 | Permanent-Link

B. Reihing
Erstellt Heute 12:38 | Permanent-Link
Ich habe große Sorge vor einer Insolvenz des Veranstalters, wenn ich Gutscheine akzeptiere, denn der Sicherungsschein hat nur eine Laufzeit bis 31.12.2020. Wird der Sicherungsschein verlängert, wenn ich die Reise erst nächstes Jahr antreten kann?

Ich weiß noch nicht einmal, ob es 2021 noch Veranstalter gibt, oder wie viele...Eines sollten allen klar sein: keine Versicherung ist gezwungen, Veranstalter zu versichern. Wenn dieses Jahr ein paar in die Pleite gehen, sehe ich nicht, warum man als Versicherung überhaupt das machen sollte in dieser Situation.

Also: klar ist Gutschein nicht sicher, aber im schlimmsten Fall hat der Kunde nix. Das hat er jetzt bei vielen Veranstaltern auch.

110.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 13:31 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Heute 12:48 | Permanent-Link
Ein Leser fragt per Mail:

Wo habe ich Möglichkeiten zu einem Sonderkündigungsrecht?

Unser Reisebüro hat einen Filialbetrieb, den ich beachsichtige zu schließen. Das Hauptbüro bleibt bestehen. Der Mietvertrag ist auf eine Mindestlaufzeit von 5 Jahren – bis 2021/04 geschlossen. Beide Büros sind rechtlich nicht voneinander getrennt, Rechtsvorform: Einzelfirma.

Leasingvertrag Fahrzeug:
Kann man einen Leasingvertrag unterbrechen?

Reiseabsage eigener Reisen:

Diese Frage habe ich schon in den Kommentaren gelesen, beschäftig mich auch sehr. Wir haben auch verschiedene eigene veranstaltete Reisen und die Rückzahlung führt zu ernsten Liquidationsengpässen.

Wie wahrscheinlich ist es, dass die Rechtslage sich verändert und wir für die Reisen Reisegutscheine ausstellen können?

Der Vertrag mit dem Kunden, sieht Reisegutscheine nicht vor.

Herzlichen Dank im Voraus.

Zu den Gutscheinen: es wird diskutiert. Zu den anderen Themen: es wird diese Woche zu weitreichenden Gesetzen kommen, die die Wirtschhaft in ein künstliches Koma versetzen. Man muss diese abwarten und kann dann konkretes sagen...bis dahin: sorry, ich weiss nicht genau, was im Gesetz stehen wird....

109.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 13:30 | Permanent-Link

Walter Schaffe, Reisebüro Am Wassertor (Isny) fragt per Mail:

- Welche Möglichkeit besteht für den Betrieb, falls der MA KEINE Zustimmung zur KUG erteilt? Ordentliche / außerordentliche Kündigung? Auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Seite, dass bei einer ordentlichen Kündigung dies der Betrieb u. U. nicht durchsteht, falls diese über Monate geht.

Herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

108.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 13:29 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Heute 12:31 | Permanent-Link
Dieter Heinzmann, Reisebüro Baur (Bietigheim-Bissingen) fragt per Mail:

Hallo Herr Vogel,

die Veranstalter stornieren gerade kostenlos eine Reise nach der anderen, schön für unsere Kunden.

1) Müssen wir die bereits erhalten Provision (z.B. Tui) wieder rückzahlen ?

2) Erhalten wir, für jetzt stornierte Reisen bei denen wir noch keine Provisionsvorauszahlung erhalten haben, die Provision vom Veranstalter (z.Z. SLR)

3) Wie sieht die Regelung mit dem Entgelt das bei Baustein/Nur-Flug berechnet und erhalten haben .

Nach jetzigem Stand , würde das bedeuten, dass Reisebüros auf den Großteil der Provisionen /Einnahmenn rückwirkend für die letzten Monate verzichten/rückzahlen müssten, was das für Folgen hätte, brauche ich nicht ausmahlen.

Sie beschreiben das Problem zutreffend. Ich glaube jede Lösung (ich glaube Gutscheine sind allenfalls eine Notlösung, es wird zu einem Sonderfonds Touristik kommen müssen, wenn die Touristik nicht komplett zerstört werden soll) muss auch das Überleben der Reisebüros sicherstellen.

107.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 13:11 | Permanent-Link

Natalie Szydlik
Erstellt Heute 11:00 | Permanent-Link
Bereits zu Beginn vielen Dank für die Beantwortung aller Fragen!

Wir würden gerne wissen, welche Rechtsfolgen drohen, wenn wir anstatt der Rückzahlung der Reisepreise für stornierte Buchungen einen Gutschein festlegen.

Derzeit verstoßen sie gegen geltendes Recht. Der Kunde kann klagen. Und der Verbraucherschutz kann das auch abmahnen.

106.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 12:48 | Permanent-Link

Ein Leser fragt per Mail:

Wo habe ich Möglichkeiten zu einem Sonderkündigungsrecht?

Unser Reisebüro hat einen Filialbetrieb, den ich beachsichtige zu schließen. Das Hauptbüro bleibt bestehen. Der Mietvertrag ist auf eine Mindestlaufzeit von 5 Jahren – bis 2021/04 geschlossen. Beide Büros sind rechtlich nicht voneinander getrennt, Rechtsvorform: Einzelfirma.

Leasingvertrag Fahrzeug:
Kann man einen Leasingvertrag unterbrechen?

Reiseabsage eigener Reisen:

Diese Frage habe ich schon in den Kommentaren gelesen, beschäftig mich auch sehr. Wir haben auch verschiedene eigene veranstaltete Reisen und die Rückzahlung führt zu ernsten Liquidationsengpässen.

Wie wahrscheinlich ist es, dass die Rechtslage sich verändert und wir für die Reisen Reisegutscheine ausstellen können?

Der Vertrag mit dem Kunden, sieht Reisegutscheine nicht vor.

Herzlichen Dank im Voraus.

105.
B. Reihing
Erstellt 23. März 2020 12:38 | Permanent-Link

Ich habe große Sorge vor einer Insolvenz des Veranstalters, wenn ich Gutscheine akzeptiere, denn der Sicherungsschein hat nur eine Laufzeit bis 31.12.2020. Wird der Sicherungsschein verlängert, wenn ich die Reise erst nächstes Jahr antreten kann?

104.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 12:31 | Permanent-Link

Dieter Heinzmann, Reisebüro Baur (Bietigheim-Bissingen) fragt per Mail:

Hallo Herr Vogel,

die Veranstalter stornieren gerade kostenlos eine Reise nach der anderen, schön für unsere Kunden.

1) Müssen wir die bereits erhalten Provision (z.B. Tui) wieder rückzahlen ?

2) Erhalten wir, für jetzt stornierte Reisen bei denen wir noch keine Provisionsvorauszahlung erhalten haben, die Provision vom Veranstalter (z.Z. SLR)

3) Wie sieht die Regelung mit dem Entgelt das bei Baustein/Nur-Flug berechnet und erhalten haben .

Nach jetzigem Stand , würde das bedeuten, dass Reisebüros auf den Großteil der Provisionen /Einnahmenn rückwirkend für die letzten Monate verzichten/rückzahlen müssten, was das für Folgen hätte, brauche ich nicht ausmahlen.

103.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 12:30 | Permanent-Link

Gregor Laser
Erstellt Heute 10:06 | Permanent-Link
Kann man bei Stornoanfragen von ausländischen Kunden sich auf die Reisewarnung des (deutschen) Auswärtigen Amts berufen? Wir als Reiseveranstalter haben unseren Betriebssitz in Deutschland.

Es kommt auf den Abflugort und die Destination an.

102.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 12:28 | Permanent-Link

Tom Wendt
Erstellt Heute 09:53 | Permanent-Link
Sehr geehrter Herr Prof.Vogel,

Besten Dank für Ihre Unterstützung!
Wir als Kuba-Veranstalter haben aktuell 2 Fragen.
Wir haben unsere Kunden auf Kuba umgebucht und die Nähe des nächsten Flughafens für die Rückholaktion bringen lassen, da die ursprünglichen Hotels sukzessive geschlossen werden. Eine Darstellung der Reisen war somit nicht mehr möglich.
Die Kunden warten nun in verschiedenen Unterkünften auf Ihre Rückholung.

1.Können die Kunden Rückzahlung fordern für vor Ort aufgrund der Rückholaktion nicht erfolgte Leistungen?

2.Wie sieht dies mit Transferdiensten zum Flughafen aus? Da die Kunden nur individuell unter Ihrer eigenen Email von den Airlines benachrichtigt werden, wann ihr Rückflug geht, ist eine Organisation der Transferdienste zum Flughafen durch uns nur sehr eingeschränkt bis überhaupt nicht darstellbar. Die Kunden müssen somit die Transfers zum Flughafen aus eigener Tasche zahlen.
Können diese die Kosten zurückfordern?

Besten Dank für Ihre Einschätzung!
Mit freundlichen Grüßen
Tom Wendt


zu 1.) Ja.
zu 2.) Als Abhilfe, wenn der Transfer inkludiert ist, ja.

101.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 12:26 | Permanent-Link

Gaby Müller vom Touristik Service Gaby Müller (Birkenfeld) fragt per Mail:

Darf sich eine Reederei für einen abgereisten Vorgang mit 5 Personen nachträglich die Provision zurückholen?

Frau Müller hat nun die Einzugsermächtigung der Reederei gesperrt. Ist das rechtens?

100.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 12:20 | Permanent-Link

Franziska Schwarzer von Fränzis Reiseladen (Frankenwinheim) schreibt per Mail:

Sehr geehrter Herr Professor Vogel,

ich habe für vier Personen Flüge von Nürnberg nach Trondheim inkl. Gepäck für den 03.04.2020 - 12.04.2020 mit der KLM gebucht.
Meine Frage: Kann ich diese Flüge kostenfrei stornieren? Diese Antwort versuche ich seid 15.03.2020 täglich irgendwie zu erfahren. Auf der KLM-Seite steht kostenloses Umbuchen, aber das möchte der Kunde nicht. Denn er weiss nicht ob er diese Reise jemals machen möchte. Meine Kunden hätten einfach gerne einen kostenlosen Storno mit Rückvergütung.

99.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 12:14 | Permanent-Link

Katja Bizer vom E-Bookers-Deutschlandteam fragt per Mail:

Guten Morgen,

die Rechtslage für Pauschalreisen ist in einigen Medien schon recht gut dargelegt.

Wenig zu finden sind Informationen bzgl nichtverbundenen Reiseleistungen, sprich der Kunde hat sich selber einen Flug und eine Unterkunft z.B. über AirBnB gebucht. Liegt es hier im Kulanzbereich von AirBnB oder anderen Ferienwohnungenanbietern?

Und bei seitens der Airline stornierten Flügen, die keine Flex-/Umbuchungs Komponente beinhalten? Ist der Kunde hier auf die Kulanz der Airlines angewiesen, ob Umbuchung oder Erstattung angeboten wird?

Mit freundlichen Grüßen,

Katja Bizer

98.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 12:12 | Permanent-Link

Oksana Nawrocky fragt per Mail:

Sehr geehrter Herr Professor Vogel,

ich bin eine Reiseleiterin, die freiberuflich für mehrere deutsche Reiseveranstalter tätig ist. Mein Honorar sichert mir meine bescheidene Lebensgrundlage sowie die meiner ganze Familie in der Ukraine (...).

Meine Frage: Wird der Deutsche Staat eventuell endlich unter diesen Umständen auch den Freiberuflern unter die Arme greifen? Nicht nur große Firmen retten wollen, sondern auch an kleine Menschen denken, die keine feste Anstellung bekommen konnten (...)?
Ich danke Ihnen für ihre Zeit.
Mit freundlichen Grüßen,
Oksana Nawrocky
Reiseleiterin

97.
Elisabeth Stasch
Erstellt 23. März 2020 12:08 | Permanent-Link

Auch wir sind ein kleiner Veranstalter, der maßgeschneiderte Gruppenreisen anbietet. Ein Gruppe hatte für Mitte Mai eine Rom-Reise gebucht. Unser langjähriger Italien-DMC hat sehr solidarisch zugesagt, die Leistungen kostenfrei zu stornieren, Eurowings ist nicht bereit, die Flüge kostenfrei zu stornieren (Tickets sind noch nicht ausgestellt) und bietet die Umbuchung an. Das ist bei einer Gruppe generell sehr schwierig, weil nicht alle Gäste einen neuen Termin akzeptieren können oder wollen. Diese Rom-Gruppe hat deutlich formuliert, dass sie eine Umbuchung nicht akzeptieren werden. Ist Eurowings dann verpflichtet, einer Absage kostenfrei zuzustimmen. Zur Vollständigkeit sei gesagt, wir verstehen auch die existentielle Notlage der Airline. Aber eine Finanzierung durch die gebeutelten, teilweise auch kleinen Reiseveranstalter, die ebenfalls ums Überleben kämpfen, kann und darf hier nicht die Lösung sein.

96.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 12:02 | Permanent-Link

Hubert Hilgers fragt per Mail:

Was ist, wenn z.B. Lufthansa den Flug an Eurowings über Codesharing vergibt und der Flug nicht stattfindet? Deshalb ist doch der eigentliche Transporteur Eurowings raus aus dem Rennen, oder?

Der Rückflug aus den USA soll dann von United gemacht werden. Von wem bekomme ich den Ticket Preis zurück? Oder an wen muss ich mich wenden?

95.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 11:53 | Permanent-Link

Izabela Bender, Fischelner Reisebüro (Krefeld) fragt per Mail:

Guten Tag,

im dem Artikel in der Welt (sieh Link unten) bezüglich der neuen Storno Regeln „Gutschein statt Geld“ argumentiert Frau Marion Jungbluth von der Verbraucherzentrale , dass die Liquidität der Unternehmen über Verbraucherschutz gestellt werden muss, weil die Kunden jetzt auf Grund der Krise und KUG das Geld brauchen können. Nur erstens haben die Kunden das Geld eh schon faktisch ausgegeben , da das Geld für Urlaub geplant war, und zweitens wenn alle Kunden, die die Reisen für 2020 gebucht hatten, bis 15. März zurück gekommen wären aus dem Urlaub, wäre das Geld auch weg.
Die Reiseveranstalter haben sich den Virus nicht ausgedacht, das ist höhere Gewalt und somit können die Reiseveranstalter (und auch Reisebüros) nicht die einzigen sein die dafür gerade stehen müssen. Ähnlich wie bei Flugverspätung, die auf Grund höheren Gewalt zustande gekommen ist, steht dem Kunden keine Entschädigung zu.

Meine Frage: Gibt es im Gesetz irgendeinen Artikel, den man dafür anwenden kann, um die Argumentation der Verbraucherschützer zu wiederlegen?

https://amp.welt.de/wirtschaft/article206654697/Coronavirus-Tourismusbranche-fordert-neue-Storno-Regeln.html?xing_share=news

94.
Georg Kern
Erstellt 23. März 2020 11:46 | Permanent-Link

Karin Günther, Reisebüro Günther (Stadthagen) fragt per Mail:

Frage an Prof. Dr. Hans-Josef Vogel:

Die Reiseveranstalter buchen bei Agenturinkasso weiter von
meinem Konto ab für fällige Buchungen.

Reisen sind abgesagt bis zum 23.04. Das bedeutet nächste
Woche ist die Fälligkeit für die Reisen ab 24.04., 25.04. usw

Ein Schelm wer denkt, dieser Termin wäre „zufällig“ gewählt.

Kein Kunde bezahlt mehr bei uns im Büro. Wir können nicht
für die Liquidität des VA sorgen. Da Kunden mit Insolvenzen
rechnen, ist es verständlich, dass sie nicht zahlen. Und man
brauch auch nicht mit Vertragsrecht in so einer Situation zu argumentieren.

Was raten Sie? Sepa Mandat kündigen? Bekommen wir dann noch die
Erstattungen für die Reisen, die die Kunden bis jetzt bei uns nicht gezahlt haben?

93.
Bessler
Erstellt 23. März 2020 11:23 | Permanent-Link

Sehr geehrter Herr Prof.Vogel,
herzlichen Dank für die bereits sehr hilfreichen Kommentare von Ihnen.
Nach aktueller Lage hat EK seit 23.03.20 / eigentlich bereits 22.03.20 alle Flüge nach Deutschland eingestellt. Die Flugbuchungen sind jedoch von CMB nach DXB noch als HK und nur der Anschlussflug als UN dargestellt, ohne Alternative. Wir waren bisher der Meinung, dass eine Airline Beförderungspflicht hat? EK verweigert sämtliche Refunds. Wir müssen extra Tickets ausstellen, bei denen wir auch nicht wissen, ob dann diese Airline morgen auch den Betrieb einstellt, d.h. eventuell mehrere oneway Tickets pro Kunde ohne Refund.
Dann der Gipfel der Frechheit, dass EK der Bundesregierung Ihre Dienste für die Rückholaktionen anbietet. Im Klartext heißt dass, EK kassiert nicht nur 1x für die Flüge (von uns), die sie ab heute nicht mehr durchführt, sondern auch für die gleichen Strecken/Flüge von der Bundesregierung und somit in Nachfolge auch wieder von uns als Veranstalter. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man lachen.

92.
Oliver Sulzmann
Erstellt 23. März 2020 11:07 | Permanent-Link

Sehr geehrter Herr Prof. Vogel,

folgende Frage tauchte heute auf. Können bei einer Veranstaltung, die nun komplett abgesagt wurde unterschiedliche Stornoregelungen geltend gemacht werden. Z.B. kostenfreie Stornierung der Gäste, die von der Komplettabsage betroffen sind und kostenpflichtige Stornierung für einzelne Gäste, die vor der Komplettabsage von sich aus storniert haben. Oder haben sich diese Stornokosten durch die Absage der Veranstaltung dann auch erledigt? Danke für Ihre Hilfe.

91.
Natalie Szydlik
Erstellt 23. März 2020 11:00 | Permanent-Link

Bereits zu Beginn vielen Dank für die Beantwortung aller Fragen!

Wir würden gerne wissen, welche Rechtsfolgen drohen, wenn wir anstatt der Rückzahlung der Reisepreise für stornierte Buchungen einen Gutschein festlegen.

90.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 10:49 | Permanent-Link

Ellen Spielberger
Erstellt Heute 07:38 | Permanent-Link
Sehr geehrter Herr Prof. Vogel,

eine weitere Frage, die sich uns als VA stellt:
Wie sieht unsere Chance bzw. Rechtslage aus, wenn
a) Kd bucht über Rb eine Reise bei uns als VA, Anzahlung geht vom Kd über Rb an VA. Zwischen Anzahlung und Restzahlung wird Rb zahlungsunfähig. Was passiert mit einem solchen Projekt mit den Ansprüchen des Kd an die Reise und unseren als VA? Könnte eine Restzahlung dann direkt von Kd an VA erfolgen?

b) Kd bucht über Rb eine Reise bei uns als VA, Anzahlung geht vom Kd über Rb an VA. Restzahlung geht von Kd an Rb und wird Rb zahlungsunfähig, bevor es die Restzahlung an VA leistet. Was passiert mit einem solchen Projekt mit den Ansprüchen des Kd an die Reise und unseren als VA an die Restzahlung?

Danke für Ihre Einschätzung, um unsere bisherige Handhabe besser auf den Prüfstand stellen zu können.

Herzliche Grüße, Ellen Spielberger


Zahlungen an das Reisebüro gelten auch als an den Veranstalter geleistet, es sei denn der Veranstalter hat die Annahme von Zahlungen durch den Vermittler in hervorgehobener Form gegenüber dem Reisenden ausgeschlossen. Wenn also ohne solchen Hinweis an den Kunden Geld des Kunden an den Vermittler geht, gilt das Veranstalter gegenüber als Zahlung, gleich, ob das Geld ankommt oder nicht...das gilt dann auch bei Rückzahlung. Ausnahme: wenn der Kunde bei Direktinkasso ausdrücklich wünscht, Geld an den Mittler auszahlen zu lassen, trägt er (der Kunde) das Risiko.

89.
Gregor Laser
Erstellt 23. März 2020 10:06 | Permanent-Link

Kann man bei Stornoanfragen von ausländischen Kunden sich auf die Reisewarnung des (deutschen) Auswärtigen Amts berufen? Wir als Reiseveranstalter haben unseren Betriebssitz in Deutschland.

88.
Tom Wendt
Erstellt 23. März 2020 09:53 | Permanent-Link

Sehr geehrter Herr Prof.Vogel,

Besten Dank für Ihre Unterstützung!
Wir als Kuba-Veranstalter haben aktuell 2 Fragen.
Wir haben unsere Kunden auf Kuba umgebucht und die Nähe des nächsten Flughafens für die Rückholaktion bringen lassen, da die ursprünglichen Hotels sukzessive geschlossen werden. Eine Darstellung der Reisen war somit nicht mehr möglich.
Die Kunden warten nun in verschiedenen Unterkünften auf Ihre Rückholung.

1.Können die Kunden Rückzahlung fordern für vor Ort aufgrund der Rückholaktion nicht erfolgte Leistungen?

2.Wie sieht dies mit Transferdiensten zum Flughafen aus? Da die Kunden nur individuell unter Ihrer eigenen Email von den Airlines benachrichtigt werden, wann ihr Rückflug geht, ist eine Organisation der Transferdienste zum Flughafen durch uns nur sehr eingeschränkt bis überhaupt nicht darstellbar. Die Kunden müssen somit die Transfers zum Flughafen aus eigener Tasche zahlen.
Können diese die Kosten zurückfordern?

Besten Dank für Ihre Einschätzung!
Mit freundlichen Grüßen
Tom Wendt

87.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 08:57 | Permanent-Link

Ellen Spielberger
Erstellt Heute 07:38 | Permanent-Link
Sehr geehrter Herr Prof. Vogel,

eine weitere Frage, die sich uns als VA stellt:
Wie sieht unsere Chance bzw. Rechtslage aus, wenn
a) Kd bucht über Rb eine Reise bei uns als VA, Anzahlung geht vom Kd über Rb an VA. Zwischen Anzahlung und Restzahlung wird Rb zahlungsunfähig. Was passiert mit einem solchen Projekt mit den Ansprüchen des Kd an die Reise und unseren als VA? Könnte eine Restzahlung dann direkt von Kd an VA erfolgen?

b) Kd bucht über Rb eine Reise bei uns als VA, Anzahlung geht vom Kd über Rb an VA. Restzahlung geht von Kd an Rb und wird Rb zahlungsunfähig, bevor es die Restzahlung an VA leistet. Was passiert mit einem solchen Projekt mit den Ansprüchen des Kd an die Reise und unseren als VA an die Restzahlung?

Danke für Ihre Einschätzung, um unsere bisherige Handhabe besser auf den Prüfstand stellen zu können.

Herzliche Grüße, Ellen Spielberger

Es ist recht einfach: wenn ein Vermittler in die Zahlungskette eingeschaltet ist, trägt der Veranstalter das Insolvenzrisiko, soweit er nicht die Annahme von Zahlungen durch den Vermittler ausgeschlossen hat. Bei Rückzahlungen gilt gleiches; hier kann man aber argumentieren, dass der Kunde nicht erneut Zahlung verlangen kann, wenn der Kunde ausdrücklich die Zahlung an das Reisebüro bestimmt. Sicherer ist immer Direktinkasso und direkte Rückzahlung.

86.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 23. März 2020 08:53 | Permanent-Link

llen Spielberger
Erstellt Heute 07:26 | Permanent-Link
Guten Morgen Herr Prof. Vogel,

zunächst herzlichen Dank an Sie für die Möglichkeit, Antworten auf rechtliche Fragen zu erhalten!

Muss für eine Reise die im April 2020 hätte stattfinden sollen, entsprechend schon vom Kd an VA gezahlt wurde und die zum gleichen Preis auf April 2021 verschoben werden konnte, ein neuer Reisepreis Sicherungsschein (RPS) ausgegeben werden, wenn aufgrund des gleichen Reisepreises eigentlich keine neue Rechnung für das verschobene Projekt gestellt werden muss? Der RPS für die ursprünglich im Mai 2019 gebuchte Reise sieht eine Gültigkeit für Pauschalreisen vor, die bis zum 01.01.2020 gebucht wurden. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass wir mit der Umbuchung einen neuen RPS ausgeben müssten, dessen Gültigkeit bis 01.01.2021 ausgewiesen ist - und wäre das dann überhaupt rechtlich korrekt, wenn keine neue Rechnung für das verschobene Projekt ausgestellt wird? Muss ggf. eine Rechnung über EURO 0 für die Bestätigung ausgestellt werden, denn es ist ja auch kein Geldfluss mehr für das Projekt?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung, dass wir alles korrekt abwickeln können.

Herzliche Grüße, Ellen Spielberger


Die Reise muss insolvenzgesichert sein. Ebenso wie bei langfristigen Buchungen muss der neue Schein dann diese Reise "erneut" bestätigen.

85.
Ellen Spielberger
Erstellt 23. März 2020 07:38 | Permanent-Link

Sehr geehrter Herr Prof. Vogel,

eine weitere Frage, die sich uns als VA stellt:
Wie sieht unsere Chance bzw. Rechtslage aus, wenn
a) Kd bucht über Rb eine Reise bei uns als VA, Anzahlung geht vom Kd über Rb an VA. Zwischen Anzahlung und Restzahlung wird Rb zahlungsunfähig. Was passiert mit einem solchen Projekt mit den Ansprüchen des Kd an die Reise und unseren als VA? Könnte eine Restzahlung dann direkt von Kd an VA erfolgen?

b) Kd bucht über Rb eine Reise bei uns als VA, Anzahlung geht vom Kd über Rb an VA. Restzahlung geht von Kd an Rb und wird Rb zahlungsunfähig, bevor es die Restzahlung an VA leistet. Was passiert mit einem solchen Projekt mit den Ansprüchen des Kd an die Reise und unseren als VA an die Restzahlung?

Danke für Ihre Einschätzung, um unsere bisherige Handhabe besser auf den Prüfstand stellen zu können.

Herzliche Grüße, Ellen Spielberger

84.
Ellen Spielberger
Erstellt 23. März 2020 07:26 | Permanent-Link

Guten Morgen Herr Prof. Vogel,

zunächst herzlichen Dank an Sie für die Möglichkeit, Antworten auf rechtliche Fragen zu erhalten!

Muss für eine Reise die im April 2020 hätte stattfinden sollen, entsprechend schon vom Kd an VA gezahlt wurde und die zum gleichen Preis auf April 2021 verschoben werden konnte, ein neuer Reisepreis Sicherungsschein (RPS) ausgegeben werden, wenn aufgrund des gleichen Reisepreises eigentlich keine neue Rechnung für das verschobene Projekt gestellt werden muss? Der RPS für die ursprünglich im Mai 2019 gebuchte Reise sieht eine Gültigkeit für Pauschalreisen vor, die bis zum 01.01.2020 gebucht wurden. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass wir mit der Umbuchung einen neuen RPS ausgeben müssten, dessen Gültigkeit bis 01.01.2021 ausgewiesen ist - und wäre das dann überhaupt rechtlich korrekt, wenn keine neue Rechnung für das verschobene Projekt ausgestellt wird? Muss ggf. eine Rechnung über EURO 0 für die Bestätigung ausgestellt werden, denn es ist ja auch kein Geldfluss mehr für das Projekt?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung, dass wir alles korrekt abwickeln können.

Herzliche Grüße, Ellen Spielberger

83.
Michaela Jaudszims
Erstellt 22. März 2020 19:04 | Permanent-Link

Sehr geehrter Herr Prof. Vogel, gibt es eine rechtliche Möglichkeit die Provisionszahlungen auch für stornierte Buchungen zu bekommen und dass bereits bezahlte Provisionen für stornierte Buchungen nicht zurück bezahlt werden müssen?

82.
Savas Caliskan
Erstellt 22. März 2020 14:36 | Permanent-Link

Sehr geehrter Herr Prof. Vogel,
ich möchte mich für die Zeit und Informationen die Sie jeden von uns widmen und geben ganz herzlich bedanken.
Auch einen herzlichen Dank an die fvw für diese Möglichkeit an diesen schwierigen Tagen
Beste Grüße
Savas Caliskan / FIRST Reisebüro

81.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 14:17 | Permanent-Link

...und noch ein allgemeiner Zwischenkommentar von mir: die Touristik, wie wir sie kennen, wird das Desaster nur überleben, wenn alle zusammenhalten und solidarisch sind. Reisebüros halten viel Call Center Aufwand von den Veranstaltern ab, sie müssen leben können. Und Reisebüros ohne Veranstalter macht wenig Sinn. Airlines kann man am Leben halten, aber wenn die technische Infrastruktur wegbricht, kann man sie nicht buchen. In Krisen ist es erforderlich, zusammen zu stehen. Und das heisst: nicht nur an sich denken, sondern den kleinen Kuchen unter allen aufteilen. Solidarität nicht nur vom Kunden einfordern, sondern gegenüber allen zeigen. Ich weiß, wahrscheinlich ein frommer Wunsch, aber hoffen möchte ich noch können!

80.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:54 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:56 | Permanent-Link
Das Reisebüro Mauz (Sigmaringen) schreibt per Mail:

Guten Tag,

TUI hat am Monatsanfang mit der Aktion "TUI gibt Sicherheit"
für Neubuchungen geworben (Darin bot TUI kostenlose Stornomöglichkeiten wegen des Corona-Virus).
Daraufhin haben sich Kunden tatsächlich am 6.3. für die Festbuchung
einer Reise entschieden, für die wir am 28.2. eine Option angelegt hatten.

Die Kunden haben sich bereits am 16.3. für die kostenfreie Stornierung
entschieden, da die Lage ja seither sehr hochgekocht ist.

TUI behauptet nun, dass nicht das Datum der Festbuchung gilt (6.3.),
sondern das Datum an dem die Option angelegt wurde (28.2.), da
die Regelung erst für Neubuchungen ab dem 29.2. gilt!
Somit besteht TUI aktuell auf die Stornogebühren lt. AGB...

Nun meine Frage:
was gilt als Buchungsdatum?
Der 28.2. (hier haben wir die Option für die Kunden angelegt)
oder
der 6.3. (Tag der tatsächlichen Festbuchung, an dem auch die Kunden
zugesagt haben).

Vielen Dank und freundliche Grüße!


Ich meine, es kommt auf die Festbuchung an. Die Option wäre ja einfach verfallen, ohne dass ein Vertrag zustande gekommen wäre.

79.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:52 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:51 | Permanent-Link
Bernd Hammermayer von First Business Travel Frundsberg Reisen (Mindelheim) schreibt per Mail:

Hallo,

Air Europe und KLM/Air France waren am Freitag die ersten Airlines, die ihre Refundfunktion in Amadeus gekappt haben. Das bedeutet, dass trotz UN in der Buchung (Flug gestrichen seitens der Airline) das Ticket nicht erstattet werden kann und der Kunden bzw. das Reisebüro keine Rückzahlung des Flugpreises erhält. Für mich bedeutet das einen klaren Verstoss gegen geltendes Recht und kann nicht hingenommen werden.

Kann der Reiserechtler meine Auffassung teilen und wie können wir uns im Namen unserer Kunden rechtlich dagegen wehren ?

Wie sieht der Reiserechtler das Problem bei Zielgebieten, die deutschen Staatsbürgern die Einreise verweigern? Beispiel Flüge nach Südafrika, wo ein deutscher Passagier bereits beim Check-in zurückgewiesen wird. Ist hier eine Stornierung eines nicht erstattbaren Tickets möglich entgegen der Aussagen der Airlines?

SAA streicht z.B. seine Flüge in Amadeus nicht, obwohl diese nicht mehr buchbar und vermutlich gestrichen sind. Dadurch läuft kein „UN“ auf und dadurch ist wohl die rechtliche Grundlage eines Refunds nicht gegeben ?

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Hammermayer

Alles richtig. Ich weiss indes nicht. wie man derzeit erfolgreich Ansprüche durchsetzen will.

78.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:50 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:47 | Permanent-Link
Stefanie Deiters von urlaubsoase.net (Aichach) fragt:

Sollte ich vorrübergehend die SEPA-Mandate zurück ziehen?

Da muss man in den Vertrag schauen. Und zwischen Pest und Cholera entscheiden. Aber: s.o., Moratorium wird kommen.

77.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:49 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:42 | Permanent-Link
Stefan Knauf von Yachtpoolflights (Goldbach) schreibt per Mail:

Sehr geehrter Herr Professor Vogel,
ist die Praxis der Airlines (wie z.B. Lufthansa) mit den EU Fluggastrechten vereinbar, dass eine Rückerstattung verweigert wird wenn der Fluggast storniert.

Beispiel: Kunde möchte in die USA , darf aber nicht wegen Einreiseverbot für Deutsche. Die Fluggesellschaft fliegt aber. Die Fluggesellschaft bietet nur eine kostenlose Umbuchung an verweigert jedoch die Erstattung des Tickets.

Besten Dank für eine Rückantwort.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Knauf

Die Kommission hat eine Giudance veröffentlicht, mit der Verbraucherrechte abgeschwächt werden. Grundsatz: Flugpreis zurück, aber es kristallisiert sich heraus, das man auch Gutscheine akzeptieren wird...

76.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:47 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:33 | Permanent-Link
Siegrid Grammerstorf von SeaTravel HAM Kreuzfahrten (Hamburg) schreibt per Mail:

Sehr geehrter Herr Professor Vogel,

wir als mittelständischer Reiseveranstalter für Kreuzfahrten sind von der Krise ebenfalls sehr betroffen.

Die dringendsten Fragen, die sich im Moment für uns stellen:

Sind für den Reisevertrieb die Provisionen verdient, wenn der Kunde die Reise angetreten und der Leistungsträger mit der Durchführung begonnen hat, die Reise also mit Hinweis auf den vorzeitigen Rücktransport (z.B. aufgrund behördlicher Auflagen) abbricht?

Sind Gutscheine auf eine künftige Reise als Ersatz für die Rückzahlung des Reisepreises der ausgefallenen oder abgebrochenen Reise zulässig und wie wäre der Kunde, welcher den Gutschein akzeptiert, gegen die mögliche, in der Zukunft und vor Beginn der mit dem Gutschein bezahlten Reise eintretende Insolvenz des den Gutschein ausstellenden Reiseveranstalters abgesichert?

Wenn uns oder auch einem Reisebüro die Aufrechterhaltung des normalen Geschäftsbetriebes (z.B. wegen Verbot des Zuganges für Kunden zum Ladenlokal) aufgrund behördlicher Auflagen nicht mehr möglich ist, können wir oder das Reisebüro dann unter Berufung auf §§ 1104, 1105 ABGB die Miete gegenüber dem Vermieter unter Vorbehalt der späteren Rückforderung zahlen?

Über eine Beantwortung der Fragen im Rahmen des Chats würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Siegrid Grammerstorf

Die Provision ist verdient mit der Ausführung des Hauptvertrages, also Reisebeginn.
Gutscheine sind derzeit nur freiwillig möglich.
Die Miete kann, je nach Inhalt des derzeit in Berlin im Entwurf befindlichen Gesetzes, gestundet werden. Mehr werden wir am Mittwoch (Beschlussfassung im BT) wissen.

75.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:44 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:21 | Permanent-Link
Savas Caliskan vom First Reisebüro Frankfurt schreibt per Mail:

Guten Tag liebe Redaktion und vielen Dank für diese Möglichkeit auf einige für uns wichtige Fragen vom Experten eine Antwort zu erhalten.

Hier meine Fragen an Professor Vogel:

1) Wir mussten ab 18.03.2020 unser Reisebüro im Einkaufscenter bis auf Weiteres schließen, haben wir ein Anrecht auf Mietminderung gegenüber dem Vermieter oder sind wir seiner freiwilligen Entscheidung überlassen?

2) Die Veranstalter stornieren für bestimmte Abreisetermine kostenlos die Reisen unserer Kunden und zahlen uns bei diesen Buchungen für erbrachte Arbeit keine Provision und falls die Provision bereits ausbezahlt wurde wird es uns wieder Rückbelastet, ist das Rechtens, müssen wir das so hinnehmen?

Vielen herzlichen Dank vorab.


Mit freundlichen Grüßen

Sobald das Gesetz in Kraft getreten ist, dass ein Moratorium vorsieht, muss man mit dem Vermietet reden. Z
Mietaussetzungen werden möglich sein (und der Vermieter kann auch mit seiner Bank reden, da auch da Stundungen gesetzlich vorgesehen sind)...
Gleiches gilt dann auch für Provisionsrückforderungen. Nach HGB sind diese möglich, wären aber auch von einem Moratorium betroffen...

74.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:42 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:19 | Permanent-Link
Andrea Fröbel von ADAC Berlin-Brandenburg schreibt per Mail:

Hier einigen Fragen,die es von unseren Reiseexperten gegeben hat:

Wie reagieren, wenn in den ARB das Thema „höhere Gewalt“ bei einem Veranstalter nicht geregelt ist z.B. Miller Reisen https://www.miller-reisen.de/arb/ Hier ist nur in Punkt 3.4. geregelt, dass der Kunde zurücktreten kann, wenn Leistungen in der wesentlichen Eigenschaft geändert werden, dass der Kunde vom Vertrag zurücktreten kann. Zieht dann dieser Paragraph? Und gilt hier auch ein Einreiseverbot in das Land?

Können die Veranstalter kostenpflichtig stornieren aus rechtlicher Sicht auch wenn in den AGB was anderes steht?

Wie verhält es sich bei den Veranstaltern mit der Unterscheidung von normalen Pauschalreisen (kostenfreier Storno) und X-Buchungen (nicht kostenfrei oder keine Angaben oder ggfs. keine Umbuchungsmöglichkeit). Ist das rechtens?

Mich erinnert die Situation an die TOC Insolvenz: Frage – wenn die Kunden Mitte April reisen, wird jetzt die Restzahlung fällig. Oft per Lastschrift – sollten sich die Kunden das Geld zurückbuchen lassen, denn derzeit ist offen, ob der Kunde wirklich reisen kann. Ist bezahlt und der Reiseveranstalter kündigt den Vertrag und das ggfs. nur kostenpflichtig, ist das Geld zum Großteil weg. Wie ist hier die Empfehlung (und ja mir ist klar, dass die Veranstalter das Geld benötigen, um liquide zu bleiben)

Was soll ein Reisebüro dem Kunden empfehlen, wie er sich Verhalten soll, wenn er ein Schreiben vom Veranstalter bekommt, dass die Reise am 3.4. kostenpflichtig durch den Reiseveranstalter gekündigt wird? Widerspruch einlegen?

Vielen Dank und herzliche Grüße

Zunächst: die gesetzliche Regel bleibt, ob in AGB enhalten oder nicht. §651h regelt Stonrierungen auch wegen unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände. Einreiseverbot ist immer so ein Umstand, der eine kostenfreie Stornierung erlaubt.
Auch der Veranstalter kann dann stornieren, aber nicht mit Kosten. Man kann überlegen, ob es eine so besondere Situation gibt, dass die normalen Regeln nicht gelten...darauf berufen sich Veranstalter.

Diese Stornierung ist immer gleich: kostenfrei, ob DynaPack oder konventionell produziert.

Zu den Lastschriften...was soll ich da sagen...

Und ja, Widerspruch einlegen...

73.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:36 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:14 | Permanent-Link
Ursula Blesius vom Reisebüro Blesius (Bad Kreuznach) schreibt per Mail:

Ein Veranstalter bietet Kunden eine Umbuchung oder Gutschrift an – aber bei finalem Stornowunsch einen Kulanz-Storno, d.h. Storno zu Sonderkonditionen. Kunde kommt also bei Storno nicht kostenfrei aus der Buchung. Das ist meiner Meinung nach nicht rechtens laut § 651 h BGB.
Was sagen Sie? Veranstalterrettung kann nicht die Sache der Kunden sein und auch nicht meine!

Ich weiß, ich verliere meine Provision bei Storno, aber meine Kunden sind mir wichtig – und wenn das Leben und die Touristik wieder normal laufen, kommen vertrauensvolle Kunden auch wieder zurück.

Besten Dank für Ihre Ansicht und Information

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Blesius

Lassen wir die Sache mal realistisch betrachten: Manchen Veranstalter werden es irgendwie schaffen, die Kundengelder zurück zu zahlen. Manche nicht. In beiden Fällen erhält das Reisebüro in der Regel keine Provision. Das heisst, eine ganze Reihe von Reisebüros wird es nicht schaffen. Da hilft dann auch kein Kredit. Wer dann übrig bleibt, wird man sehen. Denken Sie auch mal dran: Google etc. machen immer nioch Geschäfte. Da kann man sich dann breit machen, wenn der Markt erst einmal bereinigt ist. Ja, Rettung ist nicht Aufgabe der Büros und er Kunden. Aber eine gesetzliche Regelung, die in einen Knall führt, weil das System gerade kollabiert (und nicht, weil manche Veranstalter schlecht gearbeitet haben) muss man anpassen!

72.
Savas Caliskan
Erstellt 22. März 2020 13:21 | Permanent-Link

Die Veranstalter stornieren für bestimmte Abreisetermine kostenlos die Reisen unserer Kunden und zahlen uns bei diesen Buchungen für erbrachte Arbeit keine Provision und falls die Provision bereits ausbezahlt wurde wird es uns wieder Rückbelastet, müssen wir das so hinnehmen?

71.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:19 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:10 | Permanent-Link
Franz Müller vom Reisebüro Müller (Bad Waldsee) fragt per Mail:

1. Besteht die Möglichkeit der kostenlosen Stornierung wenn nur
Ausgehverbot herrscht ?

2. Muss ich den Flug auch antreten (z.B. Linienflug), wenn mein
Hotel im Zielgebiet von seiten des Reiseveranstalters storniert wurde (Problem Bausteinbuchung)?

Kostenfrei stornieren kann der Kunde, wenn am Bestimmungsort der Reise oder in unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände vorliegen, die die Durchführung der Reise erheblich beinträchtigen (für den Veranstalter: verhindern). Ausgangssperre reicht.

Bei Indivdualverträgen: wenn die Leistung nicht erbracht werden kann, muss nicht gezahlt werden.
Wenn es eine gesonderte Buchung ist, dann ist Flug und Hotel unabhängig...

70.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:08 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:07 | Permanent-Link
Viktor Disch Reisebüro West Wind Tours (Freiburg) fragt per Mail:

Wir haben einen ähnlichen Fall wie andere Kollegen.
Die Delta Airlines verweigert die Erstattung bei Stornierung eines Fluges von Stuttgart nach Atlanta am 23. März! Dieser Flug wird definitiv nicht stattfinden. Es wird nur eine Umbuchung angeboten, was aber für die Kunden aus privaten Gründen nicht möglich ist. Delta hat alle Flüge im System weiterhin bestätigt. Eine Erstattung gäbe es laut Consolidator nur, wenn die Fluggesellschaft die Flüge selbst stornieren würde.
Meiner Meinung nach wird seitens Delta die gebuchte Leistung nicht erbracht und das Geld muss somit erstattet werden.

Freundliche Grüße
Viktor Disch

Theoretisch: ja. Praktisch: viel Spaß.

69.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:07 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 23:02 | Permanent-Link
Oliver Sulmann von Behringer Touristik (Gießen) schriebt per Mail:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Vogel,

folgende Fragen stellen sich aus meinem gegenwärtigen Arbeitsalltag (die beiden dringendsten Fragen von vielen...):

1. Wir haben verschiedene Hotelpartner in Deutschland, die trotz des Verbotes, Gäste zu touristischen Aufenthalten zu beherbergen, Stornokosten berechnen wollen. Es trifft auch tatsächlich immer aktuelle Aufenthaltsdaten und nicht etwas Termine, die möglicherweise nicht mehr die Anordnung der Regierung treffen.

Gibt es für Hotels überhaupt die Möglichkeit in dieser Situation Stornokosten zu berechnen?


2. Verschiedene Partner aus dem Kulturbereich (u.a. Musical - Stage Entertainment) bieten keine Rückzahlung, sondern nur Gutscheine an. Wir haben aber teilweise Kunden, die dies nicht akzeptieren können. Sei es aus Programmgründen (im Herbst läuft das gleiche Musical nicht mehr), aus Finanzgründen oder weil sie die Gäste in gleicher Zahl aus Termingründen nicht wieder zu einem Ersatztermin zusammenbekommen.

Können wir auf eine Auszahlung bestehen?

Vielen Dank schon vorab für Ihre Hilfe bei der Klärung dieser Fragen



Ja, man kann HEUTE auf einer Auszahlung bestehen...aber: irgendwann in den nächsten Tagen wird es ein gesetzliches Moratorium geben (Ausn: Pauschalreiseverträge, Arbeitsverträge...)...man wird dann sehen müssen, wie sich einzelne Marktteilnehmer darauf berufen. Im Grunde versucht die Politik gerade, Deutschland in ein künstliches Koma zu versetzen...

68.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:00 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 22:59 | Permanent-Link
Sibylle Schroer von Algarve Ferienhaus Weyer (Ratingen) schreibt per Mail:

Guten Tag Herr Professor Vogel,

für Ihr Angebot möchten wir uns bedanken.

Wir sind ein kleiner Reisevermittler. Wir bieten Unterkunft + Flüge + Mietwagen an. Werden die Flüge der kommenden Wochen von Lufthansa, Tuifly und Eurowings nach Portugal kostenlos storniert?

Vielen Dank und viele Grüße


Ich nehme an ja. Aber ehrlich: ich weiß es genauso wenig wie Sie...

67.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 13:00 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 22:59 | Permanent-Link
Sibylle Schroer von Algarve Ferienhaus Weyer (Ratingen) schreibt per Mail:

Guten Tag Herr Professor Vogel,

für Ihr Angebot möchten wir uns bedanken.

Wir sind ein kleiner Reisevermittler. Wir bieten Unterkunft + Flüge + Mietwagen an. Werden die Flüge der kommenden Wochen von Lufthansa, Tuifly und Eurowings nach Portugal kostenlos storniert?

Vielen Dank und viele Grüße


Ich nehme an ja. Aber ehrlich: ich weiß es genauso wenig wie Sie...

66.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:58 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 22:57 | Permanent-Link
Nicole Häußlein von der Aberle GmbH (Leingarten) fragt per Mail:

Guten Tag,

ich habe folgendes Fallbeispiel:
Es wurde ein Flug von Deutschland in ein Land A, ein Zwischenflug von Land A in Land B und ein Hotel in Land B separat gebucht (keine Pauschalreise) für Ende April. Der Hin- und Rück-Flug ab/nach Deutschland in Land A wird seitens Airline wegen der aktuellen Covid-19-Situation storniert, da in das Land A am Zielflughafen nicht eingereist werden darf. Die Flüge zwischen Land A und B wurden noch nich gecancelt. Im Zielland B, in dem sich das gebuchte Hotel befindet, liegt bis Mitte April kurz vor dem Aufenthalt auch eine Einreisesperre vor. Das Hotel wurde über einen Vermittler (z.B. Booking.com) gebucht. Hat der Reisende dann Anspruch auf kostenlose Stornierung der Zwischenflüge und des Hotels? Und warum? (wegen dem gecancelten Flug, wegen der weltweiten Reisewarnung, wegen der Einreisesperre für die nächsten 30 Tage mit Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung,..)

Dieser Fall ist ein Beispiel, um die Sachlage bei Individualreisen, Hotelstornos bei gecanceltem Flug und Buchung über ein Vermittlerportal zu klären.

D.h. angrenzende Fragen sind:
Welches Reiserecht gilt, wenn über einen Vermittler (z.B. Booking.com) gebucht wird? Landesrecht des Hotels oder deutsches Recht?
Hat der Reisende Anspruch auf kostenfreie Stornierung des Hotels, wenn er nicht anreisen kann bzw. derzeit eine weltweite Reisewarnung vorliegt?
Hat die derzeitige weltweite Reisewarnung ein vorläufiges Enddatum? Ist der Zeitpunkt Ende April schon in dieser Reisewarnung inbegriffen?
Gilt dieses Recht auf kostenfreie Stornierung nur, wenn das Zielland eine Einreisesperre vorliegt oder wenn die Zwischenstopp-Länder eine Einreisesperre haben und ich dadurch nicht in mein Zielland komme?

Vielen Dank und herzlich Grüße
Nicole Häußlein

Viele Fragen auf einmal...ein paar Vorbemerkungen:

In keinem der Fälle ist Pauschalreiserecht anwendbar.

Bucht man über ein Portal, das auf den deutschen Markt gerichtet ist oder richtet sich das Hotel (zB durch Sprache der Website) auf den deutsche Markt, dann gilt immer zwingendes deutsches Verbraucherschutzrecht.

Grundsatz: wenn eine Leistung nicht erbracht werden kann, muss ich sie nicht bezahlen. Ausnahme: das Risiko der Nichtleistung liegt bei einem Partner des Vertrages allein. Hier muss man nicht zahlen, wenn das Hotel den Gast nicht aufnehmen darf! Wenn der Gast das Hotel nur nicht erreicht, aber da bleiben könnte, dann muss er auch bezahlen.
Sind die Flüge als ein Ticket gebucht, sind sie insg. stornierbar, sind sie unabhängig gebucht, muss man jedes Segment betrachten.

65.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:49 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 22:54 | Permanent-Link
Petra Ibanidis von Attika Reisen (München) fragt per Mail:

Sehr geehrter Herr Prof. Vogel,
bezüglich Rückzahlungen der Anzahlungen bei Stornierung der Reise durch den Reiseveranstalter:

Es heißt, innerhalb von 14 Tagen muss die Anzahlung zurück erstattet werden. Ist diese Frist dehnbar, wenn ja wie lange und gesetzlich erlaubt?

Wann wird es eine Regelung geben, die eine Ausgabe von Reisegutscheinen (z.B. für Reisen im nächsten Jahr 2021) statt Rückzahlungen gesetzlich erlaubt bzw. regelt?

Es wird daran gedacht bzw. gearbeitet, was meinen Sie, wann eine konkrete Regelung erfolgen kann?

Kann man jetzt schon Reisegutscheine statt Rückzahlungen ausgeben?

Vielen Dank für die Fragemöglichkeit,
Wir hoffen, dass es für die Touristik schnelle positive Regelungen geben wird.
Mit freundlichen Grüßen
Petra Ibanidis


Selten, wenn Juristen sagen, etwas sei klar. Aber 14 Tage sind 14 Tage. Und: das ist die HÖCHSTFRIST. Auszuzahlen ist unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen...und ja, wir alle hoffen...

64.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:47 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 22:52 | Permanent-Link
Nils Jenssen, Geschäftsführer der Alltours Reisecenter, fragt per Mail:

Ist verbindlich festgestellt, dass Reisebüros im Rahmen der aktuellen Erlasse der Bundesländer zur Begrenzung der Ausbreitung des Corona-Virus als „alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels“ zu betrachten sind und damit für den Kundenverkehr zu schließen sind? So sieht es ja auch der DRV, aber einige unserer Vermieter ganz offensichtlich nicht.

Vielen Dank!


Das ist leider unklar und auch noch Ländersache. In Ba-Wü dürfen Reisebüros ausdrücklich offen bleiben, in NRW nicht.

63.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:45 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 22:50 | Permanent-Link
Annette Spiegel von Bailando Reisen (Augsburg) fragt per Mail:

Wie ist der Sachverhalt:
Ich biete im August eine Gruppenreise (Kreuzfahrt) an, ich bin der Veranstalter. Die Kunden buchen die Flüge direkt und selber dazu.

1) Die Reise wird von der Reederei kurzfristig abgesagt. Wer muss entstehende Stornokosten tragen für die Flüge?
2) Ich sage die Reise bereits jetzt ab. Wer muss entstehende Stornokosten für die Flüge tragen, falls diese anfallen?

Die Kunden sind internationale Teilnehmer, u.a. aus Australien/USA, sowie diversen europäischen Ländern.

Danke für Ihr Feedback

Für August kann und muss man abwarten. Der Flug ist unabhängig gebucht und damit auch Risiko der Teilnehmer.

62.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:40 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 22:43 | Permanent-Link
Christoph Berner von Berner Travel (München) fragt:

Als Kleinveranstalter verkaufen wir sehr hochpreisige Pauschalreisen. Unsere Kunden erwarten 100 % Erstattung des Reisepreises. Wie ist es rechtlich mit dem Paragraphen 651 BGB zu vereinbaren, dass Airlines wie Emirates, Lufthansa, Etihad, Qatar uvm. jetzt keine Refunds mehr anbieten, sondern nur noch Gutscheine? Wie sollen wir das unseren Kunden im Rahmen eines Pauschalreise-Vertrages plausibel erklären, das es keine monetäre Erstattung gibt? Die Airlines handeln hier gegen geltendes Reiserecht.

Ja, genau da ist das Problem. Evtl. kommen Sie bis Ende September, wegen der Änderungen der Insolvenzregeln und erhalten bis dahin
einen Kredit. Nur, den müssen Sie ja auch zurückzahlen. Und ob sie innerhalb eines erträglichen Zeitraums das Geld bei Airlines und Hotels durch eine Klage erhalten können (wenn die nicht pleite gemacht haben), dass weiss keiner...derzeit besteht leider eine Lücke zwischen dem, was der Reiseveranstalter schuldet und dem, was der Veranstalter von seinen Leistungsträgern erhält.

61.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:35 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 22:27 | Permanent-Link
Nicole Druschnewitz vom Reisebüro Hartmann (Dortmund) fragt per Mail:

Gibt es schon eine Regelung falls die EU Kommision/EuGH einer Gutscheinaktion des Reisepreises zustimmt, eine Absicherung für die Kunden – falls der Veranstalter nach Aushändigung in die Insolvenz geht?

Nein.

60.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:34 | Permanent-Link

Georg Kern
Erstellt Gestern 22:24 | Permanent-Link
Christine Frankerl vom Reisebüro Sunshine (Schwarzenfeld) fragt per Mail:

Sehr geehrter Herr Professor Vogel,

für eine Radgruppe von 11 Personen buchten wir im Herbst 2019 Nurflüge mit Eurowings über Alltours, ein Hotel auf Mallorca über die TUI und das Radpaket über Hürzeler Radsport. Die TUI sowie Hürzeler stornierten von ihrer Seite Hotel und Radpaket bereits vorletzte Woche kostenfrei.

Seit dieser Zeit versuche ich, eine Antwort von Alltours zu bekommen, ob auch die Flüge kostenfrei storniert werden, leider ohne Erfolg.

Auf verzweifelte, permanente Nachfragen per Mail seit dem 7. März (die Kunden wollten auch gerne Klarheit haben) von meiner Seite erhielt ich weiterhin keine Antwort. Telefonisch war kein Kontakt möglich.

Heute nun, am Abreisetag 21.3. (Abflug wäre um 10.45 h ab Nürnberg gewesen), erhalte ich eine Mail von Alltours. Darin steht: "Die Voraussetzung für eine Abweichung von unseren AGB ist für Ihre Buchung reiserechtlich nicht gegeben, eine Kulanz müssen wir leider ablehnen."

Es handelt sich um einen Reisepreis von € 3.200,-- für 11 Personen. Das System zeigt mir seit Tagen genau diesen Betrag als Stornokosten an, wenn ich über das System eine SA (Stornoanfrage) gemacht hatte.

Ich kann es einfach nicht glauben, dass Alltours diese Flüge nach Mallorca nicht kostenfrei storniert. Es besteht doch ein Reiseverbot, und alle Reisen inzwischen bis Ende April werden kostenfrei abgesagt – warum nicht diese Reise?

Auch bei Eurowings hatte ich vor einigen Tagen nachgefragt, sie sagten mir, diesen Flug nicht im System zu haben, und deswegen keine Aussage treffen zu können. Nach Meinung von Eurowings könne dieser Flug gar nicht stattfinden.

Welche rechtliche Handhabe haben wir? Die Kunden gehen davon aus, den kompletten Reisepreis erstattet zu bekommen, wegen der verbundenen Reiseleistung wurde von uns ein Sicherungsschein ausgestellt.


Danke schon für Ihre Information dazu!

Viele Grüße,

Christine Frankerl

Da Sie Ihre Pflichten nach § 651w BGB erfüllt haben, sehe ich keine Haftung. Sie haben den Flugpreis bezahlt- die Rückzahlung schuldet der carrier, also hier Alltours.

59.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:27 | Permanent-Link

Marco
Erstellt Gestern 10:59 | Permanent-Link
Namhafte Unternehmen für Expis (Meinpep.de oder Sunpromotions) weigern sich kostenfreie Stornierungen für individuelle Hotelbuchungen/Leistungen für Anfang April zu tätigen und den Betrag zu erstatten! Was mann kann man noch tun?
Die weltweite Reisewarnung bis Ende April vom Auswärtigen Amt sowie auch die annullierte Flugleistung gilt neuerdings nicht für eine kostenfreie Stornierung inklusive Erstattung des Reisepreises?
Rechtlich ist es doch: Kann ich das Zielgebiet nicht erreichen, bekomme ich das Geld zurück!?

Moni
Erstellt Gestern 11:06 | Permanent-Link
Namhafte Unternehmen für Expedienten (Meinpep.de oder Sunpromotions) weigern sich kostenfreie Stornierungen und Rückerstattungen für gebuchte Hotelleitungen für Anfang April zu tätigen! Was kann man tun?
Die weltweite Reisewarnung bis Ende April vom Auswärtigen Amt und die annullierte Flugleistung der Airline gilt neuerdings nicht für eine kostenfreie Stornierung inklusive Erstattung des Reisepreises?
Kann ich das Zielgebiet überhaupt nicht erreichen, bekomme ich das Geld zurück!?

Natürlich gilt das geltende Recht...und derzeit muss das Geld natürlich zurück.

58.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:25 | Permanent-Link

Steffen Buder
Erstellt Gestern 17:30 | Permanent-Link
Auch wir sind Reisebüro UND Reiseveranstalter (insb. für Sri Lanka) und können weder nachvollziehen noch akzeptieren, dass Airlines trotz annullierter Flüge nur noch EMD (Voucher) ausstellen (in unserem Falle Qatar Airways). Wir Reiseveranstalter müssen aber im Gegenzug binnen 14 Tagen dem Kunden den vollen Reisepreis erstatten. Hinzu kommen noch gewaltige Kosten aufgrund Umbuchungen für die frühere Rückreise jetzt im März (da nur noch höhere Tarifklassen verfügbar), um unsere Kunden heimzufliegen. Auf eine eventuelle Rückholaktion zu einem Zeitpunkt X können wir uns kaum verlassen noch unseren Kunden zumuten. Wir müssen zwingend unsere Liquidität sichern, andernfalls gewinnen mal wieder die Großen (welche zudem noch mit gewaltigen Staatshilfen rechnen können). Denn in 1 Jahr, wenn dann das Geld der EMD Voucher vielleicht fließen sollte, gibt es viele nicht mehr... Hier muss m.E. auch der DRV zwingend tätig werden. PS: die LH macht es seit gestern genauso!)
Vielen Dank im Voraus an Prof. Vogel für die Unterstützung

Genau so ist es....

57.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:23 | Permanent-Link

Daniel Folmayer
Erstellt Gestern 16:14 | Permanent-Link
Nachdem Herr Maas nun eine weltweite Reisewarnung bis Ende April ausgesprochen hat, bedeutet dies, dass Kunden, die in diesem Zeitraum abreisen würden, schon heute das Recht auf eine kostenfreie Stornierung inklusive Erstattung des Reisepreises haben?
Die Rückzahlungsfrist von 14 Tagen gilt immer ab Eingang der Kundenstornierung?
Vielen Herzlichen Dank!

Ich befürchte ja...

56.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:21 | Permanent-Link

Gaby Pauleit/vhs Neu-Isenburg
Erstellt Gestern 15:22 | Permanent-Link
Wir sind ein kleiner Reiseveranstalter und haben unsere Gruppen-Städtereise mit 20 Personen nach Barcelona vom 16.-20. März kurzfristig am 14. März unseren Kunden absagen müssen, da Museen und Restaurants geschlossen waren und Ausgangssperre drohte. Agentur, Hotel und andere Leistungsträger fordern ca. 10.000 Euro und wollen nichts wissen von einem kostenfreien Stornorecht bei höherer Gewalt.
Zwar haben wir schon versucht, nachzuverhandeln, aber man zeigt sich uneinsichtig/rückzahlungsunwillig. Es wird nur ein Teilguthaben angeboten, falls wir einen Ersatztermin in diesem Jahr finden, wobei wir nicht wissen, ob wir genügend Teilnehmer dafür zusammen bekommen.
Danke für Ihre Beurteilung und Rat

Ihr Fall ist das Musterbeispiel für das, was gerade passiert und warum es eine politische Lösung geben muss...sie müssen nach § 651h V BGB binnen 14 Tagen das Geld an den Kunden zahlen...und zwar unabhängig davon, ob sie das Geld bekommen...derzeit zahlt niemand nix...rein faktsich

55.
Bessler
Erstellt 22. März 2020 12:18 | Permanent-Link

Gibt es eine Möglichkeit wie wir als Veranstalter gegen Airlines (Emirates, Qatar Airways) klagen können, um unsere Ansprüche auf nicht erbrachte Leistungen geltend zu machen?
Wäre es dann evtl. sinnvoll, eine Sammelklage anzustreben ?

54.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:14 | Permanent-Link

Claudia Freimuth
Erstellt Gestern 14:54 | Permanent-Link
Und dann doch noch eine Frage für einen Kunden von mir:

Eine Gruppe hat eine Kurzreise nach Rom individuell für 28.2.-31.3.20. Flüge hat Kunde selber gebucht, Hotel wurde über Reisebüro auf Zuruf gebucht (also kein Vertrag, aber Auftragsbestätigung). Reisebüro hat Hotel über DMC gebucht.

Ryan storniert die Flüge am 2.3. Italien war zu dem Zeitpunkt noch kein Risikogebiet. Reisebüro hat Vertrag mit DMC, in dem die Stornogebühren mit 100% ab dem 27.2. festgehalten sind.
Hotel fordert Restbetrag von ca. 3.000€ vom Kunden seit 27.2. Hotel bietet Ersatztermin, den Kunde nicht möchte und natürlich auch nicht zahlen will.

Wie verhält es sich rechtlich? Muss Kunde zahlen? Muss Reisebüro bezahlen? Oder ist es hoffentlich so, dass wenn eine Airline einen Flug streicht, sie dann auch für entstandene Folgeschäden verantwortlich ist? Und wenn nicht gäbe es eine andere Anlaufstelle?
Danke Dir herzlich!


Die Verträge sind unabhängig voneinander...und darum muss es das Hotel nicht interessieren, ob mein Flug kommt...ein einfaches Beispiel: wenn ich bei einer Eventlocation etwas miete, den Caterer bestelle, die Band - aber die Hochzeit entfällt, weil der/die andere Person vorher abhaut - dann muss ich auch zahlen...

53.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:14 | Permanent-Link

Claudia Freimuth
Erstellt Gestern 14:54 | Permanent-Link
Und dann doch noch eine Frage für einen Kunden von mir:

Eine Gruppe hat eine Kurzreise nach Rom individuell für 28.2.-31.3.20. Flüge hat Kunde selber gebucht, Hotel wurde über Reisebüro auf Zuruf gebucht (also kein Vertrag, aber Auftragsbestätigung). Reisebüro hat Hotel über DMC gebucht.

Ryan storniert die Flüge am 2.3. Italien war zu dem Zeitpunkt noch kein Risikogebiet. Reisebüro hat Vertrag mit DMC, in dem die Stornogebühren mit 100% ab dem 27.2. festgehalten sind.
Hotel fordert Restbetrag von ca. 3.000€ vom Kunden seit 27.2. Hotel bietet Ersatztermin, den Kunde nicht möchte und natürlich auch nicht zahlen will.

Wie verhält es sich rechtlich? Muss Kunde zahlen? Muss Reisebüro bezahlen? Oder ist es hoffentlich so, dass wenn eine Airline einen Flug streicht, sie dann auch für entstandene Folgeschäden verantwortlich ist? Und wenn nicht gäbe es eine andere Anlaufstelle?
Danke Dir herzlich!


Die Verträge sind unabhängig voneinander...und darum muss es das Hotel nicht interessieren, ob mein Flug kommt...ein einfaches Beispiel: wenn ich bei einer Eventlocation etwas miete, den Caterer bestelle, die Band - aber die Hochzeit entfällt, weil der/die andere Person vorher abhaut - dann muss ich auch zahlen...

52.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:11 | Permanent-Link

Gregor Laser
Erstellt Gestern 14:54 | Permanent-Link
Reise findet erst im Sommer statt. Wenn ein Kunde die Reise bereits jetzt storniert und aus Kulanzgründen den Gutschein (Stornokosten = einbehaltene Anzahlung) akzeptiert, kann er später bei einer Reisewarnung für das Zielgebiet die Auszahlung des Gutscheins einfordern? Eigentlich müsste doch das Vertragsverhältnis mit der Ausstellung des Gutschein beendet sein.

Kommt auf den Gutschein und seine Bedingungen an...

51.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:05 | Permanent-Link

avas Caliskan
Erstellt Gestern 14:48 | Permanent-Link
Wir mussten das Reisebüro schließen müssen wir trotzdem die volle Miete zahlen?

Wahtscheinlich wird bis 27. März ein Gesetz in Kraft treten, dass Sonderregelungen auch für Mietverhältnisse enthält. Hier wird eine Unterbrechung von Mietzahlungen und ein Kündigungsrecht enthalten sein. Wir müssen aber den genauen Wortlaut abwarten.

50.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 12:02 | Permanent-Link

Rainer Maertens
Erstellt Gestern 14:34 | Permanent-Link
Wir sehen überhaupt die Chancen aus, dass es für die Gutscheine eine rechtliche Grundlage geben wird? Im Moment ist es ja eher WildWest mit den Gutscheinen.


Wenn ich das mal wüsste...ich weiß nur, alle Verbände sind dran. Und wenn es nicht zu einer Lösung kommt, wissen wir wenigstens, wer es verhindert hat...

49.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 11:59 | Permanent-Link

Helga Knoop
Erstellt Gestern 14:20 | Permanent-Link
Viele Kunden haben Angst vor Veranstalter Insolvenz deshalb
sind Gutscheine nur vertretbar wenn garantiert wird das Extra
abgesichert. Abgesehen davon haben wir Reisebüros auch hohe
Rückzahlungen an die Veranstalter zu leisten aus entgangenen
Provisionen.

Jede Lösung muss Provisionen bei den Vermittlern belassen (und auch den Dienstleistern helfen!). Ich finde es ehrlich gesagt etwas befremdlich, wenn Veranstalter Geld zurückbuchen, aber ihren Kunden Gutscheine anbieten...

48.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 11:58 | Permanent-Link

Andreas Hartwig
Erstellt Gestern 13:53 | Permanent-Link
Was raten Sie Reiseunternehmen, wenn der Kunde für aktuelle Stornos statt einen Reisegutschein zu akzeptieren auf eine Auszahlung pocht? Abwarten, bis vielleicht eine neue Rechtslage wie bspw. in Belgien beschlossen wird oder binnen 14 Tagen auszahlen?
Danke.

Also: gesetzliche Verpflichtungen muss man erfüllen, ABER, s. Antwort zuvor. und: reden. Und hoffen, dass einige in Berlin erkennen, dass sie gerade die Touristik in den Abgrund führen. Übrigens, an der nicht korrekten Umsetzung der Pauschalreiserichtlinie hat sich ja nichts geändert. Wenn die 110 Mio EUR pro Versicherer "abgefrühstückt" sind, muss der Staat (wie bei Thomas Cook einspringen...

47.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 11:54 | Permanent-Link

Christoph Peters
Erstellt Gestern 13:09 | Permanent-Link
Generelle Frage die zu Herrn Besslers Frage paßt: Darf Eurowings für gestrichene Flüge die Erstattung verweigern und nur eine Umbuchung anbieten? Wenn der Flug gestrichen wurde, ist m.E. der Vertrag nicht erfüllt und keine Zahlung geschuldet.

Wer sich noch an Radio Eriwan Witze erinnert: Im Prinzip muss die Airline zurückzahlen. Aber, derzeit scheint das nicht zu passieren. Und wie bei allen Dingen, die gerichtlich durchzusetzen wären: derzeit arbeitet der deutsche Gesetzgeber an Vorschriften, die schriftliche Verfahren erleichtern. So oder so, es wird dauern, bis man einen Anspruch gegen einen Schuldner durchgesetzt hat...

46.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 11:49 | Permanent-Link

Bessler
Erstellt Gestern 12:37 | Permanent-Link
wir (Veranstalter Sri Lanka Reisen) haben derzeit noch Kunden bis Mitte April in Sri Lanka. Die Kunden möchten früher zurück fliegen, aber weder Airlines noch Consolidator sind erreichbar oder führen Umbuchungen durch. Wie sieht die rechtliche Lage aus, wenn wir die früheren Rückfluge nicht umbuchen können, da unsere Leistungsträger nicht mehr erreichbar sind. Was passiert, dann wenn keine Rückflüge ab Ende März mehr durchgeführt werden, da derzeit nur noch Leermaschinen in Colombo landen dürfen ? One Way Tickets wagen wir auch nicht auszustellen, da wir nicht wissen, ob die Flüge überhaupt noch durchgeführt werden und wer zahlt dann die doppelt gebuchten Flüge? Wir als Veranstalter können doch nicht für alle Kosten aufkommen. Die Kunden vor Ort verlangen jetzt die zusätzliche Buchung von oneway Tickets von uns!!!!

Der Reiseveranstalter muss die Kunden zurückbringen, egal wie. Und, anders als bis 2018, dürfen Sie als Veranstalter die Mehrkosten auch alleine tragen.

45.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 11:38 | Permanent-Link

Vivien Peiffer
Erstellt Gestern 12:36 | Permanent-Link
Sind wir als Reiseveranstalter verpflichtet unseren Kunden bei Einreisesperre und/oder Selbstquarantäne im Zielgebiet eine kostenlose Stornierung mit 14-tägiger Rückerstattung anzubieten oder dürfen wir laut Pauschalreiserecht auch die Option der Umbuchung innerhalb eines Jahres anbringen? In wieweit ist die Gutscheinaktion wie in anderen EU-Ländern durchsetzbar?

Die Gutscheine können freiwillig immer angeboten werden. Eine gesetzliche Regelung wie in anderen Ländern word derzeit noch von bestimmten Kreisen in der Politik blockiert. Der DRV hat ein Schreiben einer Politikern veröffentlicht. Ich befürchte, ohne gesetzliche Lösung wird es zur Vernichtung von Existenzen kommen - Reiseveranstalter, Reisemittler, Dienstleister. Noch kann es gelingen, aber wir lange noch?

44.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 11:29 | Permanent-Link

Monika Laquai
Erstellt Gestern 12:32 | Permanent-Link
Die Kunden die bereits vor den Reiseabsagen ihre Reisen mit Stornokosten storniert haben, besteht eine Möglichkeit die Stornokosten erstattet zu bekommen oder als Gutschein zu erhalten?
Die Frage ist richterlich nicht geklärt. Manche Reiserrechtler sagen, wenn die Reise wegen unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände storniert wird, müssen auch die Kunden, die zuvor storniert haben und eine Entschädigung gezahlt haben, das Geld zurück erhalten. Manche meinen, es bleibe bei der Stornoentschädigung. Diese Frage wird zu den Themen gehören, die in 1-3 Jahren dann durch den BGH entschieden werden....

43.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 11:26 | Permanent-Link

Wir sind ein kleiner Spezialveranstalter für Indien und Sri Lanka Reisen. Wir müssen für März und April alle Reisen absagen und den vollen Reisepreis rückersatten, aber Emirates, Qatar Airways und Oman Airways verweigern die Rückersattung selbst bei gestrichenen Flugverbindungen. EMDs und Reisevoucher, die nur 1 Jahr gültig sind, sind hier keine Lösung für uns. Wie können wir als Veranstalter unser Geld bei den Airlines einfordern. Consolitator lassen uns hier komplett im Regen stehen.

Was soll man sagen, außer: Sie stehen mit dem Problem nicht allein. Veranstalter müssen nach der derzeitigen Rechtslage Geld an den Kunden zahlen, obwohl sie es von den Leistungsträgern nicht zurückbekommen. Das ist durch alle Verbände in der Politik adressiert. Aber nicht verstanden. Bei den Airlines wird das nächste BSP-Datum spannend werden. Wenn es nicht zu einer Änderung der Rechtslage kommt, sind Existenzen bedroht.

42.
Hans-Josef Vogel
Erstellt 22. März 2020 11:09 | Permanent-Link

Einige allgemeine Hinweise: die Antworten sind keine Rechtsberatung - ich kenne nicht die Einzelheiten der hinter den Fragen liegenden Sachverhalte, nicht die Verträge und eine Kommentarspalte ist etwas kurz. Also: bei allen rechtlich wichtigen Themen, suchen Sie bitte immer einen Anwalt auf, der sich den Fall genau anschauen kann.
Daneben ist noch etwas wichtig: die derzeitige Situation hatten wir noch nicht...also bleibt immer Unsicherheit...sorry, aber leider ist das so...

41.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:56 | Permanent-Link

Das Reisebüro Mauz (Sigmaringen) schreibt per Mail:

Guten Tag,

TUI hat am Monatsanfang mit der Aktion "TUI gibt Sicherheit"
für Neubuchungen geworben (Darin bot TUI kostenlose Stornomöglichkeiten wegen des Corona-Virus).
Daraufhin haben sich Kunden tatsächlich am 6.3. für die Festbuchung
einer Reise entschieden, für die wir am 28.2. eine Option angelegt hatten.

Die Kunden haben sich bereits am 16.3. für die kostenfreie Stornierung
entschieden, da die Lage ja seither sehr hochgekocht ist.

TUI behauptet nun, dass nicht das Datum der Festbuchung gilt (6.3.),
sondern das Datum an dem die Option angelegt wurde (28.2.), da
die Regelung erst für Neubuchungen ab dem 29.2. gilt!
Somit besteht TUI aktuell auf die Stornogebühren lt. AGB...

Nun meine Frage:
was gilt als Buchungsdatum?
Der 28.2. (hier haben wir die Option für die Kunden angelegt)
oder
der 6.3. (Tag der tatsächlichen Festbuchung, an dem auch die Kunden
zugesagt haben).

Vielen Dank und freundliche Grüße!

40.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:51 | Permanent-Link

Bernd Hammermayer von First Business Travel Frundsberg Reisen (Mindelheim) schreibt per Mail:

Hallo,

Air Europe und KLM/Air France waren am Freitag die ersten Airlines, die ihre Refundfunktion in Amadeus gekappt haben. Das bedeutet, dass trotz UN in der Buchung (Flug gestrichen seitens der Airline) das Ticket nicht erstattet werden kann und der Kunden bzw. das Reisebüro keine Rückzahlung des Flugpreises erhält. Für mich bedeutet das einen klaren Verstoss gegen geltendes Recht und kann nicht hingenommen werden.

Kann der Reiserechtler meine Auffassung teilen und wie können wir uns im Namen unserer Kunden rechtlich dagegen wehren ?

Wie sieht der Reiserechtler das Problem bei Zielgebieten, die deutschen Staatsbürgern die Einreise verweigern? Beispiel Flüge nach Südafrika, wo ein deutscher Passagier bereits beim Check-in zurückgewiesen wird. Ist hier eine Stornierung eines nicht erstattbaren Tickets möglich entgegen der Aussagen der Airlines?

SAA streicht z.B. seine Flüge in Amadeus nicht, obwohl diese nicht mehr buchbar und vermutlich gestrichen sind. Dadurch läuft kein „UN“ auf und dadurch ist wohl die rechtliche Grundlage eines Refunds nicht gegeben ?

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Hammermayer

39.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:47 | Permanent-Link

Stefanie Deiters von urlaubsoase.net (Aichach) fragt:

Sollte ich vorrübergehend die SEPA-Mandate zurück ziehen?

38.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:43 | Permanent-Link

Stefanie Deiters von urlaubsoase.net (Aichach) fragt per Mail:

Sollte ich vorrübergehend die SEPA -Mandate zurück ziehen?

37.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:42 | Permanent-Link

Stefan Knauf von Yachtpoolflights (Goldbach) schreibt per Mail:

Sehr geehrter Herr Professor Vogel,
ist die Praxis der Airlines (wie z.B. Lufthansa) mit den EU Fluggastrechten vereinbar, dass eine Rückerstattung verweigert wird wenn der Fluggast storniert.

Beispiel: Kunde möchte in die USA , darf aber nicht wegen Einreiseverbot für Deutsche. Die Fluggesellschaft fliegt aber. Die Fluggesellschaft bietet nur eine kostenlose Umbuchung an verweigert jedoch die Erstattung des Tickets.

Besten Dank für eine Rückantwort.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Knauf

36.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:33 | Permanent-Link

Siegrid Grammerstorf von SeaTravel HAM Kreuzfahrten (Hamburg) schreibt per Mail:

Sehr geehrter Herr Professor Vogel,

wir als mittelständischer Reiseveranstalter für Kreuzfahrten sind von der Krise ebenfalls sehr betroffen.

Die dringendsten Fragen, die sich im Moment für uns stellen:

Sind für den Reisevertrieb die Provisionen verdient, wenn der Kunde die Reise angetreten und der Leistungsträger mit der Durchführung begonnen hat, die Reise also mit Hinweis auf den vorzeitigen Rücktransport (z.B. aufgrund behördlicher Auflagen) abbricht?

Sind Gutscheine auf eine künftige Reise als Ersatz für die Rückzahlung des Reisepreises der ausgefallenen oder abgebrochenen Reise zulässig und wie wäre der Kunde, welcher den Gutschein akzeptiert, gegen die mögliche, in der Zukunft und vor Beginn der mit dem Gutschein bezahlten Reise eintretende Insolvenz des den Gutschein ausstellenden Reiseveranstalters abgesichert?

Wenn uns oder auch einem Reisebüro die Aufrechterhaltung des normalen Geschäftsbetriebes (z.B. wegen Verbot des Zuganges für Kunden zum Ladenlokal) aufgrund behördlicher Auflagen nicht mehr möglich ist, können wir oder das Reisebüro dann unter Berufung auf §§ 1104, 1105 ABGB die Miete gegenüber dem Vermieter unter Vorbehalt der späteren Rückforderung zahlen?

Über eine Beantwortung der Fragen im Rahmen des Chats würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Siegrid Grammerstorf

35.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:21 | Permanent-Link

Savas Caliskan vom First Reisebüro Frankfurt schreibt per Mail:

Guten Tag liebe Redaktion und vielen Dank für diese Möglichkeit auf einige für uns wichtige Fragen vom Experten eine Antwort zu erhalten.

Hier meine Fragen an Professor Vogel:

1) Wir mussten ab 18.03.2020 unser Reisebüro im Einkaufscenter bis auf Weiteres schließen, haben wir ein Anrecht auf Mietminderung gegenüber dem Vermieter oder sind wir seiner freiwilligen Entscheidung überlassen?

2) Die Veranstalter stornieren für bestimmte Abreisetermine kostenlos die Reisen unserer Kunden und zahlen uns bei diesen Buchungen für erbrachte Arbeit keine Provision und falls die Provision bereits ausbezahlt wurde wird es uns wieder Rückbelastet, ist das Rechtens, müssen wir das so hinnehmen?

Vielen herzlichen Dank vorab.


Mit freundlichen Grüßen

34.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:19 | Permanent-Link

Andrea Fröbel von ADAC Berlin-Brandenburg schreibt per Mail:

Hier einigen Fragen,die es von unseren Reiseexperten gegeben hat:

Wie reagieren, wenn in den ARB das Thema „höhere Gewalt“ bei einem Veranstalter nicht geregelt ist z.B. Miller Reisen https://www.miller-reisen.de/arb/ Hier ist nur in Punkt 3.4. geregelt, dass der Kunde zurücktreten kann, wenn Leistungen in der wesentlichen Eigenschaft geändert werden, dass der Kunde vom Vertrag zurücktreten kann. Zieht dann dieser Paragraph? Und gilt hier auch ein Einreiseverbot in das Land?

Können die Veranstalter kostenpflichtig stornieren aus rechtlicher Sicht auch wenn in den AGB was anderes steht?

Wie verhält es sich bei den Veranstaltern mit der Unterscheidung von normalen Pauschalreisen (kostenfreier Storno) und X-Buchungen (nicht kostenfrei oder keine Angaben oder ggfs. keine Umbuchungsmöglichkeit). Ist das rechtens?

Mich erinnert die Situation an die TOC Insolvenz: Frage – wenn die Kunden Mitte April reisen, wird jetzt die Restzahlung fällig. Oft per Lastschrift – sollten sich die Kunden das Geld zurückbuchen lassen, denn derzeit ist offen, ob der Kunde wirklich reisen kann. Ist bezahlt und der Reiseveranstalter kündigt den Vertrag und das ggfs. nur kostenpflichtig, ist das Geld zum Großteil weg. Wie ist hier die Empfehlung (und ja mir ist klar, dass die Veranstalter das Geld benötigen, um liquide zu bleiben)

Was soll ein Reisebüro dem Kunden empfehlen, wie er sich Verhalten soll, wenn er ein Schreiben vom Veranstalter bekommt, dass die Reise am 3.4. kostenpflichtig durch den Reiseveranstalter gekündigt wird? Widerspruch einlegen?

Vielen Dank und herzliche Grüße

33.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:14 | Permanent-Link

Ursula Blesius vom Reisebüro Blesius (Bad Kreuznach) schreibt per Mail:

Ein Veranstalter bietet Kunden eine Umbuchung oder Gutschrift an – aber bei finalem Stornowunsch einen Kulanz-Storno, d.h. Storno zu Sonderkonditionen. Kunde kommt also bei Storno nicht kostenfrei aus der Buchung. Das ist meiner Meinung nach nicht rechtens laut § 651 h BGB.
Was sagen Sie? Veranstalterrettung kann nicht die Sache der Kunden sein und auch nicht meine!

Ich weiß, ich verliere meine Provision bei Storno, aber meine Kunden sind mir wichtig – und wenn das Leben und die Touristik wieder normal laufen, kommen vertrauensvolle Kunden auch wieder zurück.

Besten Dank für Ihre Ansicht und Information

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Blesius

32.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:10 | Permanent-Link

Franz Müller vom Reisebüro Müller (Bad Waldsee) fragt per Mail:

1. Besteht die Möglichkeit der kostenlosen Stornierung wenn nur
Ausgehverbot herrscht ?

2. Muss ich den Flug auch antreten (z.B. Linienflug), wenn mein
Hotel im Zielgebiet von seiten des Reiseveranstalters storniert wurde (Problem Bausteinbuchung)?

31.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:07 | Permanent-Link

Viktor Disch Reisebüro West Wind Tours (Freiburg) fragt per Mail:

Wir haben einen ähnlichen Fall wie andere Kollegen.
Die Delta Airlines verweigert die Erstattung bei Stornierung eines Fluges von Stuttgart nach Atlanta am 23. März! Dieser Flug wird definitiv nicht stattfinden. Es wird nur eine Umbuchung angeboten, was aber für die Kunden aus privaten Gründen nicht möglich ist. Delta hat alle Flüge im System weiterhin bestätigt. Eine Erstattung gäbe es laut Consolidator nur, wenn die Fluggesellschaft die Flüge selbst stornieren würde.
Meiner Meinung nach wird seitens Delta die gebuchte Leistung nicht erbracht und das Geld muss somit erstattet werden.

Freundliche Grüße
Viktor Disch

30.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 23:02 | Permanent-Link

Oliver Sulmann von Behringer Touristik (Gießen) schriebt per Mail:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Vogel,

folgende Fragen stellen sich aus meinem gegenwärtigen Arbeitsalltag (die beiden dringendsten Fragen von vielen...):

1. Wir haben verschiedene Hotelpartner in Deutschland, die trotz des Verbotes, Gäste zu touristischen Aufenthalten zu beherbergen, Stornokosten berechnen wollen. Es trifft auch tatsächlich immer aktuelle Aufenthaltsdaten und nicht etwas Termine, die möglicherweise nicht mehr die Anordnung der Regierung treffen.

Gibt es für Hotels überhaupt die Möglichkeit in dieser Situation Stornokosten zu berechnen?


2. Verschiedene Partner aus dem Kulturbereich (u.a. Musical - Stage Entertainment) bieten keine Rückzahlung, sondern nur Gutscheine an. Wir haben aber teilweise Kunden, die dies nicht akzeptieren können. Sei es aus Programmgründen (im Herbst läuft das gleiche Musical nicht mehr), aus Finanzgründen oder weil sie die Gäste in gleicher Zahl aus Termingründen nicht wieder zu einem Ersatztermin zusammenbekommen.

Können wir auf eine Auszahlung bestehen?

Vielen Dank schon vorab für Ihre Hilfe bei der Klärung dieser Fragen

29.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 22:59 | Permanent-Link

Sibylle Schroer von Algarve Ferienhaus Weyer (Ratingen) schreibt per Mail:

Guten Tag Herr Professor Vogel,

für Ihr Angebot möchten wir uns bedanken.

Wir sind ein kleiner Reisevermittler. Wir bieten Unterkunft + Flüge + Mietwagen an. Werden die Flüge der kommenden Wochen von Lufthansa, Tuifly und Eurowings nach Portugal kostenlos storniert?

Vielen Dank und viele Grüße

28.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 22:57 | Permanent-Link

Nicole Häußlein von der Aberle GmbH (Leingarten) fragt per Mail:

Guten Tag,

ich habe folgendes Fallbeispiel:
Es wurde ein Flug von Deutschland in ein Land A, ein Zwischenflug von Land A in Land B und ein Hotel in Land B separat gebucht (keine Pauschalreise) für Ende April. Der Hin- und Rück-Flug ab/nach Deutschland in Land A wird seitens Airline wegen der aktuellen Covid-19-Situation storniert, da in das Land A am Zielflughafen nicht eingereist werden darf. Die Flüge zwischen Land A und B wurden noch nich gecancelt. Im Zielland B, in dem sich das gebuchte Hotel befindet, liegt bis Mitte April kurz vor dem Aufenthalt auch eine Einreisesperre vor. Das Hotel wurde über einen Vermittler (z.B. Booking.com) gebucht. Hat der Reisende dann Anspruch auf kostenlose Stornierung der Zwischenflüge und des Hotels? Und warum? (wegen dem gecancelten Flug, wegen der weltweiten Reisewarnung, wegen der Einreisesperre für die nächsten 30 Tage mit Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung,..)

Dieser Fall ist ein Beispiel, um die Sachlage bei Individualreisen, Hotelstornos bei gecanceltem Flug und Buchung über ein Vermittlerportal zu klären.

D.h. angrenzende Fragen sind:
Welches Reiserecht gilt, wenn über einen Vermittler (z.B. Booking.com) gebucht wird? Landesrecht des Hotels oder deutsches Recht?
Hat der Reisende Anspruch auf kostenfreie Stornierung des Hotels, wenn er nicht anreisen kann bzw. derzeit eine weltweite Reisewarnung vorliegt?
Hat die derzeitige weltweite Reisewarnung ein vorläufiges Enddatum? Ist der Zeitpunkt Ende April schon in dieser Reisewarnung inbegriffen?
Gilt dieses Recht auf kostenfreie Stornierung nur, wenn das Zielland eine Einreisesperre vorliegt oder wenn die Zwischenstopp-Länder eine Einreisesperre haben und ich dadurch nicht in mein Zielland komme?

Vielen Dank und herzlich Grüße
Nicole Häußlein

27.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 22:54 | Permanent-Link

Petra Ibanidis von Attika Reisen (München) fragt per Mail:

Sehr geehrter Herr Prof. Vogel,
bezüglich Rückzahlungen der Anzahlungen bei Stornierung der Reise durch den Reiseveranstalter:

Es heißt, innerhalb von 14 Tagen muss die Anzahlung zurück erstattet werden. Ist diese Frist dehnbar, wenn ja wie lange und gesetzlich erlaubt?

Wann wird es eine Regelung geben, die eine Ausgabe von Reisegutscheinen (z.B. für Reisen im nächsten Jahr 2021) statt Rückzahlungen gesetzlich erlaubt bzw. regelt?

Es wird daran gedacht bzw. gearbeitet, was meinen Sie, wann eine konkrete Regelung erfolgen kann?

Kann man jetzt schon Reisegutscheine statt Rückzahlungen ausgeben?

Vielen Dank für die Fragemöglichkeit,
Wir hoffen, dass es für die Touristik schnelle positive Regelungen geben wird.
Mit freundlichen Grüßen
Petra Ibanidis

26.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 22:52 | Permanent-Link

Nils Jenssen, Geschäftsführer der Alltours Reisecenter, fragt per Mail:

Ist verbindlich festgestellt, dass Reisebüros im Rahmen der aktuellen Erlasse der Bundesländer zur Begrenzung der Ausbreitung des Corona-Virus als „alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels“ zu betrachten sind und damit für den Kundenverkehr zu schließen sind? So sieht es ja auch der DRV, aber einige unserer Vermieter ganz offensichtlich nicht.

Vielen Dank!

25.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 22:50 | Permanent-Link

Annette Spiegel von Bailando Reisen (Augsburg) fragt per Mail:

Wie ist der Sachverhalt:
Ich biete im August eine Gruppenreise (Kreuzfahrt) an, ich bin der Veranstalter. Die Kunden buchen die Flüge direkt und selber dazu.

1) Die Reise wird von der Reederei kurzfristig abgesagt. Wer muss entstehende Stornokosten tragen für die Flüge?
2) Ich sage die Reise bereits jetzt ab. Wer muss entstehende Stornokosten für die Flüge tragen, falls diese anfallen?

Die Kunden sind internationale Teilnehmer, u.a. aus Australien/USA, sowie diversen europäischen Ländern.

Danke für Ihr Feedback

24.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 22:43 | Permanent-Link

Christoph Berner von Berner Travel (München) fragt:

Als Kleinveranstalter verkaufen wir sehr hochpreisige Pauschalreisen. Unsere Kunden erwarten 100 % Erstattung des Reisepreises. Wie ist es rechtlich mit dem Paragraphen 651 BGB zu vereinbaren, dass Airlines wie Emirates, Lufthansa, Etihad, Qatar uvm. jetzt keine Refunds mehr anbieten, sondern nur noch Gutscheine? Wie sollen wir das unseren Kunden im Rahmen eines Pauschalreise-Vertrages plausibel erklären, das es keine monetäre Erstattung gibt? Die Airlines handeln hier gegen geltendes Reiserecht.

23.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 22:27 | Permanent-Link

Nicole Druschnewitz vom Reisebüro Hartmann (Dortmund) fragt per Mail:

Gibt es schon eine Regelung falls die EU Kommision/EuGH einer Gutscheinaktion des Reisepreises zustimmt, eine Absicherung für die Kunden – falls der Veranstalter nach Aushändigung in die Insolvenz geht?

22.
Georg Kern
Erstellt 21. März 2020 22:24 | Permanent-Link

Christine Frankerl vom Reisebüro Sunshine (Schwarzenfeld) fragt per Mail:

Sehr geehrter Herr Professor Vogel,

für eine Radgruppe von 11 Personen buchten wir im Herbst 2019 Nurflüge mit Eurowings über Alltours, ein Hotel auf Mallorca über die TUI und das Radpaket über Hürzeler Radsport. Die TUI sowie Hürzeler stornierten von ihrer Seite Hotel und Radpaket bereits vorletzte Woche kostenfrei.

Seit dieser Zeit versuche ich, eine Antwort von Alltours zu bekommen, ob auch die Flüge kostenfrei storniert werden, leider ohne Erfolg.

Auf verzweifelte, permanente Nachfragen per Mail seit dem 7. März (die Kunden wollten auch gerne Klarheit haben) von meiner Seite erhielt ich weiterhin keine Antwort. Telefonisch war kein Kontakt möglich.

Heute nun, am Abreisetag 21.3. (Abflug wäre um 10.45 h ab Nürnberg gewesen), erhalte ich eine Mail von Alltours. Darin steht: "Die Voraussetzung für eine Abweichung von unseren AGB ist für Ihre Buchung reiserechtlich nicht gegeben, eine Kulanz müssen wir leider ablehnen."

Es handelt sich um einen Reisepreis von € 3.200,-- für 11 Personen. Das System zeigt mir seit Tagen genau diesen Betrag als Stornokosten an, wenn ich über das System eine SA (Stornoanfrage) gemacht hatte.

Ich kann es einfach nicht glauben, dass Alltours diese Flüge nach Mallorca nicht kostenfrei storniert. Es besteht doch ein Reiseverbot, und alle Reisen inzwischen bis Ende April werden kostenfrei abgesagt – warum nicht diese Reise?

Auch bei Eurowings hatte ich vor einigen Tagen nachgefragt, sie sagten mir, diesen Flug nicht im System zu haben, und deswegen keine Aussage treffen zu können. Nach Meinung von Eurowings könne dieser Flug gar nicht stattfinden.

Welche rechtliche Handhabe haben wir? Die Kunden gehen davon aus, den kompletten Reisepreis erstattet zu bekommen, wegen der verbundenen Reiseleistung wurde von uns ein Sicherungsschein ausgestellt.


Danke schon für Ihre Information dazu!

Viele Grüße,

Christine Frankerl

21.
Peter Krackowizer
Erstellt 21. März 2020 15:55 | Permanent-Link

@Vivien Peiffer: Bei Wegfall der Geschäftsgrundlage einer Reise (= der Grund der Reise kann nicht mehr verwirklicht werden aufgrund höherer Gewalt oder unerwarteten Einreisevorschriften) kann ein Reisender sein Rücktrittsrecht nach § 10 Abs 2 des Pauschalreisegesetzes auch dann ausüben, wenn ihm eine zumutbare Umbuchung [in diesem Sinne wohl auch ein Gutschein] angeboten wird. Das entspricht auch der Regelgung des § 651 j BGB (Literatur Schmid in Erman sowie Führich, Reiserecht).

Das ist also als Rückzahlungspflicht geleisteter Zahlung zu sehen.

20.
Peter Krackowizer
Erstellt 21. März 2020 15:37 | Permanent-Link

@Michael Thorsten: Ansprüche auf der Grundlage der Fluggastverordnung hat immer der Flugreisende selbst an die Fluggesellschaft zu stellen, NICHT ein Reiseveranstalter oder Ticketverkäufer.

Zur Rückzahlung bei Annullierung eines Fluges:
Artikel 8 der Fluggastverordnung
Anspruch auf Erstattung oder anderweitige Beförderung
(1) Wird auf diesen Artikel Bezug genommen, so können
Fluggäste wählen zwischen
a) — der binnen sieben Tagen zu leistenden vollständigen
Erstattung der Flugscheinkosten nach den in Artikel 7
Absatz 3 genannten Modalitäten zu dem Preis, zu dem
der Flugschein erworben wurde,

Die Durchsetzung dieser Rechte steht leider auf einem anderen Blatt. Hier sollte sich der Fluggast an die Schlichtungsstelle wenden. Näheres https://www.lba.de/DE/ZentraleDienste/Fluggastrechte/Fluggastrechte_node.html

19.
Moni
Erstellt 21. März 2020 11:06 | Permanent-Link

Namhafte Unternehmen für Expedienten (Meinpep.de oder Sunpromotions) weigern sich kostenfreie Stornierungen und Rückerstattungen für gebuchte Hotelleitungen für Anfang April zu tätigen! Was kann man tun?
Die weltweite Reisewarnung bis Ende April vom Auswärtigen Amt und die annullierte Flugleistung der Airline gilt neuerdings nicht für eine kostenfreie Stornierung inklusive Erstattung des Reisepreises?
Kann ich das Zielgebiet überhaupt nicht erreichen, bekomme ich das Geld zurück!?

18.
Marco
Erstellt 21. März 2020 10:59 | Permanent-Link

Namhafte Unternehmen für Expis (Meinpep.de oder Sunpromotions) weigern sich kostenfreie Stornierungen für individuelle Hotelbuchungen/Leistungen für Anfang April zu tätigen und den Betrag zu erstatten! Was mann kann man noch tun?
Die weltweite Reisewarnung bis Ende April vom Auswärtigen Amt sowie auch die annullierte Flugleistung gilt neuerdings nicht für eine kostenfreie Stornierung inklusive Erstattung des Reisepreises?
Rechtlich ist es doch: Kann ich das Zielgebiet nicht erreichen, bekomme ich das Geld zurück!?

17.
Michael Thorsten
Erstellt 20. März 2020 19:52 | Permanent-Link

Individualreise Flug:
LH Group, IB und QR haben heute bekanntgegeben, dass bei annullierten Flügen keine full refunds (auch keine Teilrefunds) mehr gegeben werden. Nur noch Gutscheine mit Gültigkeit von 1Jahr ab TicketAUSstellung
D.h. Reisen, die Mitte 2019 gebucht wurden, verlieren ihren Wert Mitte 2020.

Damit verstoßen die Airlines gegen geltendes EU Gesetz:
"Anspruch auf Erstattung des gezahlten Flugpreises, und zwar in voller Höhe, Art. 5 Abs. 1 lit. a, 8 Abs. 1 lit. a Fluggastrechte-VO."

Problem: Fluggastrechteverordnung gilt nur zwischen Passagier und durchzuführende Airline, nicht zwischen Reisebüro und Airline.

Gutscheine, die 1Jahr gültig sind mit rückwirkenden Datum ab Ticketausstellung ist ein Witz seitens Airline. Dt. Norm ist generell 3 Jahre Gültigkeit bei Gutscheinen in anderen Sektoren.
Was bringt auch ein Gutschein, wenn Insolvenz unsicher ist / wenn Tarifdifferenz weiterhin anfällt.
Bsp.
Kunde bucht für 250€ FRA-NYC-FRA mit LH, wird annulliert
Kunde will für Dez FRA-NYC-FRA neu buchen, Preis bei LH = 500€, Preis bei DL nonstop, 400€, Kunde macht dadurch 100€ Verlust.

Denkanstoß) Warum wird hier die Liquidität der Airlines durch Passagiere gegeben anstatt Banken / Staat?

1.) Wie gegen Airlines rechtlich vorgehen (Abmahnung / Unterlassungserklärung), die full refunds verweigern?

2.) Wie Öffentlichkeit/ Verbraucherschutzzentrale über das illegale Verhalten der Airlines informieren?

3.) Wie Regierung darüber unterrichten, dass die großen Konzerne hier probieren das Ersparte der Passagiere als cash Reserve erstmal zu behalten?


Vielen Dank

16.
Steffen Buder
Erstellt 20. März 2020 17:30 | Permanent-Link

Auch wir sind Reisebüro UND Reiseveranstalter (insb. für Sri Lanka) und können weder nachvollziehen noch akzeptieren, dass Airlines trotz annullierter Flüge nur noch EMD (Voucher) ausstellen (in unserem Falle Qatar Airways). Wir Reiseveranstalter müssen aber im Gegenzug binnen 14 Tagen dem Kunden den vollen Reisepreis erstatten. Hinzu kommen noch gewaltige Kosten aufgrund Umbuchungen für die frühere Rückreise jetzt im März (da nur noch höhere Tarifklassen verfügbar), um unsere Kunden heimzufliegen. Auf eine eventuelle Rückholaktion zu einem Zeitpunkt X können wir uns kaum verlassen noch unseren Kunden zumuten. Wir müssen zwingend unsere Liquidität sichern, andernfalls gewinnen mal wieder die Großen (welche zudem noch mit gewaltigen Staatshilfen rechnen können). Denn in 1 Jahr, wenn dann das Geld der EMD Voucher vielleicht fließen sollte, gibt es viele nicht mehr... Hier muss m.E. auch der DRV zwingend tätig werden. PS: die LH macht es seit gestern genauso!)
Vielen Dank im Voraus an Prof. Vogel für die Unterstützung

15.
Daniel Folmayer
Erstellt 20. März 2020 16:14 | Permanent-Link

Nachdem Herr Maas nun eine weltweite Reisewarnung bis Ende April ausgesprochen hat, bedeutet dies, dass Kunden, die in diesem Zeitraum abreisen würden, schon heute das Recht auf eine kostenfreie Stornierung inklusive Erstattung des Reisepreises haben?
Die Rückzahlungsfrist von 14 Tagen gilt immer ab Eingang der Kundenstornierung?
Vielen Herzlichen Dank!

14.
Gaby Pauleit/vhs Neu-Isenburg
Erstellt 20. März 2020 15:22 | Permanent-Link

Wir sind ein kleiner Reiseveranstalter und haben unsere Gruppen-Städtereise mit 20 Personen nach Barcelona vom 16.-20. März kurzfristig am 14. März unseren Kunden absagen müssen, da Museen und Restaurants geschlossen waren und Ausgangssperre drohte. Agentur, Hotel und andere Leistungsträger fordern ca. 10.000 Euro und wollen nichts wissen von einem kostenfreien Stornorecht bei höherer Gewalt.
Zwar haben wir schon versucht, nachzuverhandeln, aber man zeigt sich uneinsichtig/rückzahlungsunwillig. Es wird nur ein Teilguthaben angeboten, falls wir einen Ersatztermin in diesem Jahr finden, wobei wir nicht wissen, ob wir genügend Teilnehmer dafür zusammen bekommen.
Danke für Ihre Beurteilung und Rat

13.
Claudia Freimuth
Erstellt 20. März 2020 14:54 | Permanent-Link

Und dann doch noch eine Frage für einen Kunden von mir:

Eine Gruppe hat eine Kurzreise nach Rom individuell für 28.2.-31.3.20. Flüge hat Kunde selber gebucht, Hotel wurde über Reisebüro auf Zuruf gebucht (also kein Vertrag, aber Auftragsbestätigung). Reisebüro hat Hotel über DMC gebucht.

Ryan storniert die Flüge am 2.3. Italien war zu dem Zeitpunkt noch kein Risikogebiet. Reisebüro hat Vertrag mit DMC, in dem die Stornogebühren mit 100% ab dem 27.2. festgehalten sind.
Hotel fordert Restbetrag von ca. 3.000€ vom Kunden seit 27.2. Hotel bietet Ersatztermin, den Kunde nicht möchte und natürlich auch nicht zahlen will.

Wie verhält es sich rechtlich? Muss Kunde zahlen? Muss Reisebüro bezahlen? Oder ist es hoffentlich so, dass wenn eine Airline einen Flug streicht, sie dann auch für entstandene Folgeschäden verantwortlich ist? Und wenn nicht gäbe es eine andere Anlaufstelle?

Danke Dir herzlich!

12.
Gregor Laser
Erstellt 20. März 2020 14:54 | Permanent-Link

Reise findet erst im Sommer statt. Wenn ein Kunde die Reise bereits jetzt storniert und aus Kulanzgründen den Gutschein (Stornokosten = einbehaltene Anzahlung) akzeptiert, kann er später bei einer Reisewarnung für das Zielgebiet die Auszahlung des Gutscheins einfordern? Eigentlich müsste doch das Vertragsverhältnis mit der Ausstellung des Gutschein beendet sein.

11.
Gregor Laser
Erstellt 20. März 2020 14:50 | Permanent-Link

Kann man bei Stornoanfragen von ausländischen Kunden sich auf die Reisewarnung des (deutschen) Auswärtigen Amts berufen? Wir als Reiseveranstalter haben unseren Betriebssitz in Deutschland.

10.
Savas Caliskan
Erstellt 20. März 2020 14:48 | Permanent-Link

Wir mussten das Reisebüro schließen müssen wir trotzdem die volle Miete zahlen?

9.
Rainer Maertens
Erstellt 20. März 2020 14:34 | Permanent-Link

Wir sehen überhaupt die Chancen aus, dass es für die Gutscheine eine rechtliche Grundlage geben wird? Im Moment ist es ja eher WildWest mit den Gutscheinen.

8.
Helga Knoop
Erstellt 20. März 2020 14:20 | Permanent-Link

Viele Kunden haben Angst vor Veranstalter Insolvenz deshalb
sind Gutscheine nur vertretbar wenn garantiert wird das Extra
abgesichert. Abgesehen davon haben wir Reisebüros auch hohe
Rückzahlungen an die Veranstalter zu leisten aus entgangenen
Provisionen.

7.
Andreas Hartwig
Erstellt 20. März 2020 13:53 | Permanent-Link

Was raten Sie Reiseunternehmen, wenn der Kunde für aktuelle Stornos statt einen Reisegutschein zu akzeptieren auf eine Auszahlung pocht? Abwarten, bis vielleicht eine neue Rechtslage wie bspw. in Belgien beschlossen wird oder binnen 14 Tagen auszahlen?
Danke.

6.
Christoph Peters
Erstellt 20. März 2020 13:09 | Permanent-Link

Generelle Frage die zu Herrn Besslers Frage paßt: Darf Eurowings für gestrichene Flüge die Erstattung verweigern und nur eine Umbuchung anbieten? Wenn der Flug gestrichen wurde, ist m.E. der Vertrag nicht erfüllt und keine Zahlung geschuldet.

5.
Claudia Freimuth
Erstellt 20. März 2020 13:08 | Permanent-Link

Super Hanjo, große Klasse, dass Du das machst! Viel Erfolg und lieben Gruß Claudia

4.
Bessler
Erstellt 20. März 2020 12:37 | Permanent-Link

wir (Veranstalter Sri Lanka Reisen) haben derzeit noch Kunden bis Mitte April in Sri Lanka. Die Kunden möchten früher zurück fliegen, aber weder Airlines noch Consolidator sind erreichbar oder führen Umbuchungen durch. Wie sieht die rechtliche Lage aus, wenn wir die früheren Rückfluge nicht umbuchen können, da unsere Leistungsträger nicht mehr erreichbar sind. Was passiert, dann wenn keine Rückflüge ab Ende März mehr durchgeführt werden, da derzeit nur noch Leermaschinen in Colombo landen dürfen ? One Way Tickets wagen wir auch nicht auszustellen, da wir nicht wissen, ob die Flüge überhaupt noch durchgeführt werden und wer zahlt dann die doppelt gebuchten Flüge? Wir als Veranstalter können doch nicht für alle Kosten aufkommen. Die Kunden vor Ort verlangen jetzt die zusätzliche Buchung von oneway Tickets von uns!!!!

3.
Vivien Peiffer
Erstellt 20. März 2020 12:36 | Permanent-Link

Sind wir als Reiseveranstalter verpflichtet unseren Kunden bei Einreisesperre und/oder Selbstquarantäne im Zielgebiet eine kostenlose Stornierung mit 14-tägiger Rückerstattung anzubieten oder dürfen wir laut Pauschalreiserecht auch die Option der Umbuchung innerhalb eines Jahres anbringen? In wieweit ist die Gutscheinaktion wie in anderen EU-Ländern durchsetzbar?

2.
Monika Laquai
Erstellt 20. März 2020 12:32 | Permanent-Link

Die Kunden die bereits vor den Reiseabsagen ihre Reisen mit Stornokosten storniert haben, besteht eine Möglichkeit die Stornokosten erstattet zu bekommen oder als Gutschein zu erhalten?

1.
Bessler
Erstellt 20. März 2020 12:30 | Permanent-Link

Wir sind ein kleiner Spezialveranstalter für Indien und Sri Lanka Reisen. Wir müssen für März und April alle Reisen absagen und den vollen Reisepreis rückersatten, aber Emirates, Qatar Airways und Oman Airways verweigern die Rückersattung selbst bei gestrichenen Flugverbindungen. EMDs und Reisevoucher, die nur 1 Jahr gültig sind, sind hier keine Lösung für uns. Wie können wir als Veranstalter unser Geld bei den Airlines einfordern. Consolitator lassen uns hier komplett im Regen stehen.

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