Firmenkundengeschäft

HRS führt Gebühren auf Nettopreise ein

HRS, hier die Firmenzentrale in Köln, verlangt in Zukunft auch für die Vermittlung von Nettoraten Geld von den Hotelpartnern.
HRS
HRS, hier die Firmenzentrale in Köln, verlangt in Zukunft auch für die Vermittlung von Nettoraten Geld von den Hotelpartnern.

Bislang mussten Hotels, die die Nettoraten ihrer Firmenkunden auf der HRS-Buchungsplattform einstellten, kein Entgelt an den Dienstleister entrichten. Damit ist demnächst Schluss. Der Portal-Betreiber aus Köln verlangt per Anfang Januar pro Buchung eine Transaktionsgebühr.

Der Startschuss fällt am 6. Januar 2020: Von da an verlangt HRS für kommissionsfreie Nettobuchungen eine Transaktionsgebühr in Höhe von 2,50 Euro. Das Entgelt gilt dabei pro reservierten Zimmer und Nacht, wobei laut Dienstleister maximal fünf Übernachtungen berechnet werden.

HRS begründet die kommende Transaktionsgebühr mit dem umfangreichen Service, den man auch den Hotels biete, sowie mit den erheblichen Investitionen in die technische Infrastruktur, von der eben auch die Hotels profitieren würden. Ab 2020 werde das Unternehmen die Kosten für diese technische Infrastruktur über eine Transaktionsgebühr für Nettobuchungen abdecken, wie es in der Geschäftsreisebranche bereits üblich sei, heißt es in den Erläuterungen zu den Anpassungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

HRS sei längst mehr als eine reine Vermittlungsplattform für Hotels, schreibt der Dienstleister auf seiner Webseite zu den geplanten Änderungen. Vielmehr biete das Unternehmen auch der Hotellerie umfangreiche Services wie die Ratenkontrolle sowie umfangreiche Reports und Buchungsdatenauswertungen. Mit dem HRS-Komplettservice würden sich die Hotels eine unmittelbare Alternative zu einem Anschluss an ein globales Distributionssystem (GDS) sichern. Kostenfrei ist diese Alternative ab Anfang Januar dann nicht mehr. Wobei, darauf legen die Kölner Wert, auch mit dem neuen Entgelt bleibe die eigene Plattform der günstigste und effizienteste externe Vertriebskanal im Firmengeschäft.

Die einzige Neuerung ist die Einführung einer Transaktionsgebühr auf Nettoraten bei HRS dabei nicht. So behält sich der Dienstleister in Zukunft laut geänderter AGB das Recht vor, Kommissionen und die neue Gebühr alle zwei Wochen statt wie bisher auf monatlicher Basis abzurechnen. Entscheidet sich HRS für diesen Schritt, würden die Hotels vier Wochen im voraus schriftlich oder via E-Mail über das neue Procedere informiert, betont  das Unternehmen.
1 Kommentar
  1. Wolfgang Strasser
    Erstellt 29. November 2019 15:34 | Permanent-Link

    .. eine logische Konsequenz der bisher sehr komfortablen Situation für die Hotels, die einen Großteil ihrer Zimmer auf diese Weise fast ohne Vertriebskosten an Firmenkunden bringen konnten.

Ihre E-Mail wird weder veröffentlicht noch weitergegeben. Notwendige Felder haben einen *

Spielregeln

stats