Boeing 737 Max

TUIfly und Sun Express reagieren auf Produktionsstopp

Die Fertigung der Boeing 737 Max wird ab Januar bis auf Weiteres eingestellt.
Michel Maes
Die Fertigung der Boeing 737 Max wird ab Januar bis auf Weiteres eingestellt.

Nach der Ankündigung von Boeing, den Bau weiterer 737-Max-Maschinen ab Januar vorerst einzustellen, äußerten sich die beiden Fluggesellschaften nun zu den Auswirkungen für den eigenen Betrieb. Dazu gehört auch die Anmietung von Ersatzmaschinen.

 

Der TUI-Konzern mit Sitz in Hannover hat 72 Maschinen des Typs 737 Max bis 2023 bestellt. Auch wenn bei der deutschen Airline TUIfly keine Flüge gestrichen wurden, trifft das Flugverbot den Konzern. Weil TUI 15 Flugzeuge des Typs bereits in der Flotte hat, mussten Ersatzmaschinen gemietet werden. Der Gewinn des TUI-Konzerns im Geschäftsjahr 2019 fiel dadurch um knapp 43 Prozent. 

Der Lufthansa-Ableger Sun Express rechnet nach dem Produktionsstopp des Unglücksflugzeugs Boeing 737 Max nicht mit großen Auswirkungen auf seinen Flugplan. Man habe in den vergangenen Wochen "an alternativen Szenarien gearbeitet, um sicherzustellen, dass wir unsere Kunden an ihre Zielorte im Sommer bringen können", sagte eine Sprecherin am heutigen Dienstag in Frankfurt. Nicht freigegebene Flugzeuge werde man mit angemieteten Maschinen ersetzen: "Wir werden uns, falls erforderlich, auf unsere bewährten Partnerschaften verlassen können."

Nach Sun-Express-Angaben sollten dieses Jahr von Boeing 13 Flugzeuge ausgeliefert werden. Davon seien bereits acht gebaut und stünden zur Zertifizierung bereit. Einen Zeitpunkt kenne man nicht und wolle sich auch nicht zu den Kosten der Verzögerungen äußern.

Insgesamt hat das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines bei Boeing 42 Exemplare fest bestellt. Man stehe nach wie vor hinter der Entscheidung, die 737 Max in die Flotte aufzunehmen. "Es versteht sich von selbst, dass dies die uneingeschränkte Lufttüchtigkeit des Modells voraussetzt, attestiert von allen relevanten Behörden."

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