Autokonzern

VW-Tochter übernimmt Geschäftsreise-Anbieter Voya

Froh über die neue Muttergesellschaft Volkswagen Financial Services: Voya-Gründer Maximilian Lober und Florian Stege.
Voya
Froh über die neue Muttergesellschaft Volkswagen Financial Services: Voya-Gründer Maximilian Lober und Florian Stege.

Das Start-up Voya erhält mit Volkswagen Financial Services eine neue Mutter. Die VW-Tochter übernimmt die Firma zu 100 Prozent. Für die Geschäftsführung um Maximilian Lober sowie für Vertriebspartner Lufthansa City Center bedeutet das Stabilität.

Bisheriger Hauptgesellschafter des 2015 in Hamburg gegründeten Start-up war Rockaway Ventures. Das Unternehmen ist Teil von Rockaway Capital, die 2016 einen Großteil der insolventen Unister-Gruppe aus Leipzig mit bekannten Portalen wie Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de übernommen hat. Rockaway Venture hat sich mittlerweile von Voya getrennt. Das Unternehmen gehört nun zu 100 Prozent der VW-Tochter, soll aber weiterhin eigenständig agieren. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart.

Lars Henner Santelmann, freut sich: "Mit der Akquisition ergänzen wir unser Mobilitätsangebot für Flottenkunden um das Management von Dienstreisen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Financial Services AG. Voya, von der Corona-Krise durchaus gezeichnet, könne nun in etwas ruhigeres Fahrwasser überführt werden, so Santelmann.

Auch für den Voya-Partner Lufthansa City Center (LCC) ist die Nachricht vom neuen Gesellschafter eine gute. Stabilität ist Markus Orth, Chef der Franchise-Kette, wichtig. Wie geplant will er Voya zu Mitte Juli in seinen knapp 300 LCC-Büros in Deutschland ausrollen und die Services der Geschäftsreise-Plattform den Firmenkunden seiner Büros anbieten.

Fuhrpark- und Travelmanagement

LCC hatte im vergangenen November im Rahmen einer strategischen Partnerschaft das Bestandsgeschäft von Voya übernommen und fortan in der eigenen LCC Reisebüro AG im eigens geschaffenen Bereich Voya Travel gemanagt. "Während dessen konnten wir Neukunden gewinnen, was zeigt, dass der Ansatz richtig ist", erläutert Orth gegenüber der fvw.

Zum Hintergrund: Über die von Maximilian Lober und Florian Stege gegründete Online-Plattform können Geschäftsreisende innerhalb von wenigen Minuten ihre Dienstreise planen lassen und buchen. Reisebüros und Firmenkunden können die Plattform als Whitelabel-Lösung anbieten. In dem Bereich sieht nun auch Volkswagen Potenzial, da Fuhrpark- und Travelmanagement in vielen Unternehmen sukzessive zusammenwachsen.

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