Airbus

Air France mit erstem Superjumbo

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Der erste interkontinentale Airbus A-380 trägt Air-France-Farben. Am Freitag holte Air-France-Chef Pierre-Henri Gourgeon den Flieger ab.

"Wir erfüllen mit dem neuen Jet die Anforderungen des Umweltschutzes, denn mit dem Flugzeug können wir doppelt so viele Passagiere befördern wie in einem A-340 oder einer Boeing B-777-200", so Gourgeon. Es würden weniger als drei Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer verbraucht. Das rechnet sich auch für die Airline. "Wir werden jährlich 15 Mill. Euro weniger für Treibstoff ausgeben." Außerdem hilft die größere Passagierkapazität beim Bedienen von stark ausgelasteten Flughäfen.

Bei strahlendem Sonnenschein inspizierte der Air-France-CEO gemeinsam mit Airbus-Chef Tom Enders den Jet. Die Sitze in den drei Klassen bieten keine Neuheiten. Aber "jeder Passagier hat mehr Platz", so Gourgeon, und es gibt ein neues Inflight Entertainment System. Die Passagiere können untereinander sogar per Video-Chat kommunizieren.

Tom Enders betonte, dass es passend sei, dass Air France als erste europäische Fluggesellschaft den Superjumbo erhalte: "Air France hat die größte Airbus-Flotte in Europa im Betrieb." Navigationssysteme arbeiteten bis zur Zahl 360, den 360 Grad eines Kampasses. "Mit der Zahl 380 zeigen wir, dass dieses neue Flugzeug die Grenzen der bisherigen Luftfahrt sprengt", so Enders.

Angesichts der feierlichen Stimmung verzichtet Gourgeon auf jeden Hinweis auf die erheblich verspätete Auslieferung des Flugzeugs. Air France hatte sich die Entscheidung, die Übernahme überhaupt zu feiern, schwer gemacht. Nach dem Absturz des AF-Jets im Südatlantik im Frühsommer, als 228 Menschen starben, hatte die AF-Spitze alle Feierlichkeiten abgesagt.

Air France lässt den A-380 mit 538 Passagiersitzen fliegen. Auf dem Oberdeck befindet sich die Business Class mit 80 Sitzen sowie etwa ein Viertel der 449 Economy-Sitze. Auf dem Hauptdeck ist eine kleine, nur neun Sitze umfassende First zu finden sowie der Hauptteil der Economy Class. Für jede Beförderungsklasse gibt es eigene Bars. Die First hat eine, die Business zwei und die Economy drei Bars. "3000 Flugbegleiter hatten sich beworben, um die ersten kommerziellen Flüge zu begleiten", schilderte Gourgeon die Anziehungskraft des Superjumbos. Es werden jeweils 22 Mitarbeiter in der Kabine die Passagiere betreuen.

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