Air Berlin

Lob für Hamburg-Frankfurt

Air-Berlin-Lenker Joachim Hunold
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Air-Berlin-Lenker Joachim Hunold

Air Berlin hat durch die Aufnahme der Route Hamburg-Frankfurt Sympathiepunkte bei Firmenkunden gesammelt. Auch die finanzielle Situation ist verbessert, so CEO Joachim Hunold.

Georg Jegminat

Mit den Vorausbuchungen für die City-Strecken von TUIfly "waren wir nicht sonderlich zufrieden", sagte Ulf Hüttmeyer, Finanzvorstand von Air Berlin. Die Berliner haben die operative Verantwortung erst am 25. Oktober übernommen. Vor allen die Yields seien nicht gut gewesen. Hüttmeyer geht davon aus, dass man die Ergebnisse für diese Routen bis zum Jahresende neutral gestalten könne. Soll heißen: Es werden keine Verluste mehr anfallen.

Der Vorstand arbeitet hart daran, die finanzielle Basis von Air Berlin zu verbessern. Dazu trägt wesentlich das Kostensenkungsprogramm Jump bei. Darin enthalten sind vier Flugzeugverkäufe und zwei Vermietungen. "Wir hoffen, bis Weihnachten weitere vier Flugzeuge verkaufen zu können und so einen weiteren signifikanten Beitrag zum Schuldenabbau zu schaffen", sagte der Finanzchef.

Bisher sind durch Jump die Kosten um mehr als 110 Mill. Euro gesenkt worden. Dabei wurden auch die Vertriebsprovisionen "erheblich abgesenkt", so Hüttmeyer. Zudem wurden Call-Center-Verträge neu vergeben, die Flughafen-Entgelte heruntergehandelt und mit den Piloten den Treibstoffverbrauch senkende Flugverfahren entwickelt.

Unter dem Strich hat Air Berlin durch operative und finanzielle Maßnahmen die Eigenkapitalquote auf 22 Prozent erhöht. Ende 2008 war sie auf kritische 15 Prozent geschrumpft. Die Netto-Verschuldung sank von 762 Mill. Euro auf 548 Mill. Euro. "Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, trotz des schwierigen Marktumfelds diese Zahlen erreicht zu haben", so Hunold. Für das Gesamtjahr erwartet er ein positives operatives Ergebnis.

In den ersten drei Quartalen beförderten die Airlines der Air-Berlin-Gruppe 21,0 Mill. Passagiere (minus 5,1 Prozent). Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Erlös pro angebotenem Sitzkilometer um 9,0 Prozent. Der Gesamtumsatz verringerte sich um 4,4 Prozent auf knapp 2,5 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Abschreibungen und Leasing-Aufwand (Ebitdar) verbesserte sich um 2,6 Prozent auf 390,7 Mill. Euro. Das Ergebnis war mit 13,8 Mill. Euro positiv. Basis dafür waren die Erfolge des Performance-Programms Jump, das im dritten Quartal voll wirkte und allein für die drei Monate von Juli bis September ein Ergebnis von 95,2 Mill. Euro ermöglichte.

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