Zusatzerlöse steigen steil an

Für die Gepäck-Beförderung werden mitunter hohe Gebühren verlangt.
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Für die Gepäck-Beförderung werden mitunter hohe Gebühren verlangt.

Der Anteil der Zusatzerlöse für Extraleistungen ist bei den Fluggesellschaften im vergangenen Jahr kräftig gestiegen, so die Studie vom Beratungsunternehmen Idea Works.

Idea Works hat die Geschäftsberichte von 96 Fluggesellschaften für die von Amadeus gesponsorte Studie analysiert. Dabei wurde ein möglichst breiter Ansatz für Zusatzleistungen angewandt. Die Schätzungen umfassen Umsätze aus Einzelleistungen wie Gepäck-Gebühren und Bordmenüs als auch Provisionen aus der Vermittlung von Hotel-Unterkünften, Mietwagen und Reiseversicherungen über die Airline-Websites, außerdem Partnerumsätze aus Vielflieger-Programmen.

Insgesamt sind demnach die Zusatzlöse der betrachteten 96 Airlins von 7,7 Mrd. Euro auf 11,0 Mrd. Euro angewachsen, ein Anstieg von 43 Prozent.

Topverdiener mit Extraerlösen sind drei US-Carrier. United und American liegen mit jeweils 1,5 Mrd. Euro vor Delta mit 1,1 Mrd. Euro. Ryanair folgt mit 0,7 Mrd. Euro auf Platz fünf hinter der Qantas (0,8 Mrd. Euro).

Betrachtet man die Anteile der Zusatzerlöse am Gesamtumsatz, haben aber die Billigflieger die Nase vorn. Allegiant erreicht 29,2 Prozent, vor Spirit (23,9 Prozent). Es folgen Ryanair mit 22,2 und Easyjet mit 19,4 Prozent. Von diesen Dimensionen sind die Netz-Carrier noch weit entfernt.

Amadeus unterstützt die Studie, weil das IT-Unternehmen ihre Produkte für den Vertrieb dieser Zusatzleistungen auf den Markt bringt. Die Netz-Carrier in Europa sind bisher vergleichsweise zurückhaltend mit dem Ausbau ihrer Zusatzleistungen. Firmenreisestellen betrachten die Entwicklung des Airline Pricings mit größter Skepsis, denn sie gehen davon aus, dass damit das Fliegen teurer wird. Die Airlines argumentieren, man biete viele Leistungen, die sich der jeweilige Reisende nach seiner Wahl zusammenstellen kann.

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