Zusatzerlöse dringend benötigt

ANA fliegt bevorzugt mit Boeing-Modellen wie dieser B-777.
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ANA fliegt bevorzugt mit Boeing-Modellen wie dieser B-777.

Die japanische ANA bietet ab Dezember einen neuen Service namens "ANA My Choice". Nach dem Vorbild von Air Canada können die Passagiere etliche Services hinzukaufen. Die Zusatzerlöse kann die ANA gut gebrauchen.

Rita Münck

Wettbewerber Japan Airlines (JAL) geht es allerdings noch schlechter. Die JAL steuert auf den vierten Verlust in fünf Jahren zu und kämpft mit einem Schuldenberg von zehn Milliarden Euro. Ein staatlicher Überbrückungskredit über umgerechnet 1,33 Mrd. Euro soll die Airline vor Schlimmerem bewahren.

Sowohl JAL als auch ANA leiden also unten den Folgen der Wirtschaftskrise. ANA nennt darüber hinaus auch noch die Schweinegrippe als Ursache für die eingeschränkte Reisefreude der Passagiere. Das Ergebnis im ersten Halbjahr spiegelt das wider: Der Nettoverlust der ANA betrug gut 25,4 Mrd. Yen. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 22 Mrd. Yen in den Büchern gestanden. Der Umsatz ging um 18,8 Prozent auf 611,8 Mrd. Yen zurück.

Durch das neue "ANA-My-Choice"-Produkt hofft die Airline, bald aus einer zusätzlichen Erlösquelle schöpfen zu können. Wie bei den Billigfliegern längst Usus, will sich künftig auch die ANA etliche Services bezahlen lassen.

Sie zielen insbesondere auf Geschäftsreisende ab, die nicht mehr in der Business Class fliegen dürfen. Gegen einen vergleichsweise geringen Aufpreis können sie künftig das Speisen- und Getränke-Angebot der Business Class nutzen. Auch ein Flughafen-Lounge-Besuch kann künftig für bestimmte Abflüge in Tokio-Haneda und Tokio-Narita hinzugebucht werden. Kostenpunkt zum Start: knapp 30 Euro. Weitere Komponenten sollen 2010 folgen.

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