Wirbel um Betreuung von VW-Etat

Es gebe keine Probleme bei der Personalsuche, so HRG-Deutschland-Chef Mathias Warns.
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Es gebe keine Probleme bei der Personalsuche, so HRG-Deutschland-Chef Mathias Warns.

HRG soll Probleme haben, Mitarbeiter für die Betreuung des neuen Kunden VW zu finden. Grund sind laut Medien-Spekulationen unattraktive Arbeitsbedingungen. Stimmt nicht, kontert HRG-Deutschland-Chef Mathias Warns.

Martin Jürs

Allerdings hat die Freude des Geschäftsreise-Anbieters einen ersten Dämpfer bekommen. Grund hierfür ist ein Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) vom 1. Juni. Unter der Überschrift "VW nordet Geschäftsreise-Partner ein" berichtet die Zeitung von Schwierigkeiten der Geschäftsreisekette, Mitarbeiter für die eigens gegründete Tochtergesellschaft zu finden. Sie soll ab 1. Oktober die Betreuung des neuen Firmenkunden vom bisherigen VW-Partner BCD Travel übernehmen.

Die Probleme bei der Personalsuche könnten daran liegen, dass die Tochtergesellschaft, anders als HRG selbst, nicht an den Branchen-Tarifvertrag gebunden sei und die Arbeitsbedingungen daher wenig attraktiv seien, so die Zeitung weiter.

Den Vorwürfen der HAZ widerspricht HRG energisch. Zwar sei es richtig, dass eine HRG-Tochterfirma ohne Tarifbindung für VW zuständig sei. Doch das sei in der Branche durchaus üblich, erläutert Mathias Warns, Deutschland-Chef von HRG, in einer eigens verfassten Pressemitteilung.

Bei der Ausgestaltung der neuen Arbeitsverhältnisse zur Betreuung des Reisetats von VW hätten vor allem praktische Überlegungen im Vordergrund gestanden, die zum Teil mit den Rahmenbedingungen des derzeit gültigen Branchen-Tarifvertrags nicht in Übereinstimmung zu bringen waren. "Unter anderem aus diesem Grund wurde die Nutzung einer Tochtergesellschaft zum Betrieb einiger Standorte von Anfang an in unserem Konzept eingeplant", so Warns weiter.

Die Mitarbeiter würden eine attraktive und motivierende Vergütung erhalten, die sich an den Tarifvertrag für die Touristik anlehne, erklärt Warns.

Auch gegen eine Arbeitnehmer-Vertretung in der Tochtergesellschaft habe man selbstverständlich nichts, wie in dem HAZ-Bericht ebenfalls angedeutet. Warns: "Natürlich gehen wir davon aus, dass sich nach Aufnahme des Betriebs in den neu geschaffenen Strukturen Arbeitnehmer-Vertretungen gemäß den gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen bilden, und wir freuen uns auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit." 

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