"Wir haben an Höhe gewonnen"

Lufthansa-Finanzchef Stephan Gemkow
PR
Lufthansa-Finanzchef Stephan Gemkow

Der Premiumverkehr auf der Langstrecke erholt sich. "Die Qualität unserer Erlöse verbessert sich deutlich", sagt Lufthansa-Finanzchef Stephan Gemkow. Aber Europa bleibt ein Problem.

Georg Jegminat

Lufthansa setzt mit ihren Produkten vom Vielfliegerprogramm über das Streckennetz und den Flugplan stark auf Geschäftsreisende. Es ist für sie deshalb besonders wichtig, dass sich nicht nur der Massenmarkt mit Hilfe von Preisaktionen beleben lässt, sondern auch die guten Vollzahlen wieder zum gewohnten Reiseverhalten zurückkehren.

Gemkow berichtete, dass auch die First- und die Business-Class-Sitze in den beiden ersten A-380-Flugzeugen hervorragend gebucht seien. Als weiteren Belegt für das wiederkehrende Premiumgeschäft, nicht nur bei Lufthansa, führte er die Umsatzentwicklung der Cateringtochter Lufthansa Sky Chefs an. Deren Umsatz stieg von 778 auf 799 Mill. Euro.

"Wir haben an Höhe gewonnen", sagte Gemkow. Aber der Europa- und Deutschland-Verkehr erhole sich nur langsam. In Europa fliegen die Lufthansa-Jet mit recht weit nach vorn geschobenen Vorhängen. Lediglich 27 Prozent der Erlöse im Kontinentalverkehr stammen aus dem Premiumsegment. Während im Verkehr nach Asien, Amerika und Afrika die Yields zweistellig angestiegen sind, sanken die Erlöse pro Sitzplatzkilometer in Europa um 2,8 Prozent.

Gemkow zeigte sich jedoch nicht sehr optimistisch. Die Nachfrage in Europa habe sich strukturell verändert. Geschäftsreisende fliegen zwar wieder, sitzen aber entweder in der Eco oder fliegen die kurzen Strecken mit Low Cost Carriern. Nach Gemkows Aussage verliert die Lufthansa in Europa jedoch kein Geld: "Wir sind in allen Verkehrsgebieten profitabel."

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats