Wie ist die Rendite einer Geschäftsreise?

Zu viele Variablen: Der Nutzen einer Geschäftsreise bleibt eine Bauchentscheidung.
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Zu viele Variablen: Der Nutzen einer Geschäftsreise bleibt eine Bauchentscheidung.

Bleibt die Berechnung des Return On Investments einer Geschäftsreise ein Muster ohne Wert? Auf dem Executive Forum von Acte und VDR fand sich niemand, der so rechnet.

Im Bereich der Zusatzgebühren sind den Unternehmen jedoch die Hände gebunden. Die Airlines machen hier die Vorgaben, die GDS und andere IT-Dienstleister müssen sie umsetzen. Sogar der Protest des Geschäftsreise-Verbands, die Treibstoff-Zuschläge im Falle einer Stornierung zu erstatten, bleibt unerörtert. Lufthansa habe erklärt, dass es in diesem Punkt keinen Spielraum gebe, sagte VDR-Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl.

Ganz anders sieht es in der internen Kalkulation der Corporates aus. Hier kommen auf die Travel Manager immer höhere Anforderungen aus der Geschäftsleitung, den Wert einer Reise zu ermitteln.  Laut einer aktuellen Studie würden in den USA bereits 32 Prozent der Unternehmen den Return on Investment einer Geschäftsreise ermitteln, sagte Marion Klar, Head of Consulting bei HRG in Zentraleuropa.

Dass dieser Trend zügig nach Europa kommt, halten die Travel Manager allerdings für zweifelhaft. Begründung: Es gebe schlichtweg keine Formel, mit der die Gesamtkosten einer Reise und darauf aufbauend der zu erwartende Gewinn im Vorfeld sicher errechnet werden können. Die Gefahr sei groß, dass in der Kalkulation die Steuerungskosten größer sind als das Abschöpfungspotenzial, fasst Michael Schneider, Director International Sales bei Airplus, die Ergebnisse eines Workshops zusammen.

Weiterführende LinksZum Blog: Was ist der Wert einer Dienstreise?

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