Web ersetzt reales Reisen nicht

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Andreas Wilbers, Professor für Business Travel Management an der FH Worms, verweist auf eine neue Studie der Universität Illinois.

Als wesentlicher Grund werde das fehlende Vertrauen zwischen den Team-Mitgliedern genannt. Was bedeutet es beispielsweise, wenn ein Mitarbeiter nicht unverzüglich auf ein E-Mail antwortet? Arbeitet der Mitarbeiter gerade an einem anderen wichtigen Projekt, interessiert ihn das gemeinsame Projekt nicht oder ist er mit den Inhalten der Mails nicht einverstanden und ignoriert sie einfach? Die Forscher ziehen den Schluss, dass Vertrauen und somit effektive Kooperation nur möglich ist, wenn sich Menschen gelegentlich persönlich treffen.

Wilbers: "Die Schlussfolgerungen der Studie sind für die Geschäftsreise-Branche ein positives Signal. Persönliche Treffen, sei es in Form von betriebsinternen Besprechungen, Verkaufs- und Einkaufs-Meetings oder Tagungen erhöhen den Erfolg der täglichen Arbeit." Eine radikale Kürzung von Reise-Budgets über eine Krisenzeit hinaus scheine hingegen wenig sinnvoll und gefährde den Unternehmenserfolg. "Moderne Kommunikationsinstrumente bleiben selbstverständlich unverzichtbar", betont der Professor aus dem Bergischen Land, "jedoch nicht um den Erfolg zu sichern, sondern um die Arbeitseffizienz zu verbessern".

Das fvw-Schwestermagazin BizTravel kommt in seiner jüngsten Ausgabe zum selben Ergebnis: Seite 10 – "Zukunft des Reisens: Virtuell ist keine Lösung".

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