Visa-Bestimmungen verschärft

Der DRV ist besorgt, die Branche schüttelt den Kopf: Die Russische Föderation hat mit sofortiger Wirkung ihre Vorschriften zur Visa-Erteilung für deutsche Staatsbürger verschärft.

Von deutschen Privatreisenden und Touristen wird nun ein Bankkontoauszug vorlangt, der durch den regelmäßigen Eingang von Gehalt, Rente, Pension oder anderen Garantien die "Rückkehrwilligkeit" ins Heimatland nachweise. Das kann auch eine Arbeits- und Verdienst-Bescheinigung oder der Nachweis von Wohneigentum sein.

Geschäftsreisende müssen als Selbstständige die Registrierung der eigenen Firma vorlegen, als Angestellte eine Bestätigung der Arbeitgebers über das Beschäftigungsverhältnis, aus dem sich die Position des Arbeitnehmers in der Firma, das monatliche Gehalt und die Entsendung zur Dienstreise nach Russland ergeben.

In einem Schreiben an die russische Botschaft in Berlin hat der DRV auf die negativen Auswirkungen der neuen Nachweispflichten auf den Incoming-Tourismus in Russland hingewiesen. Er appelliert außerdem an die russischen Behörden, die neue Regelung zu überdenken.

Russland gehört zwar nicht zu den klassischen Urlaubsreise-Ländern der Deutschen, entwickelt sich aber positiv. Laut World Travel Monitor des Marktforschungsunternehmens IPK International bereisten im Jahr 2002 etwa 360.000 Deutsche das Land, 2008 kamen bereits 558.000 deutsche Besucher.

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