Viertgrößte Airline entsteht

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British Airways (BA) und Iberia haben vereinbart, bis Ende 2010 zu fusionieren. Damit entsteht die nach Umsatz viertgrößte Airline-Gruppe der Welt.

Die BA-Eigentümer erhalten 55 Prozent der Holding-Anteile, Iberia-Aktionäre 45 Prozent. Diese Relation war eines der Probleme in dem langen Verhandlungsprozess zwischen beiden Airlines. Denn während der Verhandlungen änderten sich die Börsenwerte der Gesellschaften, verstärkt durch das schwache britische Pfund. Ursprünglich sollte Iberia mit einem Drittel in die Holding eingehen. Im Laufe der Verhandlungen wurde Iberia jedoch sogar mehr Wert als BA.

Weiteres Störfeuer gab es durch plötzlich bekannt gewordene Gespräche zwischen BA und Qantas. Die Briten wollen auch mit der australischen Fluggesellschaft eine unternehmerische Verbindung eingehen. Das stieß beim damaligen Iberia-Chef Fernando Pinto in Madrid auf großen Unmut und stoppte die Verhandlungen zunächst. Seit wenigen Monaten steht Vázquez an der Spitze der spanischen Fluggesellschaft. Er scheint unbelastet von den langen Verhandlungen neuen Schwung eingebracht zu haben.

Das Konzept der Airline-Gruppe sieht vor, dass man eine wesentliche Rolle im Transatlantik-Verkehr spielt. Hauptpartner wird American Airlines, mit der eine vertiefte Kooperation geplant ist. Dafür wurde die Kartellfreistellung bei den US-Verkehrsbehörden beantragt. Die Entscheidung wurde jedoch vor zwei Wochen auf Anfang 2010 vertagt.

Derzeit rangiert die Lufthansa-Gruppe nach Umsatz auf Rang eins der Fluggesellschaften, gefolgt von Air France-KLM und American Airlines. British Airways/Iberia liegt als Gruppe knapp vor der neuen Delta-Gruppe (inklusive Northwest Airlines).

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