Verbände wollen Klarheit

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Die Absenkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen sorgt nach wie vor für massive Verwirrung. Acht Spitzenverbände der Wirtschaft fordern jetzt eine klare Handlungsanleitung des Finanzministeriums.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte zum Jahreswechsel den Mehrwertsteuer-Satz für Hotelübernachtungen von 19 auf 7 Prozent gesenkt, den Steuersatz für Leistungen wie Frühstück oder W-Lan-Nutzung in den Hotels dagegen unverändert gelassen.

Zu den Verbänden, die nun schnell Klarheit im Umgang mit den verschiedenen Steuersätzen verlangen, gehören der Bundesverband Deutscher Banken (BdB), die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband Groß-, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel (HDE) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Die Verbände schlagen unter anderem vor, die so genannte Arbeitgeber-Veranlassung zu vereinfachen, nach der für das Hotelfrühstück bei der Abrechnung der Sachbezugswert zumindest ohne großen Aufwand angesetzt werden kann.

Der Appell der Spitzenverbände trifft dabei beim Branchenverband VDR auf ungeteilte Zustimmung. "Die Unternehmen brauchen jetzt einen praxisorientierten Anwenderhinweis, um ihren Verwaltungsaufwand und die damit verbundenen Mehrkosten zu minimieren", erklärt Verbandspräsident Dirk Gerdom. "Der ganze Prozess – von der Buchung bis zur Reisekosten-Abrechnung – muss deutschlandweit einheitlich geregelt sein, so dass sich Unternehmen bei der Abrechnung von Geschäftsreisen wieder sicher fühlen können", so Gerdom weiter.

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