Tests der Körperscanner startet

Imago

Auf dem Flughafen Hamburg wird die Bundespolizei die ersten beiden Körperscanner testen. In Manchester sorgte der Test schon für Ärger.

Georg Jegminat

Das ausgewählte Gerät zeigt auf dem Prüfmonitor nicht ein reales Bild des Körpers, sondern eine schematische Darstellung. Verdächtige Gegenstände werden rot markiert dargestellt, so dass bei der Nachkontrolle gezielt gesucht werden kann. In der Testphase soll die Teilnahme freiwillig sein. Dabei dürften aber auch die praktischen Abläufe optimiert werden, damit die Kontrollen eher zügiger, auf keinen Fall aber langsamer werden.

Auf dem Flughafen Manchester, wo bereits hundertausende Passagiere durchleuchtet wurden, wurde zwei Frauen der Flug verweigert. In Manchester wird per Zufallsprinzip bestimmt, wer traditionell kontrolliert wird und wer durch den Scanner gehen muss. Zwei muslimische Frauen hatten sich aus religiösen Gründen geweigert, die Körperscanner zu passieren. Der Vorfall löste in Großbritannien eine rege Diskussion über Menschenrechte und das Verletzen des Privaten durch die Scanner aus.

In Deutschland dringen die Datenschutz-Beauftragten darauf, in die Verfahren mit einbezogen zu werden. Sie wollen dafür sorgen, dass die Scannbilder sofort nach der Kontrolle gelöscht werden.Je nachdem wie die Tests verlaufen und wie die baulichen Gegebenheit auf den deutschen Flughäfen aussehen, dürfte eine breitangelegte Installation der Geräte im Jahr 2011 starten.

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