Streik im öffentlichen Dienst

Stillstand am 8. Juni: Dann will der öffentliche Dienst in Spanien streiken
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Stillstand am 8. Juni: Dann will der öffentliche Dienst in Spanien streiken

Die spanische Gewerkschaft UGT quittiert die angekündigten Sparmaßnahmen der Regierung mit Streik-Ankündigungen für den öffentlichen Dienst.

Was die Gewerkschaft auf die Palme bringt: Die jüngsten Sparbemühungen der Regierung treffen überwiegend den öffentlichen Dienst. Gehaltskürzungen um fünf Prozent für alle Beschäftigten im Staatsdienst, Stellenabbau, Nullrunden bei den Renten, Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre — darauf hatte sich die sozialistische Regierung vergangene Woche festgelegt, um den weltweiten Geldgebern des Landes aufrichtigen Sparwillen zu signalisieren.

Doch offensichtlich will Zapatero die Konfrontation mit den Gewerkschaften nicht weiter anheizen. Gestern gab er bekannt, dass die Rentner einen Ausgleich erhalten sollen, falls die Inflation über ein Prozent steigt.

Ob dieses Signal die Beschäftigten im öffentlichen Dienst besänftigen wird, ist kaum zu erwarten. Bis auf weiteres müssen sich Reisende darauf einstellen, dass am 8. Juni zum Beispiel keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren und alle Ämter geschlossen sind.

Die Streik-Bereitschaft über den öffentlichen Dienst hinaus wird im Wesentlichen davon abhängen, ob die Regierung ihre Sparbemühungen verschärfen und sogar Steuer-Erhöhungen ankündigen muss. Kommt es dazu, steht Spanien ein heißer Streiksommer bevor.

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