Stabiles Preisniveau in Deutschland

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Es geht aufwärts mit den Hotelpreisen, allerdings im Ausland und nicht in Deutschland: Zu diesem Ergebnis kommt der Hotelpreisradar von HRS.

München war im zweiten Quartal mit einem Zimmerpreis von knapp 100 Euro das teuerste Pflaster Deutschlands. Knapp dahinter und nur wenige Euro günstiger liegen die Zimmerpreise in Frankfurt am Main und Hamburg. Im Vorjahreszeitraum 2009 Hamburg laut HRS-Hotelpreisradar noch mit über 100 Euro an der Spitze, vor München und Frankfurt. Am günstigsten konnte man im zweiten Quartal dieses Jahres in Stuttgart, Köln und Nürnberg übernachten.

Im europäischen Ausland löste Oslo nach Angaben von HRS Moskau und Zürich an der Spitze der teuersten Hotelzimmer ab. 140 Euro kostete eine Hotel-Übernachtung in der norwegischen Hauptstadt im Durchschnitt. Ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei dürfte wohl vor allem der Eurovision Song Contest im Mai die Zimmerraten in die Höhe getrieben haben.

Prag, Budapest und Warschau sind im zweiten Quartal wie auch im Vorjahr wieder die günstigsten Metropolen.

Außerhalb Europas sind die Übernachtungen in New York, Singapur und Sydney am teuersten. In New York, der Stadt, die angeblich niemals schläft, muss man für ein Bett im Durchschnitt knapp 164 Euro bezahlen. Damit bleibt die US-Metropole wie auch im Vorjahr am teuersten. Singapur liegt laut HRS jetzt auf dem zweiten Platz mit 137 Euro pro Übernachtung, die asiatische Millionen-Stadt war 2009 im zweiten Quartal noch auf dem sechsten Platz.

Zurückgefallen im Raten-Ranking ist dagegen Vancouver. Bei dem kanadischen Austragungsort der Olympischen Spiele 2010 lohnt sich ein Blick auf den Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres, waren doch die Übernachtungspreise durchschnittlich auf über 150 Euro geklettert. Die Zimmerpreise haben sich seitdem wieder normalisiert und liegen jetzt bei knapp 93 Euro und somit sogar unter dem Vorjahresniveau.

Dass sich Großereignisse unmittelbar auf die Hotelpreise auswirken, zeigt auch das Beispiel Kapstadt: Im zweiten Quartal stiegen dort die Zimmerraten im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent. Kein Wunder, schließlich richtete Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 aus.

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