Spanair und Air Baltic verkauft

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS räumt kurz vor dem Jahreswechsel noch unter ihren Beteiligungen auf. Spaniar und Air Baltic bekommen neue Eigentümer.

Georg Jegminat

Bei Air Baltic ist die Situation komplett anders. SAS hielt nicht 95 Prozent des Kapitals wie bei Spanair, sondern lediglich 47 Prozent. Die Mehrheit wird vom lettischen Staat gehalten. Die 47 Prozent gehen an das Management der Fluggesellschaft, deren CEO der Deutsche Bertolt Flick ist. Dem Vernehmen nach geht die Beteiligung für 20,3 Mill. Euro über den Tisch.

Die Kooperation zwischen SAS und Air Baltic soll jedoch fortgesetzt werden. Die lettische Fluggesellschaft betreibt eine Flotte von 26 Flugzeugen. Drehkreuze sind Riga und Vilnius.

SAS selbst fährt einen Restruktuierungskurs, um das eigene Geschäft wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Bei Spanair waren im dritten Quartal 163 Mill. Euro Verlust angefallen. Der Air-Baltic-Verkauf dürfte dazu dienen, Komplexität aus dem SAS-Konzern herauszunehmen. Inwieweit die schwierigen Gespräche mit Lufthansa über den Einstieg bei SAS eine Rolle spielen, kann man heute nur spekulieren.

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