Sixt fährt in die schwarzen Zahlen

Sixt-Vorstandschef Erich Sixt
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Sixt-Vorstandschef Erich Sixt

Autovermieter Sixt hat im ersten Quartal eine hohe Hürde genommen. Nach einem Vorsteuer-Ergebnis von minus 34,6 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum, hat Vorstandschef Erich Sixt nun wieder ein Plus von acht Millionen Euro vorgelegt.

Rita Münck

Profitiert hat Sixt auch vom eisernen Sparkurs. So konnte er die Fuhrparkkosten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 Prozent reduzieren. Der Aufwand für Abschreibungen sank sogar um 35 Prozent. "Wir haben überall gespart, unter anderem auch die Vermiet-Prozesse verschlankt", erläutert Sixt.

Einen nicht kalkulierbaren Profit in siebenstelliger Höhe hat Sixt im April durch die isländische Aschewolke erzielt. Weil der Flugverkehr tagelang lahm lag, nutzten vieler Menschen Mietwagen, um ans Reiseziel zu kommen. "Aber das sind Zusatzerlöse, die wir uns eigentlich nicht wünschen", so Sixt, der selbst begeisterter Pilot ist.

Die Flotte des Vermieters beläuft sich nunmehr auf 60.100 Fahrzeuge, was elf Prozent weniger sind als im ersten Quartal 2009. Da die Nachfrage aber wieder anziehe, beginne Sixt nun langsam damit, die Flotte wieder auszubauen.

Weiter wachsen will Sixt auf internationaler Ebene, dort, wo der Vermieter bereits mit eigenen Stationen vertreten ist. Einen Großangriff hat er in Frankreich gestartet, wo Sixt nun wie bereits in Deutschland, versucht, mit provokanter Werbung auf sich aufmerksam zu machen. Das sei ihm nach eigenen Angaben unter anderem mit folgendem Spruch gelungen, der zur Anmietung eines französichen Kleinwagens aus der Sixt-Flotte animieren soll: "Machen Sie es wie Frau Bruni, nehmen sie einen kleinen Franosen!" Immerhin: Sixt will in Frankreich bereits einen Marktanteil von acht Prozent haben. Zum Vergleich: In Deutschland liegt er bei 30 Prozent.

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