Sicherheitslöcher analysieren

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel
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ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel

Die Vorfälle mit Sprengstoff in Luftfracht-Sendungen müssen detailliert geklärt werden, fordert Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Airport-Verbands ADV.

Bei der Luftfracht handele es sich um komplexe logistische Prozesse, die sehr zeitsensibel sind. Die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen werden regelmäßig von deutschen und europäischen Behörden überprüft.

Beisel erläutert, dass für die Kontrolle von Luftfracht-Sendungen in Deutschland die Fluggesellschaften zuständig sind. Die Fluggesellschaften wiederum unterliegen den Weisungen des Luftfahrt-Bundesamtes. Grundsätzlich müssen Luftfrachtsendungen vor der Verladung in das Luftfahrzeug kontrolliert werden. Gleiches gilt für Transfer-Fracht, die aus Drittländern außerhalb der EU umgeladen wird.

Seit April 2010 gibt eine EU-Verordnung den aktuellen Rahmen zur Herstellung einer so genannten "sicheren Lieferkette" vor. Nach dieser müssen Unternehmen in Deutschland durch lückenlose Kontrollen einen sicheren Transport von Fracht garantieren. Dazu müssen diese Unternehmen durch das Luftfahrt-Bundesamt als "Reglementierte Beauftragte" oder "Bekannte Versender" zertifiziert werden.

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