Schulterschluss von Airlines und Airports

HAM Airport

Die lange gehegten Pläne zu einem gemeinsamen Luftverkehrsverband in Deutschland scheinen konkret zu werden. Ziel ist mehr politischer Einfluss.

Im Vergleich zu anderen Branchen ist der Luftverkehr politisch relativ schwach vertreten. Selbst Lufthansa, Primus der Branche und als deutsche Marke weltweit präsent, hat in jüngster Zeit feststellen müssen, dass sie mit ihren Argumenten wenig Gehör in Berlin findet. Deshalb drängt sie schon länger auf einen Gesamtverband, in den die Flughäfen mit ihren vielfältigen Beziehungen in die Politik der Bundesländer einbezogen sind.

Allerdings haben insbesondere kleinere Flughäfen in der Arbeitsgemeinschaft der Verkehrsflughäfen (ADV) Widerstand geleistet. Sie fürchten, dass Lufthansa lediglich für die Belange der Großen der Branche eintreten werde. Beispielhaft ist die "Intitiative Luftverkehr", in der sich Lufthansa mit der Flugsicherung und den beiden größten deutschen Flughäfen Frankfurt und München zusammengeschlossen hat. Doch offenkundig hat auch die Initiative nicht für den erhofften Erfolg in der politischen Diskussion gesorgt.

Nach Information vom "Handelsblatt" gibt es jetzt eine grundsätzliche Übereinkunft, dass die deutschen Fluggesellschaften im Airline-Verband BDF und das Flughafen-Bündnis ADV nun unter ein gemeinsames Dach schlüpfen. Auch die Flugsicherung und der BDLI sind dabei. Der BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrt-Industrie) vertritt die Interessen der Hersteller im Bereich von Luft- und Raumfahrt.

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