Ryanair verbreitet Optimismus

An der reinen Boeing-Flotte kann Ryanair derzeit nicht genug sparen.
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An der reinen Boeing-Flotte kann Ryanair derzeit nicht genug sparen.

Europas größter Billigflieger hat seinen winterlichen Quartalsverlust deutlich verringern können. Die Folge: CEO Michael O'Leary erhöht die Gewinnprognose für das Gesamtjahr.

Im vierten Quartal 2009 belief sich bei Ryanair das Minus auf 10,9 Mill. Euro nach 101,5 Mill. Euro Verlust im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz erhöhte sich dabei nur minimal um einen Prozent auf 612 Mill. Euro.

Für das bis Ende März 2010 laufende Geschäftsjahr rechnet Ryanair-Boss Michael O'Leary nun mit einem höheren Netto-Gewinn von 275 Mill. Euro. Zuvor hatte das Unternehmen ein Plus am unteren Ende in einer Spanne von 200 bis 300 Mill. Euro prognostiziert. In die Karten spielen dem Billigflieger dabei die Marktaustritte von Wettbewerbern wie Sky Europe (Slowakei), My Air (Italien) oder Flyglobespan (Großbritannien).

Das Expansionstempo von Ryanair bleibt dennoch weit hinter den Vorjahren zurück. Zwar werden bis zum Jahresende 2012 insgesamt 112 Boeing-Jets übernommen. Über einen Anschlussauftrag für den Zeitraum 2013 bis 2016 gibt es allerdings derzeit keinerlei Gespräche mit dem US-Flugzeughersteller. Im Dezember hatte Ryanair die Gespräche mit Boeing abrupt beendet, weil dem Billigflieger die Konditionen nicht günstig genug erschienen. Aus Kostengründen betreiben die Iren ausschließlich Boeing-Jets der B-737-Familie. Für 2013 bis 2016 war der Kauf von bis zu 200 neuer Jets vorgesehen.

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