Polen startet größte Werbe-Aktion

Die Fryderyk Chopin wirbt für Urlaub in Polen.
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Die Fryderyk Chopin wirbt für Urlaub in Polen.

Drei Monate lang wirbt unser östlicher Nachbar für sich als Urlaubsland. In Norddeutschland legt dazu ein Zweimaster an, zahlreiche Veranstaltungen begleiten die Kampagne.

Von Oliver Graue

Polen startet damit eine Werbe-Kampagne, die sich über die kommenden Jahre bis zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft in unserem östlichen Nachbarland 2012 fortsetzen soll. Zu den Schwerpunkten gehört die ITB-Partnerschaft 2011. Insgesamt stellt die Europäische Union etwa 30 Mill. Euro für die touristische Werbung Polens zur Verfügung.

Die ersten Ziele der "Chopin"-Reise waren Dänemark und Schweden. Von Deutschland aus führt die Tour dann weiter nach Belgien, Frankreich, England und Holland. An Bord der Schiffe sind junge polnische Studenten, die sich dafür in einem Wettbewerb qualifiziert hatten.

Zu den wichtigsten Aktionen in den Häfen zählt das Bemalen eines Klaviers. In Hamburg etwa können Besucher am 3. Juli die weißen Kunststoff-Attrappen künstlerisch gestalten und signieren, in Rostock liefern sich Teams aus drei Gymnasien einen entsprechenden Mal-Wettbewerb. In Lübeck und Kiel wird zudem die Eröffnung des Schleswig-Holstein Musikfestivals gefeiert, als dessen Partnerland in diesem Jahr Polen fungiert. Zudem laden die polnischen Studenten auf dem Schiff zu Diskussionsrunden über Themen wie Freiheit und Liebe ein – und zu anschließenden Feiern.Der dreimonatige Törn unter dem Titel "Chopin – The Course" ist die "bislang größte Werbe-Aktion für Polen im Ausland", betont Jan Wawrzyniak, Direktor des Polnischen Fremdenverkehrsamts in Deutschland. Das Segelschiff wurde 1992 auf einer Danziger Werft erbaut und hat seinen Heimathafen heute in Stettin.

Bei der Zahl der ausländischen Touristen verbucht Polen einen leichten Zuwachs: Im ersten Quartal reisten gut drei Prozent mehr Gäste ins Land als im Vorjahreszeitraum. 2009 allerdings hatte sich mit einem Rückgang von elf Prozent (deutsche Touristen: fünf Prozent) als ein "sehr schlechtes Jahr erwiesen", so Wawrzyniak. Insgesamt zählte Polen im vergangenen Jahr elf Mill. Touristen, von denen mit 4,7 Mill. fast 40 Prozent aus Deutschland kamen. 

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