Phocuswright stärkt GDS den Rücken

Phocuswright-Forscher Douglas Quinby setzt auf die Zukunft der GDS.
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Phocuswright-Forscher Douglas Quinby setzt auf die Zukunft der GDS.

Amadeus, Sabre und Travelport rücken sich ins rechte Licht. Sie seien die stillen Riesen im Reisegeschäft, heißt es in einem neuen Whitepaper von Phocuswright.

Dirk Rogl

9,6 Mrd. US-Dollar vermittelter Umsatz und 1,1 Mrd. Transaktionen 2008, 23.000 Mitarbeiter  und Anschluss an weltweit 163.000 Reisebüros – in einem neuen Whitepaper macht der US-Forschungsdienst Phocuswright auf die besondere Rolle der GDS aufmerksam.

Die Studie ist gespickt mit aktuellen Zahlen und Fakten über das Geschäft von Amadeus, Sabre und Travelport und kann kostenfrei über die Websites der Itsa und seiner europäischen Schwesterorganisation Ettsa abgerufen werden. Die ITSA, der neben den drei großen GDS auch alle führenden Online-Reisebüros der USA angehören, ist zugleich Sponsor der Studie.

Quinby und sein Team messen den GDS auch in Zukunft eine wichtige und zum Teil steigende Rolle im Reisevertrieb bei. Ihr Marktanteil dürfte leicht ansteigen, auch weil Online-Portale und Geschäftsreisebüros an Bedeutung gewinnen, heißt es in dem Papier.

Als Herausforderung nennt Quinby den Trend zu Direkt-Anschlüssen an die Reservierungssysteme der Leistungsträger und der Ausweisung von Zusatzentgelten, die zurzeit nicht immer über GDS abbildbar sind. Wenn sich die GDS diesen Herausforderungen stellen, werden sie die Reisebranche weiter stärken, heißt es.

Die kostenfreie Studie ist für Phocuswright eher ungewöhnlich. Ihre Veröffentlichung ist ein Anzeichen dafür, dass die GDS ein erhöhtes Interesse an einer besseren Außendarstellung insbesondere in der Finanzwelt haben.

Wie berichtet, gibt es für alle drei GDS Gerüchte, dass Börsengänge in Vorbereitung sind. Amadeus (BC Partners, Cinven), Sabre (Silver Lake, Texas Pacific) und Travelport (Blackstone, One Equity Partner) gehören jeweils seit mehreren Jahren mehrheitlich Investment-Unternehmen.

Weiterführende LinksDie komplette Phocuswright-Studie zum Download

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