Peking lässt Lufthansa auflaufen

Lufthansa

Lufthansa wollte nach Auslieferung des vierten Airbus A-380 dreimal wöchentlich nach Peking fliegen. Doch die chinesische Regierung hat die Flüge beschnitten.

Offiziell heißt es vom Flughafen in Peking, dass die Abfertigung des Riesenfliegers technisch noch nicht rund laufe. Doch das passt nicht zusammen mit der Eröffnung des neuen Terminals auf dem Hauptstadtflughafen: Der Airport verfügt über 20 Gates für den A-380 und sei "A-380-ready".

Beobachter sind sich sicher, dass kommerzielle Interessen dahinter stecken. Die Faszination des neuen Flugzeugs zieht weiterhin die Passagiere an. Außerdem hat Lufthansa die Einführung mit günstigen Einstiegspreisen unterstützt. Chinesische Airlines und die dortige Luftverkehrsbehörde befürchten Markt-Anteilsverschiebungen und kommerzielle Nachteile, heißt es aus Brachenkreisen.

Dabei hat Lufthansa über mehrere Jahrzehnte mit viel Geduld ihre Position im China-Verkehr aufgebaut und konnte Schritt für Schritt ihre Streckenrechte aufstocken. Doch weder das noch die Taufe der A-380 auf den Namen Peking haben etwas genützt.

Lufthansa hofft, dass sie im Laufe des Winters dennoch mehr Peking-Frequenzen anbieten kann. Schließlich soll Ende Oktober der vierte Riesenflieger in die Flotte kommen. Ein viertes Ziel für den A-380 ist erst im kommenden Jahr in den USA vorgesehen.

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