Parfum darf wieder ins Handgepäck

Die Europäische Union wll das Flüssigkeitsverbot für Duty-free-Einkäufe in Nordamerika lockern und das Mitbringen von gekauften Flüssigkeiten im Duty-free-Shop dadurch wieder möglich machen.

Bisher wurden zum Beispiel Spirituosen an den EU-Umsteige-Flughäfen aufgrund des Flüssigkeitsverbots konfisziert. Begründung dafür war die aktuelle EU-Flüssigkeitsregelung: Danach darf jeder Passagier im Handgepäck nur Flüssigkeiten wie Cremes oder Zahnpasta in Behältern von maximal 100 Millilitern transportieren. Insgesamt sind nur zehn solcher Behälter erlaubt, die in einem wiederverschließbaren, durchsichtigen Beutel bei den Sicherheitskontrollen vorgelegt werden müssen.

Künftig können die Reisenden ihre Einkaufstüten behalten, erklärt die EU jetzt in Brüssel. "Die EU hat das Flüssigkeitsverbot gelockert und bilaterale Abkommen mit den USA und Kanada geschlossen", sagt eine Sprecherin. Die Änderung gelte ab sofort. Voraussetzung ist jedoch, dass die Flaschen und Tuben wie vorgeschrieben in einer durchsichtigen Plastiktüte verschweißt sind.

Das Flüssigkeitsverbot für Handgepäck soll in den kommenden Jahren weiter gelockert werden. Ab Ende April 2011 sollen auch Nicht-EU-Passagiere im Duty-free-Shop erworbene flüssige Artikel wie Spirituosen oder Kosmetika ebenfalls mit an Bord nehmen dürfen, sofern die Gegenstände mittels der vorgeschriebenen Tüten manipulationssicher verpackt sind.

Ab 2013 sollen Passagiere in der EU generell wieder Flüssigkeiten mitnehmen dürfen. Das Flüssigkeitsverbot für Handgepäck war 2006 erlassen worden, nachdem es mehrere Versuche gegeben hatte, Flüssigsprengstoff in Flugzeugen zu zünden.

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