Offensive gegen Low Coster

AUA-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik starten Angebotsoffensive
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AUA-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik starten Angebotsoffensive

Die EU hat Austrian Airlines (AUA) eine Schrumpfungskur verschrieben, aber in Europa starten die AUA-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik eine Angebotsoffensive.

Georg Jegminat

Austrian Airlines fliegt im Sommer neue Strecken in Europa, erhöht Frequenzen und setzt große statt kleiner Jets ein. "Wir wollen eine Million mehr Passagiere gewinnen", erläutert Biertwirth bei der Vorstellung der neuen Strategie in Wien. Und Austrian soll wieder zum Voll-Sortimenter werden. Deshalb verabschiedet sich AUA vom Eckpreis-Marketing. Damit fällt das 99-Euro-Limit für ein Returnticket. "Wir bieten ein Basisprodukt ab 59 Euro inklusive Steuern und Gebühren return", so der deutsche Vorstand der Airline.

Nachdem die beiden Vorstände in der vergangenen Woche einen Verlust von mehr als 300 Mill. Euro verkünden mussten, gehen sie nun wieder in die Offensive. An den Kosten habe man hart gearbeitet, so Malanik. Unter dem Strich wurden mehr als 2000 Arbeitsplätze abgebaut und 15 Flugzeuge verkauft oder stillgelegt. Jetzt konzentriere man sich auf die Erlösseite.

Um in Europa die Qualität des Streckennetzes zu verbessern, wurden Langstrecken-Charterflüge und unlukrative Routen wie die Verbindungen von Wien nach Saudi Arabien und Ekatarinenburg in Russland gestrichen. Denn die EU-Kommission hat der österreichischen Airline vorgeschrieben, dass sie 15 Prozent weniger Sitzplatz-Kilometer (ASK) anbeiten darf. Das ist die Kapazitätseinheit der Fluggesellschaften. Es handelt sich um eine Auflage im Rahmen des 500-Millionen-Euro-Hilfspakets der Wiener Regierung. "Streichen wir eine Charterlangstrecke, können wir dafür beispielsweise vier Routen zu europäischen Flügen aufnehmen", erläutert Bierwirth.

Für den Netzumbau hat sich die AUA Hlder von der Swiss geholt. Ziel ist, in den volumenstarken Märkten offensiver zu werden. "Das heißt nicht, dass unsere Strategie 'Fokus East' Vergangenheit ist", sagt Bierwirth. Sie werde weiter verfolgt, aber eben nicht mit Kleinflugzeugen.

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