Nur leichte Blessuren

PR

Die Best Western Hotels Deutschland sind im Krisenjahr 2009 verglichen mit dem Gesamtmarkt mit einem blauen Auge davon gekommen.

Birgit Quandt

Er setzt den Expansionskurs fort: In den ersten beiden Monaten dieses Jahres kamen weitere zehn Hotels dazu, so dass nun 189 Hotels in Deutschland das Best-Western-Logo tragen.

Trotz stabilem Umsatz hinterlässt die Krise auch bei Best Western Spuren: Die durchschnitt­liche Belegung fiel im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 65 Prozent. Die durchschnittlichen Netto-Zimmerraten sanken um vier Prozent auf 75,20 Euro und der durchschnittliche Umsatz pro verfügbarem Zimmer ("Revpar") um 7,4 Prozent auf 48,88 Euro.

Im Vergleich zum Gesamtmarkt, wo die Belegung nach den Kennzahlen des Marktforschungsinstituts STR Global im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent, die Zimmer-Rate um 5,8 Prozent und der Revpar um 9,8 Prozent einbrachen, kam die Gruppe aber noch glimpflich davon.

Dazu trug auch das gute Ergebnis der inzwischen 40 Urlaubshotels der Gruppe bei: Nach Angaben von Smola trotzten alle Ferienhotels der Krise und konnten ihren Umsatz von 2008 entweder halten oder sogar leicht steigern. Das Feriengeschäft, in das neben den klassischen Urlaubsaufenthalten auch Städtekurztrips von Privatgästen gerechnet werden, steuert inzwischen 39 Prozent zum Gesamtumsatz der Gruppe bei.

Außerdem profitierte Best Western im Krisenjahr 2009 von der Geschäftsverlagerung in günstigere Hotel-Kategorien der Drei- und Vier-Sterne-Hotellerie. Das Volumen an Geschäftsreisen und Tagungen habe zwar im vergangenen Jahr insgesamt abgenommen. Doch einige Tagungen und Geschäftsreisen, die bisher im Luxussegment stattfanden, seien in Best-Western-Häusern gebucht worden, was der Gruppe eine große Anzahl von Neukunden beschert habe.

Für dieses Jahr gibt sich Smola optimistisch: "Die Talsohle scheint erreicht zu sein. Wir rechnen mit einer leichten Belebung des Geschäfts. Allerdings bleiben die Wirtschaftsbedingungen schwierig." Der Best-Western-Chef erwartet, dass das Hotel-Angebot in Deutschland in diesem Jahr auf über 200 Hotels wächst. Beim Umsatz will er die Marke von 550 Mill. Euro erreichen – das wären etwa zehn Prozent mehr als 2009.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats