Nach der Hitze das Unwetter

DB AG

Nichts ging mehr: Eine Unwetterwarnung hat gestern den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen vorübergehend lahmgelegt. Das Problem mit den Klimaanlagen zieht derweil Kreise.

Michael Krane

Auf der Strecke zwischen Duisburg und Emmerich Richtung Arnheim verkehren derzeit keine IC und ICE. Auch hier ist die Oberleitung zerstört. Für den Ersatzverkehr werden Busse eingesetzt.

Das Problem mit den überlasteten Klimaanlagen in den Fernzügen der Bahn zieht derweil Kreise. Dass es sich um technische Einzelfälle handelt, wie von der Bahn zuweilen suggeriert, lässt sich nicht aufrechterhalten. Wer regelmäßig auf längeren Strecken unterwegs ist, weiß es besser: Dass die Klimaanalge in einzelnen Abteilen ausfällt, ist bei Temperaturen über 30 Grad nichts Ungewöhnliches. Besonders gern trifft es die Abteile nahe des Bord-Restaurants.

Offensichtlich ist auch den Zugbegleitern nicht klar, wie zu reagieren ist, wenn sich plötzlich wüstenähnliche Temperaturen im Zug breitmachen. Von einem einheitlichen Vorgehen kann keine Rede sein. Häufig werden die betroffenen Fahrgäste auf andere Abteile verteilt. Zusätzlich schleppt das Zugpersonal in solchen Fällen eilig Getränke aus dem Bistro heran. Ein Stopp ist eher selten.

Am vergangenen Freitagabend auf der Strecke zwischen Hamburg und Koblenz entschied sich der Zugführer zu einem 20-minütigen Halt im Bremer Bahnhof. Da gab es zwar auch Murren und Verärgerung unter den Fahrgästen, aber es war die richtige Entscheidung. Danach hatten sich Technik und Passagiere wieder erholt. Die Fahrt konnte weitergehen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

Fachmedien und Mittelstand Digital Logo
Nutzungsbasierte Onlinewerbung
stats