Mehr Übernachtungen im Ferienmonat

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Das Sommerwetter war mäßig, trotzdem hat im Ferienmonat August das Geschäft im Deutschland-Tourismus gebrummt. Vor allem die Ausländer entdecken Germany.

Klaus Hildebrandt

Bereits 2009 hatte das Reiseland Deutschland die Hauptreisemonate mit einem Plus beendet. Während dies allerdings in erster Linie auf Übernachtungen aus dem Inland zurück ging, sei im Sommer 2010 das Incoming der Motor des Wachstums, teilt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) mit. Mit einem Plus von elf Prozent auf 7,7 Mill. nahmen die Übernachtungen ausländischer Gäste besonders stark zu. Die Inlands-Übernachtungen blieben mit 38,9 Mill. stabil auf dem Niveau des Vorjahresmonats.Neben Urlaubern dürfte das Wachstum aus dem Ausland aber auch mit der anziehenden Konjunktur zu tun haben. Die Zahl der Geschäfts-, Messe- und Kongressreisen nimmt nach der Rezession wieder deutlich zu.

Gleichwohl untermauerten die jüngsten Zahlen “Deutschlands Beliebtheit auch als Ziel für den Haupturlaub“, sagt die DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer: „Der Deutschland-Tourismus zieht für jeden der Hauptreisemonate im Sommer eine positive Wachstumsbilanz. Juni plus 4,5 Prozent, Juli plus4,4 Prozent und jetzt im August plus zwei Prozent.“Großstädte profitieren am meistenDeutsche Gäste wollen sich im Deutschland-Urlaub in erster Linie erholen und entspannen, wohingegen bei ausländischen Besuchern der Erlebnisaspekt im Vordergrund steht, geht aus dem Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus 2009/2010 hervor, einer jährlichen Umfrage der DZT und des Reiseversicherers ERV. Deshalb hätten besondere die deutschen Großstädte von der starken Entwicklung im Incoming profitiert: Die Übernachtungszahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat überdurchschnittlich um zehn Prozent. Die Hotellerie legte bei den Übernachtungszahlen um sechs Prozent zu.Übernachtungszahlen höher als vor der Krise Kumuliert betrachtet stiegen die Gästeübernachtungen von Januar bis August 2010 um drei Prozent auf 260,3 Mill. Damit zählten die deutschen Beherbergungsbetriebe mit mehr als neun Betten und die Campingplätze absolut mehr Übernachtungen als im bisherigen Rekordjahr 2008, das von der Wirtschaftskrise noch weitgehend unbeeinflusst war.

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