Lufthansa behält Treibstoff-Zuschläge ein

Protestiert gegen die neue Tarifstruktur der Lufthansa: VDR-Präsident Dirk Gerdom.
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Protestiert gegen die neue Tarifstruktur der Lufthansa: VDR-Präsident Dirk Gerdom.

Nun behält auch Lufthansa im Falle von Stornierungen die Treibstoff-Zuschläge ein. VDR-Präsident Dirk Gerdom hält das für rechtlich bedenklich. Firmenkunden drohen Mehrausgaben in Millionen-Höhe.

Dirk Rogl

Nach Angaben von Travel Managern sind hiervon ein Großteil der so genannten "Non Refundable Tickets" betroffen, in aller Regel also die unteren Tarifklassen. Im Falle einer Erstattung würden diese Aufschläge neuerdings nicht mehr in allen Fällen als Bestandteil des Tarifs angesehen. Stattdessen würden die Zuschläge separat ausgewiesen und im Falle eines Stornos nicht erstattet.

"Nach einer rechtlichen Prüfung steht fest, dass dieses Vorgehen bedenklich ist", sagte Dirk Gerdom, Präsident des Geschäftsreise-Verbands VDR. Das Thema betreffe allerdings nicht allein die Lufthansa, sondern auch zahlreiche andere Airlines.

Zusätzliches Ärgernis: bei Premium Tickets werden die Treibstoff-Zuschläge der Lufthansa weiterhin als Teils des Tarifs ausgewiesen. Der VDR bezeichnet das als "Willkür zu Lasten der Unternehmen sowie aller Reisender". Eigene Zuschläge von Airlines seien Preisbestandteile und gehörten deshalb in den Nettopreis eines Tickets, fordert Gerdom. Das wiederum wird im Falle der Treibstoff-Aufschläge schon seit Jahren anders praktiziert. Eine Stellungnahme der Lufthansa liegt noch nicht vor.

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