LH Italia testet Flatrate-Tickets

Heike Birlenbach managt seit 2009 die LH Italia in Mailand.
fvw/Rita Münck
Heike Birlenbach managt seit 2009 die LH Italia in Mailand.

Der von Heike Birlenbach (Foto) geführte Lufthansa-Ableger LH Italia mit Sitz in Mailand entwickelt sich zum neuen Testlabor der Kranich-Airline: Im Januar hat die Managerin den italienischen Kunden erstmals so genannte Flatrate- oder "All-you-can-fly"-Tickets verkauft.

Rita Münck

Damit folgt die Lufthansa dem Beispiel von Jet Blue, TUIfly und Condor, die das Produkt bereits angeboten haben. Condor hatte zuletzt Ende 2009 eine vergleichbare Aktion gestartet und doppelt so viele Tickets abgesetzt wie erwartet.

Die Tarife umfassen alle Steuern und Gebühren. Wie gewohnt, können die Passagiere auf den Flügen auch Lufthansa Miles-&-More-Punkte sammeln. Allerdings wird eine Zusatzgebühr von 50 Euro fällig, wenn die Passagiere einen im Rahmen der Flatrate gebuchten Flug nicht antreten.

Obwohl der Verkaufszeitraum für die Spezial-Tickets bereits am 24. Januar endete und die Ticket-Menge auf 500 begrenzt war, wollte Birlenbach auf fvw-Anfrage keine Aussagen zum Erfolg der Aktion machen. "Wir müssen hier erst Mal Erfahrungen sammeln", sagte sie. Plan aber sei, weitere solcher Angebote auf dem italienischen Markt zu platzieren, "die sich an bestimmte Zielgruppen richten".

Lufthansa Italia, die 2009 in Mailand an den Start gegangen ist, muss in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wie alle Airlines um Marktanteile kämpfen. Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass der Lufthansa-Ableger die für Geschäftsreisende wichtige Strecke Mailand–Rom Mitte Februar mangels Passagierzuspruch einstellen wird. Das hat die Gerüchte-Küche um die Zukunft von LH Italia mächtig angekurbelt. Aktuell ist LH Italia ab Mailand mit neun Airbus A-319 unterwegs. Zielflughäfen sind unter anderem Barcelona, Brüssel, London-Heathrow, Madrid und Paris.

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