Konzern-Spaltung beschlossen

Accor-Chef Gilles Pélisson gibt seinen Widerstand gegen die Aufspaltung des Konzerns auf.
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Accor-Chef Gilles Pélisson gibt seinen Widerstand gegen die Aufspaltung des Konzerns auf.

Accors Hotelsparte steht künftig auf eigenen Beinen. Die beiden Geschäftsbereiche Hospitality und Services sollen in Zukunft getrennt am Markt agieren. Das entschied der Verwaltungsrat.

Sabine Pracht

Geplant ist, beide Bereiche an die Börse zu bringen, wobei französischen Zeitungsberichten zufolge jeder Aktionär jeweils ein Papier jeder Gesellschaft erhalten soll.

Berichten der französischen Zeitung "Le Monde" zufolge hatte sich Accor-Chef Gilles Pélisson lange gegen die Aufspaltung des Konzerns ausgesprochen. Nachdem er auf Druck der Aktionäre im August eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hatte, legte sich sein Widerstand.

Mit eigenen Finanzmitteln ausgestattet würden die beiden Gesellschaften in ihren jeweiligen Märkten auch in Zukunft zu den Marktführern gehören, ist Pélisson überzeugt: "Die geplante Aufspaltung wird eine neue, solide und nachhaltige Dynamik für die beiden Sparten schaffen und ihre weltweit marktführende Position untermauern."

Bis Ende 2010 will der Verwaltungsrat den Aktionären die Aufspaltung zur Beschlussfassung vorlegen, heißt es.

Die Entscheidung für die neue Unternehmensstruktur zieht auch personelle Veränderungen nach sich. Jaques Stern, bisher als CFO zweiter Mann bei Accor hinter Pélisson, wird als CEO künftig Accor Services führen. Finanzchef der Hotelsparte wird Olivier Poirot. Er berichtet an Pélisson und Stern. Poirot, seit 17 Jahren bei Accor, behält zudem seine Funktion als Marken-Verantortlicher für die nordamerikanischen Accor-Hotelmarken Motel 6 und Studio 6.

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