Klima-Wandel schuld an Sauna-Zügen

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Die Bahn gibt indirekt dem weltweiten Klimawandel die Schuld an ihren defekten Klima-Anlagen in ICE-Zügen. In den vergangenen Tagen klagten wiederholt Bahn-Reisende über defekte Klima-Anlagen und überhitze Züge.

Betroffen seien bislang nur ICE-Züge der zweiten Generation (ICE 2) sowie Intercity-Züge (IC). Es handelt sich um Züge, die in den 80-er und 90-er Jahren geplant wurden und deshalb weit vom aktuellen Stand der Technik entfernt sind. Bei der Entwicklung der Züge wurde offenbar nicht mit derartig heißen Sommern gerechnet, wie er derzeit in Deutschland herrscht. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, funktioniere die Kühlung älterer ICE-Züge sogar nur bei Außentemperaturen von bis zu 32 Grad einwandfrei. Das soll eine Bahnsprecherin bestätigt haben. Immerhin: Bei den neueren ICE-3- und ICE-T-Modellen seien die Klimaanlagen auf eine Temperatur bis 35 Grad ausgelegt worden sein.

Für die Pannen in den älteren ICE-Zügen machte die Bahn indirekt den Klima-Wandel verantwortlich. "Zum Zeitpunkt der Planung dieser ICEs ist niemand davon ausgegangen, dass wir einmal Temperaturen von mehr als 35 Grad in Deutschland haben würden", sagte der Bahn-Sonderbeauftragte Georg Brunnhuber "Stern.de". Seit Freitag vergangener Woche sind bei 5500 Fahrten von Fernzügen in insgesamt 48 Fällen die Klima-Anlagen ausgefallen.

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