Keine Gnade für Geschäftsreisende

FVA

Geschäftsreisende sind nicht von der Kulturförderabgabe in Köln befreit. Das stellt die Kommune klar. Reisende müssen die als Bettensteuer titulierte Abgabe bei Hotelübernachtungen in der Domstadt generell zahlen.

Der Personenkreis, der sich von der seit 1. Oktober in Köln fälligen Kulturförderabgabe befreien lassen kann, ist enger begrenzt als vielfach angenommen. Lediglich Obdachlose, die in ein Hotel einquartiert werden, Reisende, die sich länger als zwei Monate in einem Kölner Hotel aufhalten und Gäste, für die das Hotelzimmer praktisch als Zweitwohnung dient, müssen die auch als Bettensteuer bezeichnete Abgabe laut Auskunft der Stadt Köln nicht zahlen.

Dem ist jedoch nicht so, wie die Informationsstelle der Stadt Köln zur Kulturförderabgabe nun auf Nachfrage von fvw und BizTravel erklärte. Dass Geschäftsreisende in den sauren Abgaben-Apfel beißen müssen, zeigt auch die neueste Version des Erstattungsformulars: „Anders als vom Dehoga und einigen Hotels behauptet, besteht kein Erstattungsanspruch für Touristinnen, Touristen oder Geschäftsreisende“, heißt es dort. In einer früheren Fassung des Formulars fehlt dieser Passus.

Die letzte Hoffnung der Reisenden richtet sich damit auf den Dehoga. Der Hotel- und Gaststättenverband hatte erklärt, die Abgabe vor Gericht zu Fall bringen zu wollen. Sollte das nicht gelingen, dürften zahlreiche Kommunen dem Beispiel der Rheinmetropole folgen. Hamburg beispielsweise hat bereits die Einführung einer Kulturtaxe nach Kölner Vorbild angekündigt.

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