Japan Airlines bleibt Oneworld treu

Japan Airlines betreibt weltweit die größte Jumbo-Flotte.
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Japan Airlines betreibt weltweit die größte Jumbo-Flotte.

Die seit Januar insolvente Japan Airlines (JAL) will im Bündnis Oneworld bleiben. US-Carrier Delta Air Lines wollte den angeschlagenen Carrier ins Skyteam holen. Nun hat sich die JAL für Partner American Airlines und Oneworld entschieden.

Wie JAL jetzt bestätigt, will die angeschlagene Airline im Oneworld-Bündnis bleiben und mit American Airlines auf den Trans-Pazifik-Routen zusammenarbeiten. Die beiden Carrier wollen Antitrust-Immunity in den USA beantragen.

Sowohl Delta als auch American Airlines hatten der hoch verschuldeten Japan Airlines Beteiligungen in Milliarden-Höhe angeboten, um der größten Fluggesellschaft Japans durch die Krise zu helfen. Hätte Delta das Rennen gewonnen, wäre es zwangsläufig zu einem Wechsel der JAL ins Skyteam gekommen. Die neue Unternehmensleitung und der staatliche Sanierungskoordinator ETIC hielten einen Bündniswechsel aber in der aktuellen Phase für zu riskant, wie japanische Medien berichteten.

Nun kommt American Airlines zum Zuge. Die US-Fluggesellschaft hat 1,4 Mrd. US-Dollar für eine Minderheitsbeteiligung an Japan Airlines geboten. Unterstützung haben auch andere Oneworld-Mitglieder zugesagt: Als Teil des von den Oneworld-Airlines getragenen Unterstützungsprogramms für JAL im Gesamtwert von zwei Milliarden US-Dollar kündigte British Airways erst in der vergangenen Woche eine "radikale Erweiterung der Zusammenarbeit mit Japan Airlines" im Verkehr zwischen Japan und Europa an.

Der Linienverkehr nach Japan soll künftig in gemeinsamer Organisation durchgeführt werden. Zudem soll sich die Zahl der JAL-Code-Share-Dienste im BritishAirways-Europanetz verdoppeln.

Die JAL gehört seit 2007 zu Oneworld.

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