Hamburg verlangt Kulturtaxe

Nach Köln will jetzt auch Hamburg die Hotelgäste mit einer Bettensteuer zur Kasse bitten.
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Nach Köln will jetzt auch Hamburg die Hotelgäste mit einer Bettensteuer zur Kasse bitten.

Nachdem der Beschluss der Stadt Köln, künftig eine Bettensteuer für Hotel-Übernachtungen zu erheben, auf heftige Kritik gestoßen ist, sollen nun auch Hamburgs Hotelgäste eine solche Abgabe zahlen.

Birgit Quandt

Bei den Hoteliers löst dies heftigste Proteste aus. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat bereits nach dem Beschluss der Bettensteuer in Köln angekündigt, sich mit allen juristischen Mitteln zur Wehr setzen. "Das ist Wegelagerei. Es liegen mehrere Gutachten vor, dass die Bettensteuer verfassungswidrig ist", sagt IHA-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe.

Er geht jedoch davon aus, dass es bis zu einer endgültigen Klärung Jahre dauern kann. Er rechnet zudem damit, dass nach Köln, Bingen und Hamburg noch mehr Städte die Bettensteuer einführen werden: "Wir haben mehrere Dutzend Städte, die das Geschehen in Köln aufmerksam verfolgen. Es gibt beispielsweise weit gediehene Diskussionen in Lübeck, Bremen, Dresden und München", sagt er. Es gelte, dort keinen Präzedenzfall enstehen zu lassen.

Die Hoteliers müssen die Bettensteuer von allen Gästen erheben. Geschäftsreisende haben aber die Möglichkeit, sich den Betrag auf einem Formular-Vordruck von der Stadt Köln zurück erstatten zu lassen. Sowohl für die Hoteliers als auch für die Geschäftsreisenden entsteht ein erheblicher bürokratischer Aufwand.

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