Geschäft deutlich erholt

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Lufthansa hat die Wende geschafft und kommt konzernweit in den ersten neun Monaten des Jahres auf ein operatives Ergebnis von 612 Mill. Euro gegenüber 226 Mill. Euro vor Jahresfrist.

Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber, der heute letztmalig die LH-Quartalszahlen vorstellen wird, spricht stolz davon, dass der Konzern "die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise erfolgreich durchflogen" habe.

Allein die Monate Juli bis September steuerten einen operativen Gewinn von 783 Mill. Euro bei (282 Mill. Euro 2009).Die Passage verzeichnete in den ersten neun Monaten ein operatives Ergebnis von 218 Mill. Euro. Dazu trug die Lufthansa Passage 158 Mill. Euro und Swiss 194 Mill. Euro bei. Die deutsche Billigflug-Tochter Germanwings blieb mit elf Millionen Euro im Minus.

Swiss verweist insbesondere auf die starke Nachfrage-Entwicklung im Heimatmarkt Schweiz. Auf den Langstrecken seien die Kunden wieder in die Business und First Class zurückgekehrt. Insgesamt stieg die Auslastung um drei Punkte auf 82,3 Prozent. Die Langstrecke legte um 5,2 Punkte auf knapp 87 Prozent zu. Auf den Europa-Strecken sei eine strukturelle Erholung jedoch noch nicht zu sehen. Swiss rechnet am Ende des Jahres mit einem Ergebnis, das deutlich über dem des Vorjahres liegt.

Austrian Airlines löst sich weiter aus den Verlusten, die von Quartal zu Quartal zurückgegangen sind. Kumuliert ergibt sich bis September ein Minus von 44,4 Mill. Euro. Zum Vergleich: Das dritte Quartal schloss mit plus 22,6 Mill. Euro ab. Die Airline liege im Plan, ihren operativen Verlust gegenüber dem Vorjahr deutlich zu senken, so Austrian. 2011 will der Carrier Gewinn schreiben.

Ähnlich verlief das Jahr bislang für die britische LH-Tochter BMI, die allerdings nach neun Monaten 90 Mill. Euro Verlust gemacht hat.

Der Lufthansa-Vorstand kommt insgesamt zu der Einschätzung, dass sich die Ertragsentwicklung 2010 verbessert habe. Er rechnet für das gesamte Jahr mit einem Ergebnis oberhalb von 800 Mill. Euro. Damit wäre auch die Voraussetzung für eine Dividende gegeben, heißt es. Für das Vorjahr blieb die aus.

Risiken für die weitere Entwicklung lägen in einer konjunkturellen Abschwächung, negativen Einflüssen durch die Luftverkehrssteuer und höheren Treibstoffkosten.

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