Frankfurt droht mehr Wettbewerb

Karl Ulrich Garnadt verantwortet bei Lufthansa das Hub-Management und die Passage-Services.
Ingrid Fried/Lufthansa
Karl Ulrich Garnadt verantwortet bei Lufthansa das Hub-Management und die Passage-Services.

Nach Abschluss ihrer Einkaufstour bläst Lufthansa zum Sparkonzert. "Wir haben kein Problem, Menge abzusetzen", sagt Passage-Vorstand Karl Ulrich Garnadt im fvw-Interview. Aber: die Erlöse stimmen nicht. Und: 2011 droht an der HauptbasisFrankfurt mehr Wettbewerb.

Rita Münck

Noch hat die Lufthansa an ihrem wichtigsten Drehkreuz einen Marktanteil von 60 Prozent. "Den wollen wir natürlich halten", gibt der LH-Manager, zuständig für Hub-Management und Passage-Service, vor.

Wie Garnadt im Interview mit der fvw (Titel-Story fvw 25/09 vom heutigen Tage) erläutert, bereitet sich die Lufthansa unter anderem mit dem Sparprogramm "Climb 2011" auf den künftigen Wettbewerb vor. Jeder Abteilungsleiter im Konzern ist gefordert, seinen Beitrag zu dem Milliarden-Programm zu leisten. Das sei harte Arbeit im Detail. Garnadt: "Wir wollen ausdrücklich nicht an der Qualität und am Kundenservice sparen."

Immerhin: Für die Hälfte der geplanten Einsparsumme von einer Milliarde Euro kann Lufthansa bereits sagen, "wie und wo wir sie erzielen können. Für die andere Hälfte gibt es Konzepte und Ideen".

Lufthansa leidet stark darunter, dass die Fluggäste in der First und Business Class seit Beginn der Wirtschaftskrise ausbleiben beziehungsweise nicht mehr die bisher hohen Tarife zahlen, mit denen die Airline unter anderem den Europa-Verkehr subventioniert hat. Erstmals seit Jahren musste die Lufthansa nun sogar anlässlich des jüngsten Quartalsberichts rote Zahlen ausweisen. Der Druck ist hoch, die Kosten schnell rapide runter zu fahren – insbesondere im Kontverkehr, wo die Billig-Airlines der Lufthansa zunehmend Marktanteile abnehmen.

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