Flugsteuer soll bei 26 Euro liegen

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Die Pläne der Bundesregierung zur geplanten Luftverkehrsabgabe werden immer konkreter. Wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht, sollen Flugtickets ab 2011 um bis zu 26 Euro teurer werden.

Passagiere, die innerhalb von Deutschland umsteigen, sind laut dem Entwurf von der Steuer ausgenommen. Auch gelte das Gesetz nicht für Privatjets und Sportflugzeuge. Das Gesetz bedürfe nicht der Zustimmung des Bundesrats, heißt es in dem Entwurf.

Die Pläne stoßen bei den Fluggesellschaften und dem Deutschen Reise Verband (DRV) auf Protest. Sie rechnen mit einem hohen Rückgang der Passagierzahlen für Urlaubs- und Geschäftsreisen.

Sollte die Steuer wie geplant kommen, werde das Deutschland mindestens fünf Millionen Passagiere im Jahr kosten, sagte der Präsident des Airline-Verbands BDF, Ralf Teckentrup, in einem Expertengespräch der SPD-Bundestagsfraktion, das am Donnerstag in Berlin stattfand. Er ist zugleich Chef der Ferienfluggesellschaft Condor. "Insellösungen funktionieren nur auf Inseln", kritisierte Teckentrup einem Bericht von "Welt online" zufolge.

Hoffen dürfen die Fluggesellschaften auf 2012. Dann könnte die Steuer dem Entwurf zufolge etwas abgesenkt werden. Die Belastungen für die Branche werden allerdings nicht geringer. Ab 2012 müssen die Fluggesellschaften am EU-weiten CO2-Emissionshandel teilnehmen, was zusätzliche Kosten verursachen wird.

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